Coronavirus SARS-CoV-2: Die aktuellen Informationen im Liveblog

Yahoo Redaktion
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Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Yahoo-Liveblog. (Bild: Getty Images)
Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Yahoo-Liveblog. (Bild: Getty Images)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Weltweit: Über 1,99 Millionen Infizierte (Todesfälle: über 128.000; genesen: über 500.000) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 132.000 (Todesfälle: über 3400; genesen: über 72.000 - Quelle: Johns Hopkins University

  • In Europa sind Italien und Spanien am meisten betroffen: In Italien sind es über 162.000 Infizierte (Todesfälle: über 21.000; genesen: über 37.000) und in Spanien über 177.000 (Todesfälle: über 18.000; genesen: über 70.000) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in den USA: Über 609.000 (Todesfälle: über 26.000; genesen: über 49.000) - Quelle: Johns Hopkins Universität

  • Der Bund schlägt offenbar eine Verlängerung der Kontaktsperre bis 3. Mai vor

  • Die Grenzkontrollen werden bis zum 4. Mai verlängert

  • Uneinigkeit bei Schulöffnungen: NRW will Schulen wieder öffnen, Söder blockt ab

  • Adidas bekommt Milliardenkredit von staatlicher Förderbank

+++ Dutzende neue Corona-Fälle auf den Galápagos-Inseln +++

(15.04.2020, 15:11 Uhr)

Auf den Galápagos-Inseln im Ostpazifik sind Dutzende neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert worden. 48 Besatzungsmitglieder eines Schiffes auf der Insel Baltra seien positiv getestet worden, teilte die Provinzverwaltung in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Patienten bleiben demnach bis auf weiteres auf der “Flora” in Quarantäne.

Die Galápagos-Inseln gehören zu Ecuador und liegen rund 1000 Kilometer westlich des südamerikanischen Küste im Pazifik. Das Archipel zählt wegen seiner besonderen Flora und Fauna seit 1978 zum Unesco-Weltnaturerbe. Zu den nur dort vorkommenden Arten zählen Meerechsen, Landleguane und Galápagosfinken. 1835 besuchte Charles Darwin die Inseln. Seine Theorie von der Entstehung der Arten erhielt dort viele Denkanstöße.

Ecuador ist in Südamerika eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern. Die Regierung riegelte die Galápagos-Inseln weitgehend ab und schickte Mundschutzmasken, medizinisches Material und Tests. Bislang wurden auf der Inselgruppe 72 Patienten positiv auf Sars-CoV-2 getestet. (dpa)

+++ Paris bedauert Trumps Beitragsstopp für Weltgesundheitsorganisation +++

(15.04.2020, 14:53 Uhr)

Frankreich reagiert enttäuscht auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, mitten in der Coronavirus-Pandemie die Beitragszahlungen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu stoppen. “Das ist natürlich eine Lage, die wir bedauern”, sagte Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye am Mittwoch in Paris nach einer Kabinettssitzung.

Die Sprecherin erinnerte daran, dass Frankreich und insbesondere Staatschef Emmanuel Macron dem Multilateralismus verpflichtet seien, also dem Lösen von Problemen im Rahmen von internationalen Organisationen und Regeln. Frankreich hoffe, dass bald wieder eine normale Lage einkehre, sagte Ndiaye mit Blick auf die WHO. (dpa)

+++ AU-Kommissionschef kritisiert Stopp von US-Zahlungen an die WHO +++

(15.04.2020, 14:45 Uhr)

Der Kommissionschef der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, hat die von US-Präsident Donald Trump angeordnete Einstellung der Zahlungen an die WHO kritisiert. Die Entscheidung sei “zutiefst bedauerlich”, twitterte der AU-Kommissionschef am Mittwoch. Die AU ist ein Zusammenschluss aller afrikanischer Staaten.

Heute mehr denn je sei die Welt auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) angewiesen, um den Kampf gegen die globale Covid-19-Pandemie zu leiten, sagte er. “Unsere kollektive Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die WHO ihr Mandat ausführen kann, war noch nie so dringend.” Trump hatte am Dienstagabend die Beitragszahlungen der USA an die WHO vorübergehend gekappt. Er macht die Organisation für die vielen Toten des neuartigen Coronavirus mitverantwortlich. (dpa)

+++ FDP: Deutschland sollte Finanzierungslücke der WHO überbrücken +++

(15.04.2020, 14:30 Uhr)

Nach dem Stopp der Beitragszahlungen der USA an die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert die FDP im Bundestag ein größeres Engagement Deutschlands und Europas. “Deutschland sollte gemeinsam mit den europäischen Partnern finanziell einspringen, um diese Finanzierungslücke zu überbrücken”, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Alexander Graf Lambsdorff am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

“In einer solchen Krise braucht die WHO alle Ressourcen, um handlungsfähig zu bleiben, denn gerade in den ärmsten Ländern der Welt steht der Höhepunkt der Pandemie noch bevor. Und hier ist die WHO vor Ort oftmals die einzige Hilfe”, sagte er. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die Beitragszahlungen einstellen lassen. Zunächst solle die Rolle der WHO bei der “schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus” geprüft werden. Lambsdorff nannte es “verantwortungslos von den USA, mitten in einer Pandemie der WHO den Geldhahn zuzudrehen”.

Der FDP-Politiker betonte zugleich, nach der Corona-Pandemie müssten WHO-Mitglieder wie Deutschland eine “schonungslose Krisenbilanz” einfordern. Eine unkritische Übernahme von Informationen und Daten von China durch die WHO dürfe sich nicht wiederholen. “Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass die WHO stärker, professioneller und unabhängiger wird. Dazu braucht die Organisation mehr Rechte gegenüber den einzelnen Mitgliedsstaaten.” Diese müssten völkerrechtlich dazu verpflichtet werden, frühzeitig und wahrheitsgemäß über Krankheitsausbrüche zu berichten, “was China ganz offensichtlich nicht getan hat”, sagte Lambsdorff. (dpa)

+++ EU tauscht sich über Armee-Einsätze gegen Coronavirus aus +++

(15.04.20202, 14:23 Uhr)

In der Corona-Krise wollen sich die EU-Staaten besser darüber austauschen, wie nationale Armeen im Kampf gegen das Virus helfen können. Dazu setzte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell eine Arbeitsgruppe ein, die die Kommunikation zwischen den EU-Staaten fördern soll, wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte. Es gehe darum, wie die Streitkräfte staatliche Behörden bei der Bewältigung der Krise unterstützen könnten. Die EU-Verteidigungsminister hatten sich Anfang vergangener Woche bereits grundsätzlich darauf geeinigt, diese Arbeitsgruppe einzusetzen.

Die Arbeitsgruppe, die unter anderem aus EU-Militärs bestehen soll, soll Anlaufpunkt für die EU-Staaten zum Informationsaustausch sein. Über eine Online-Plattform sollen Anfragen und gute Beispiele geteilt werden. Man werde sich eng mit der Nato abstimmen, sagte die Sprecherin. Sie betonte, die Streitkräfte der EU-Staaten hätten in den vergangenen Wochen bereits vielfach geholfen. Sie seien bei Rückholaktionen von im Ausland gestrandeten Urlaubern im Einsatz gewesen, hätten medizinische Ausrüstung geliefert und Patienten von einem Land ins andere transportiert. (dpa)

+++ Aufnahme von 58 Kindern aus Griechenland - Zusagen aus elf Staaten +++

(15.04.2020, 14:13 Uhr)

Nach wochenlangen Vorbereitungen sollen am kommenden Samstag 58 Kinder aus Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln nach Deutschland gebracht werden. Deutschland sei entsprechend seiner Zusage auch bereit, mehr unbegleitete Minderjährige von den Ägäis-Inseln aufzunehmen, betonte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin. Die griechischen Behörden und die beteiligten UN-Organisationen hätten jedoch bislang noch nicht für mehr Kinder alle notwendigen Informationen zusammengetragen. Unter anderem soll die Herkunft der Kinder geklärt werden. Auch die Frage, ob sie womöglich Verwandte in einem anderen EU-Staat haben, spielt eine Rolle.

Deutschland will insgesamt 350 bis 500 unbegleitete Minderjährige aus den überfüllten Lagern aufnehmen - vor allem Kinder im Alter unter 14 Jahren, kranke Kinder und Mädchen. Der Sprecher betonte, die Bundesregierung erwarte, dass auch andere EU-Staaten, die ihre Zusage aufgrund der Corona-Pandemie erst später erfüllen wollen, zu ihren Verpflichtungen stehen. Insgesamt sollen nach Angaben der Europäischen Kommission rund 1600 kranke Kinder und unbegleitete Minderjährige umgesiedelt werden. Außer Deutschland wollen noch neun weitere EU-Staaten und die Schweiz mitmachen: Luxemburg, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Kroatien, Finnland, Irland, Portugal und Litauen. Bisher sind aber lediglich zwölf Minderjährige nach Luxemburg gebracht worden.

Die 58 Kinder werden zunächst in Niedersachsen zwei Wochen in Corona-Quarantäne verbringen. Anschließend werden sie auf die Bundesländer verteilt. Dabei würden auch Angebote aufnahmebereiter Kommunen berücksichtigt, sagte der Sprecher des Innenministeriums. (dpa)

+++ Studie: Zahl der Infizierten in Island ist stabil niedrig +++

(15.04.2020, 14:00 Uhr)

Kinder unter zehn Jahren und Frauen scheinen in Island seltener mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert zu sein als Jugendliche und Männer. Das berichten Forscher um den Populationsgenetiker Kári Stefánsson vom Unternehmen deCODE Genetics in Reykjavik in der Zeitschrift “New England Journal of Medicine”. Bevölkerungsbezogene Proben fielen je nach Auswahl der Personen bei 0,6 bis 0,8 Prozent der Menschen positiv aus. Dieser Anteil blieb stabil über den Verlauf von 20 Tagen - vom 13. März bis zum 1. April.

Island hatte erst Ende Februar die erste Infektion gemeldet. Gegen die Ausbreitung des Virus verhängte die Regierung Maßnahmen, darunter das Verbot von Versammlungen mit mehr als 20 Teilnehmern sowie die Schließung von Universitäten und Hochschulen. Schulen und Kindergärten blieben aber mit Einschränkungen weitgehend geöffnet. Die Maßnahmen sollen ab dem 4. Mai wieder gelockert werden: Ab dann sollen die Schulen gänzlich zum Normalbetrieb zurückkehren, Unis und Hochschulen wieder öffnen. Die erlaubte Teilnehmerzahl für Versammlungen soll auf 50 erhöht werden.

Die Forscher hatten bei den bevölkerungsbezogenen Tests rund 13.000 Personen untersucht. Dabei waren 0,6 Prozent der Frauen und 0,9 Prozent der Männer infiziert. Bei Kindern unter 10 Jahren gab es keinen einzigen positiven Befund, bei Menschen ab 10 Jahren waren es 0,8 Prozent. Zudem hatten die Forscher mehr als 9000 Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko untersucht. Darunter waren vor allem solche, die Symptome zeigten, zuletzt in stark von der Corona-Pandemie betroffene Länder gereist waren oder Kontakt mit Infizierten hatten. Insgesamt waren etwa 6 Prozent der Bevölkerung getestet worden. (dpa)

+++ Thailand verlängert Stopp internationaler Passagierflüge +++

(15.04.2020, 13:34 Uhr)

Thailand verlängert wegen der Corona-Krise die Einstellung des internationalen Passagierflugverkehrs um zwei Wochen bis zum 30. April. Ausnahmen gelten weiter für Fracht-, Hilfs-, Rückhol- und Militärflüge, wie das Luftfahrtamt am Mittwoch mitteilte. In Thailand gilt seit dem 26. März der Ausnahmezustand. Bisher wurden dort 2643 Coronavirus-Fälle verzeichnet.

Normalerweise würde das buddhistische südostasiatische Land gerade das Neujahrsfest Songkran feiern - es wurde aber wegen der Pandemie abgesagt. Deshalb gibt es derzeit auch deutlich weniger Reiseverkehr auf den Straßen. Das Gesundheitsministerium verzeichnete im Vergleich zu Songkran-Tagen in den Vorjahren nur etwa ein Drittel der Unfälle und ein Sechstel der Anzahl der Verkehrstoten. Inlandsflüge sind in Thailand weiter erlaubt, aber viele Fluggesellschaften haben ihren Betrieb eingestellt. (dpa)

+++ Flughafengesellschaft verschiebt erste Komparsenübung am BER +++

(15.04.2020, 13:32 Uhr)

Die Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens BER haben den für Ende April geplanten ersten Probelauf mit Komparsen wegen der Corona-Krise auf den Sommer verschoben. “Die Sicherheit und Gesundheit der freiwilligen Tester und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht an erster Stelle”, teilte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Mittwoch mit. Zuvor hatte das Branchenportal Aviationnetonline berichtet. Der für Ende Oktober geplante Eröffnungstermin des Flughafens sei nicht in Gefahr, betonte Lütke Daldrup. “Die Verschiebung der Übung vom 29. April auf den Sommer ist für die Inbetriebnahmevorbereitungen kein Problem.”

Die Komparsen sollten an dem Tag an einer Brandschutz- und Räumungsübung am Hauptterminal sowie am Flughafenbahnhof teilnehmen. Weitere Komparsentests, bei denen die Abläufe am BER geübt werden sollen, sind für Juni und Juli geplant. Ursprünglich sollten dafür rund 20 000 freiwillige Teilnehmer zum Einsatz kommen. Schon vor einigen Wochen hatte Lütke Daldrup angekündigt, dass dieser Probebetrieb - das sogenannte Orat-Programm - aufgrund der Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus angepasst werden müsse. Weitere Terminverschiebungen wurden zunächst nicht bekannt. (dpa)

+++ Handel ab 400 oder 800 Quadratmeter? Kritik vom Verband +++

(15.04.2020, 13:29 Uhr)

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat in Person von Hauptgeschäftsführer Stefan Genth mit Unverständnis auf die Pläne der Bundesregierung reagiert. Mehreren Berichten zufolge sollen Geschäfte ab 400 oder 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen. Für Genth ist das “nicht sachgerecht und wissenschaftlich nicht fundiert.” Er appelliert in einem Brief, der der dpa vorliegt, an die Bundeskanzlerin, sich für einheitliche und nicht benachteiligende Vorgaben für den gesamten Einzelhandel einzusetzen.

Aus Österreich kam die Praxis, den Handel abhängig von der Verkaufsfläche zu machen. Genth ist damit nicht glücklich: “Der Einzelhandel ist bereits heute in der Lage und bereit, einheitliche Hygienestandards und klare Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Pandemie einzuhalten und umzusetzen. Wir fordern jedoch auf dieser Grundlage eine diskriminierungsfreie Wiederöffnung der Geschäfte”.

+++ Offiziell: Grenzkontrollen bis 4. Mai verlängert +++

(15.04.2020, 13:12 Uhr)

Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen werden um weitere 20 Tage verlängert. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Er bestätigte damit einen Bericht der dpa.

Mehr zu den Grenzkontrollen erfahren Sie hier.

+++ Tour de France wird verlegt +++

(15.04.2020, 13:12 Uhr)

Jetzt offiziell: Die diesjährige Tour de France wird verlegt. Die Fahrt wird, so die aktuelle Planung, vom 29. August bis zum 20. September stattfinden.

+++ Bericht: Bund will Geschäfte teilweise öffnen +++

(15.04.2020, 13:04 Uhr)

Einem Bericht der dpa zufolge will der Bund vorschlagen, Geschäfts mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Dies soll Teil der Pläne sein, die das Corona-Kabinett am Mittwoch beschloss und die Kanzlerin Angela Merkel nun mit den Ministerpräsidenten der Länder diskutiert. Früheren Berichten (u.a. 09:43 Uhr) zufolge sollten nur Geschäfte mit bis zu 400 Quadratmetern wieder öffnen dürfen.

+++ WHO: Auch EU kritisiert Trump-Entscheidung +++

(15.04.2020, 12:59 Uhr)

Nach Russland (10:52 Uhr) und China (11:56 Uhr) hat nun auch die EU in Person von Außenbeauftragtem Josep Borrell die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump bezüglich eines Stopps der Beiträge zur WHO kritisiert. Auf Twitter schrieb er: “Es gibt keinen Grund, diesen Zug in diesem Moment zu rechtfertigen, wenn ihr Aufwand mehr gefordert ist als jemals zuvor, um die Coronavirus-Pandemie aufzuhalten und zu besiegen. Nur wenn wir alle Kräfte vereinen, können wir diese Krise, die keine Grenzen kennt, überstehen.”

+++ AfD für schnelle Öffnung der Gastronomie +++

(15.04.2020, 12:55 Uhr)

Die AfD hat sich für eine rasche Öffnung von Restaurants und Hotels ausgesprochen. «Supermärkte, Baumärkte, Blumenläden, Buchhandlungen und Tankstellen zeigen in der Corona-Krise, dass ihre Kunden Hygiene- und Abstandsregeln einhalten können», sagte Partei-Vize Alice Weidel am Mittwoch.

Die Kunden anderer Einzelhändler, Restaurants, Hotels und Bildungsanbieter könnten das sicher auch. Alle Betriebe, bei denen dies ebenso möglich sei, sollten daher «in den Alltag zurückkehren dürfen». Vor allem kleine und mittlere Unternehmen kämpften derzeit um ihre Existenz. «Sie müssen so schnell wie möglich wieder geöffnet werden dürfen», forderte Weidel, die gemeinsam mit Alexander Gauland die Bundestagsfraktion leitet. (dpa)

+++ Frankreich: Amazon darf nur noch Essentials liefern +++

(15.04.2020, 12:51 Uhr)

Ein französisches Gericht aus Nanterre hat erklärt, dass Amazon Frankreich dabei gescheitert ist, “die eigenen Pflichten in Hinsicht auf Sicherheit und Gesundheit seiner Arbeiter zu berücksichtigen”. Entsprechend ordnete das Gericht an, dass Amazon bis auf weiteres nur noch essenzielle Güter liefern darf. Dazu gehören laut Gericht “Nahrung, Hygienematerial und medizinische Produkte.”

+++ Giffey für Kita-Öffnung für Vorschulkinder und Alleinerziehende +++

(15.04.2020, 12:49 Uhr)

Bei der Wiedereröffnung von Kitas sollte nach Ansicht von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erwogen werden, Kinder von Alleinerziehenden und Vorschulkinder zuerst wieder in die Betreuung aufzunehmen. Sie halte es für wichtig, dass weiter die systemrelevanten Berufe dazugehörten, sagte sie im ARD-Morgenmagazin.

Es müsse aber auch Überlegungen geben mit Blick auf Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden, zudem müssten die Vorschulkinder berücksichtigt werden. «Das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass die in den letzten Monaten vor der Grundschule vorbereitet werden, aus pädagogischen Gründen, und einem Vorschulkind kann man auch erklären, wie Händewaschen geht.»

Giffey sprach sich gegen eine weitere Komplettschließung von Kitas aus. «Ich finde nicht, dass wir den Eltern jetzt einfach sagen können: Bis zum Sommer sind alle Kitas dicht», sagte sie dem ARD-Hauptstadtstudio. Viele Eltern kämen an ihre Grenzen. Homeoffice mit Kleinkindern, funktioniere in der Realität doch nicht so gut. «Jede Maßnahme, die wir jetzt überlegen, muss alltagstauglich sein und das Thema Vereinbarkeit und gerade auch die Frauen dürfen an dieser Stelle nicht herunterfallen.»

+++ Seibert: Bei Lockerung jeden Übermut vermeiden +++

(15.04.2020, 12:40 Uhr)

Die Bundesregierung mahnt bei einer schrittweisen Lockerung der harten Beschränkungen wegen der Corona-Krise zu größter Umsicht. «Der Pfad, den wir also in den nächsten Wochen gehen müssen, ist ein schmaler zwischen vorsichtiger, schrittweiser Lockerung und Bewahrung unserer Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Sitzung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem Corona-Kabinett. Dabei war ein Beschlussvorschlag erarbeitet worden, mit dem Merkel am Nachmittag in die Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder über mögliche Lockerungen gehen will.

Seibert sagte, die Bundesregierung eine «das Bewusstsein, dass wir alle zusammen im Kampf gegen das Virus etwas erreicht haben - die Menschen in Deutschland, Bürger und Staat - dass wir aber jetzt jeden Übermut, jede Nachlässigkeit vermeiden müssen, um dieses Erreichte nicht zu gefährden». Damit solle vermieden werden, dass man in eine unkontrollierte exponentielle Verbreitung des Virus zurückfalle. (dpa)

+++ Österreich: Gute Aussichten für manche Sportler +++

(15.04.2020, 12:32 Uhr)

Ab dem 1. Mai dürfen sich Freizeitsportler in Österreich wieder über mehr Möglichkeiten freuen. Sportminister Werner Kogler (Grüne) definierte in Wien folgende Sportarten als erlaubt: Leichtathletik, Tennis, Golf, Reiten, Bogenschießen, Segelfliegen. Laufen und Radfahren waren bereits erlaubt.

Klar ist: Abstand und Hygiene gilt auch weiterhin - beim Tennis sollten etwa nur die eigenen Bälle angefasst werden. Beim Laufen oder Radfahren sollte diagonal Abstand genommen werden. Das Nutzen von Windschatten ist verboten: Beim Laufen gelten fünf Meter Abstand, beim Radfahren 20 Meter.

+++ Coronavirus und die Maßnahmen global +++

(15.04.2020, 12:25 Uhr)

In Österreich haben Lockerungen begonnen, in Indien wird der Mega-Lockdown umgesetzt und Naura bereit sich erst vor: Global sieht das Szenario trotz gleichem Virus stets etwas anders aus. Hier erfahren Sie mehr über die Auswirkungen der Pandemie in einzelnen Ländern.

+++ Gehaltsverzichte in Regierung von Neuseeland +++

(15.04.2020, 12:20 Uhr)

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern und ihr Kabinett haben verkündet, in den nächsten sechs Monaten auf 20 Prozent ihrer Bezüge zu verzichten. Dies werde das politische Handeln nicht beeinflussen, sei aber wohl ein Zeichen im Kampf gegen das Coronavirus, sagte Ardern: “Wir erkennen, dass viele Neuseeländer Gehaltseinbußen hinnehmen müssen oder sogar ihre Jobs verlieren werden.”

+++ Nach Erholung: DAX stolpert wieder +++

(15.04.2020, 12:09 Uhr)

Der erfreuliche Start in die verkürzte Osterwoche scheint vorbei: Der Dax hat am Vormittag etwa 1,85 Prozent verloren und rutschte auf 10.498,46 Punkte. Der MDax gab um 1,04 Prozent auf 22.140,56 Zähler nach. Dies dürfte unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass Anleger ihre jüngsten Gewinne zu Kasse gemacht haben. Ebenfalls ein Faktor: Die offenbar bevorstehende Verlängerunge der Maßnahmen durch Bund und Länder. Bisher war an vielen Stellen von einer Lockerung ausgegangen worden.

+++ Spanien: 5000 neue Fälle in 24 Stunden +++

(15.04.2020, 12:05 Uhr)

Spanien berichtet am heutigen Mittwoch insgesamt 177.633 Infizierte und 18.579 Tote. Das entspricht einem Zuwachs von 5.092 neuen Fällen und 523 Toten innerhalb von 24 Stunden. Erholt haben sich von Dienstag auf Mittwoch 3.349 Patienten. Am Dienstag hatten “nur” 3.045 neue Infektionen für einen leichten Hoffnungsschimmer gesorgt.

+++ Ministerium: Bisher Zuschüsse von acht Milliarden +++

(15.04.2020, 12:03 Uhr)

In der Corona-Krise sind bisher direkte Zuschüsse von insgesamt rund acht Milliarden Euro an kleine Firmen und Soloselbstständige bewilligt worden. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die bewilligten Anträge hätten die Marke von einer Million überschritten.

Der Bund gibt für die Hilfen insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro. Die Gelder werden über die Länder ausgezahlt.

Daneben ist am Mittwoch ein neues Programm der staatlichen Förderbank KfW gestartet, bei dem es um Schnellkredite geht. Das Programm richtet sich vor allem an den Mittelstand. (dpa)

+++ Auch China kritisiert USA für WHO-Beiträge-Stopp +++

(15.04.2020, 11:56 Uhr)

Die USA müssen für ihre Entscheidung, die Beiträge zur WHO zu stoppen, massive Kritik hinnehmen. Nachdem am heutigen Mittwoch bereits Russland die Entscheidung als “egoistisch” bezeichnete (10:52) legte China nun nach. “China ist ernsthaft besorgt über die Entscheidung der USA”, sagte Außenamtssprecher Zhao Lijian. Man fordere die USA “nachdrücklich” zu einem Widerruf der Entscheidung auf und werde selbst “wie immer” die Beiträge leisten.

+++ Geberkonferenz für Covid-19-Impfstoff am 4. Mai +++

(15.04.2020, 11:37 Uhr)

Brüssel (dpa) - Um weltweit Geld für die Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffs gegen Covid-19 zu sammeln, veranstaltet die EU-Kommission am 4. Mai eine Online-Geberkonferenz. Diese werde helfen, unmittelbare Finanzierungslücken zu schließen, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Eine solche Konferenz hatte sie zusammen mit EU-Ratschef Charles Michel Ende März bei einer Videokonferenz der G20-Staaten vorgeschlagen.

Das Coronavirus könne nur durch internationale Zusammenarbeit besiegt werden, sagte von der Leyen am Mittwoch. Dazu gehöre, die Arbeit an Diagnose, Behandlung und Impfstoffen zu beschleunigen. Sobald es einen Impfstoff gebe, müsse dieser auf der ganzen Welt bereitgestellt werden. Dies sei die beste Möglichkeit, das Virus zu besiegen, sagte die CDU-Politikerin. Sie hoffe, dass Organisationen und Länder auf der ganzen Welt auf diesen Aufruf reagierten.

Zudem will die EU einen Flickenteppich der Maßnahmen in der EU verhindern - insbesondere bei einer möglichen Exit-Strategie. Die 27 EU-Mitgliedsländer sollten zusammen Kriterien für die Lockerung der Beschränkungen für Bürger und Wirtschaft festlegen, erklärten von der Leyen.

«Die Schritte sollten zwischen den Mitgliedsstaaten koordiniert werden», heißt es in dem Papier. Ohne Abstimmung bestehe das Risiko negativer Auswirkungen auf andere EU-Staaten und politischer Konflikte. «Respekt und Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten bleiben essentiell», wird betont. (dpa)

+++ Schulen: Bildungsminister der Länder beraten am Abend +++

(15.04.2020, 11:30 Uhr)

Die Kultusminister der Bundesländer wollen noch am Mittwochabend (19.30 Uhr) in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Krise beraten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen der Kultusministerkonferenz (KMK). Mit Ergebnissen sei aber noch nicht zu rechnen, hieß es.

Wie die dpa erfuhr, liegt der Vorschlag auf dem Tisch, die Schulen in Deutschland erst wieder ab dem 4. Mai schrittweise zu öffnen. Die KMK könnte demnach damit beauftragt werden, bis zum 27. April ein Konzept für die Wiederöffnung der Schulen ab Mai vorzulegen. Dabei solle es unter anderem um den Schulverkehr, das Pausengeschehen und die Lerngruppengröße gehen.

Möglich bleiben soll den Eckpunkten zufolge aber auch eine unterschiedliche Herangehensweise der Länder beim Zeitplan. Es bestehe Einigkeit, einheitlich zu handeln und im Zeitplan gegebenenfalls flexibler zu sein, heißt es. (dpa)

+++ Sind Corona-Geheilte doch nicht immun? +++

(15.04.2020, 11:28 Uhr)

Bisher war die große Hoffnung, dass Menschen, die das Coronavirus überstanden haben, für eine gewisse Zeit resistent sind. Diese Hoffnung besteht weiterhin - wenngleich es doch Ausnahmen zu geben scheint. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Deutschland verlängert Grenzkontrollen +++

(15.04.2020, 11:14 Uhr)

Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen nach dem Willen des Bundesinnenministeriums für weitere 20 Tage gelten. Das verlautete am Mittwoch aus Sicherheitskreisen. Über Einzelheiten wollte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) noch mit den Ministerpräsidenten sprechen. (dpa)

+++ Bundeselternrat fordert einheitliches Vorgehen bei Schulöffnungen +++

(15.04.2020, 11:11 Uhr)

Der Bundeselternrat hat vor den Beratungen über mögliche Rücknahmen von Beschränkungen in der Corona-Krise die Bundesländer aufgefordert, eine einheitliche Linie zu finden. «Wir brauchen auf jeden Fall einen roten Faden, der bundesweit gilt», sagte der Vorsitzende des Bundeselternrats, Stephan Wassmuth, dem SWR mit Blick auf Regelungen in den Schulen. «Weil alles andere bringt nur Unruhe.»

Die Schulen in den Ländern seien sehr unterschiedlich auf die Krise vorbereitet. «Aktuell ist es ein großes Wirrwarr», sagte Wassmuth. Bislang habe es in den Ländern von Seiten der Kultusminister auch keine gemeinsamen Gespräche mit Eltern, Schülern oder Lehrern zur Problemlösung gegeben.

Kritik übte der Bundeselternrats-Vorsitzende zudem an schulpolitischen Vorschlägen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Grundschulkinder könnten wohl nur schwer Abstands- und Hygienevorgaben einhalten, erklärte Wassmuth. Zudem fehle ausreichend Personal für Aufsicht in den Pausen oder beim Schultransport. «Wir sind der Meinung, dass diese Vorschläge der Leopoldina-Kommission letztendlich völlig praxisfremd sind und nichts mit der Realität zu tun haben», sagte Wassmuth. (dpa)

+++ Serbien: Ausgangssperre über orthodoxe Ostern +++

(15.04.2020, 11:04 Uhr)

Serbien hat wegen der Corona-Pandemie für das bevorstehende lange Wochenende eine Ausgangssperre verhängt. Die Bürgern dürfen von Freitag 17.00 Uhr bis Dienstag 5.00 Uhr - insgesamt 84 Stunden lang - Häuser und Wohnungen nicht verlassen. Dies gab Präsident Aleksandar Vucic am Dienstagabend im staatlichen Fernsehen RTS bekannt. (dpa)

+++ Finnland hebt Reisebeschränkung für Helsinki auf +++

(15.04.2020, 10:57 Uhr)

Finnland hat die Reisebeschränkungen für die Region um die Hauptstadt Helsinki mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Ministerpräsidentin Sanna Marin erklärte, dass das dafür keine rechtliche Grundlage bestehe. Die Regierung rate aber weiter von Reisen und physischem Kontakt ab.

+++ Russland: US-Zahlungsstopp gegen WHO egoistisch +++

(15.04.2020, 10:52 Uhr)

Russland hat den von US-Präsident Donald Trump verfügten Stopp der Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation WHO als egoistisch kritisiert. «Das ist der Ausdruck eines äußerst egoistischen Herangehens der amerikanischen Regierung gegenüber dem, was in der Welt im Zusammenhang mit der Pandemie geschieht», sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Mittwoch der Staatsagentur Tass zufolge. Er rief dazu auf, «weitere Angriffe» auf die WHO zu unterlassen. (dpa)

Mehr zur Entscheidung von Trump lesen Sie hier.

+++ Wirtschaftsministerium erwartet Einbruch des Konsums +++

(15.04.2020, 10:39 Uhr)

Das Bundeswirtschaftsministerium erwartet infolge der Corona-Krise in den kommenden Monaten einen «bisher einmaligen» Absturz der Industriekonjunktur. Auch beim privaten Konsum sei von einem tiefen Einbruch auszugehen, geht aus einem am Mittwoch vorgelegten Bericht des Ministeriums zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im April hervor.

Die Corona-Pandemie habe die globale Wirtschaft in eine Rezession geführt. Auch die deutsche Wirtschaftsleistung werde zurückgehen. Die weitere Entwicklung sei mit großen Unwägbarkeiten verbunden.

Die deutsche Wirtschaft befinde sich seit März in der Rezession. Diese werde voraussichtlich bis Mitte des Jahres andauern, heißt es. Die Corona-Pandemie setze der globalen und der deutschen Wirtschaft zu. «Die wegbrechende globale Nachfrage, die Unterbrechung von Lieferketten, Verhaltensänderungen der Verbraucher und eine Verunsicherung von Investoren wirken sich massiv auf Deutschland aus.»

Die Industriekonjunktur dürfte im März und im zweiten Quartal einbrechen, heißt es weiter. Mit dem Shutdown der sozialen Kontakte seien außerdem viele Dienstleistungen eingeschränkt und der private Konsum stark reduziert worden. Die Arbeitslosigkeit werde zunehmen. (dpa)

+++ Kaeser: Keine Angst um Siemens +++

(15.04.2020, 10:30 Uhr)

Siemens-Chef Joe Kaeser geht davon aus, dass sein Unternehmen die Corona-Krise gut übersteht. Die Produkte des Konzerns würden weiter gebraucht und man habe «ausreichende Liquidität - auch für eine längere Zeit», sagte er in einem Interview mit Donaukurier und Passauer Neue Presse. «Um Siemens ist mir also nicht bang, auch wenn ein paar herausfordernde Quartale vor uns liegen.» Es gebe aber Lieferanten, für die es eng werde und Kunden, «die bereits schwer zu kämpfen haben».

Kündigungen in der Krise erteilte Kaeser eine Absage: «Wegen einer vorübergehenden Beschäftigungsschwankung wird bei Siemens niemand das Haus verlassen», sagte er. Auch Kurzarbeit gebe es bisher nur in geringem Umfang. Im Moment seien es etwa 1600 der mehr als 120 000 Mitarbeiter in Deutschland.

Siemens überlege schon jetzt, wie man den Aufschwung nach der Corona-Krise gestalten wolle, sagte Kaeser. Er kündigte an: «Ich möchte eine Fete für alle 387 000 Siemens-Mitarbeiter auf der ganzen Welt.» Das hätten sie sich verdient. «Und vielleicht trinken wir alle gemeinsam dann ein Corona-Bier.» (dpa)

+++ Mehrere Berichte: Bund will Kontaktsperre bis 3. Mai +++

(15.04.2020, 10:26 Uhr)

Nachdem die Bild (09:43 Uhr) bereits berichtete, dass der Bund eine Verlängerung der Kontaktsperre bis 3. Mai vorschlägt, ziehen nun dpa und Süddeutsche Zeitung nach. Der “sehr defensive”, so heißt es wohl in Verhandlungskreisen, Vorschlag des Bunds würde wohl von den Ländern mit wenigen Anpassungen übernommen.

+++ 725 000 Unternehmen haben Kurzarbeit angezeigt +++

(15.04.2020, 10:10 Uhr)

Die Zahl der Betriebe in Deutschland, die Kurzarbeit angemeldet haben, ist auf 725 000 gestiegen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Damit sei die Zahl zum Stichtag 13. April gegenüber der Vorwoche noch einmal um zwölf Prozent gewachsen. Eine Woche zuvor hatten 650 000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet.

Wie viele Personen betroffen sind, ist durch die Sonderauswertung der Bundesagentur nicht erfasst. Diese Zahl kann erst im Nachhinein nach der Abrechnung durch die Betriebe ermittelt werden. Bei der Bundesagentur arbeiten den Angaben zufolge inzwischen 8000 Mitarbeiter an der Abwicklung von Kurzarbeit, zehn Mal so viele wie in normalen Zeiten. (dpa)

+++ Bericht: Trumps Name kommt auf US-Notschecks +++

(15.04.2020, 10:03 Uhr)

Mehr als zwei Billionen Dollar hat die USA als Hilfspaket für seine Bürger angekündigt. Bevor die Notschecks verteilt werden, muss nun aber noch eine Änderung vorgenommen werden, wie die Washington Post berichtet. Die etwa 70 Millionen Menschen sollen ihre Schecks erst erhalten, wenn der Name von US-Präsident Donald Trump aufgedruckt wurde. Verspätungen solle es dadurch nicht geben, durchaus sei das Team der US-Steuerbehörde IRS vom Wunsch aber überrascht worden.

Mehr zum “beispiellosen Schritt” lesen Sie hier.

+++ Ständige Snacks im Homeoffice: Das hilft +++

(15.04.2020, 09:49 Uhr)

Hans aufs Herz: Im Homeoffice essen wir alle wohl deutlich mehr als im Büro. Aber ständig die Hand im Osterkorb zu haben, ist langfristig nicht gefunden. Hier finde Sie Tipps und Tricks, um das ständige Snacken zu stoppen.

+++ Bild-Bericht: Länder einigen sich auf Eckpunkte +++

(15.04.2020, 09:43 Uhr)

Einem Bericht der Bild zufolge haben die Länder bereits am Dienstag einige Eckpunkte für das weitere Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus vereinbart. Heute finden weitere Gespräche statt, nach aktuellem Stand aber könnten folgende Regelungen ausgegeben werden:

  • Kontaktsperre, Versammlungs- und Reiseverbot bis zum 3. Mai

  • Kitas, Schulen und Universitäten frühestens ab 4. Mai offen, evtl. Ausnahme für Abschlussprüfungen

  • Kleine Geschäfte mit unter 400 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen öffnen (keine Gastronomie)

  • Fitnessstudios bleiben geschlossen

  • Bundesliga darf mit Geisterspielen fortgesetzt werden

Zu diskutieren wären unter anderem noch die Mundschutzpflicht sowie eine Öffnung von Parks und ähnlichen Anlagen. Alleingänge, wie gestern dennoch in NRW geschehen, sollen in Zukunft vermieden werden.

Update: Nun berichten auch dpa und SZ vom Vorschlag des Bunds, die Kontaktsperre bis zum 3. Mai auszuweiten. Ein Statement der Kanzlerin wird ab 14 Uhr erwartet.

+++ Maas kritisiert Stopp der US-Zahlungen an WHO +++

(15.04.2020, 09:24 Uhr)

Bundesaußenminister Heiko Maas hat den von US-Präsident Donald Trump verfügten Stopp der Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert. «Eine der besten Investitionen im Kampf gegen die Pandemie ist es, die Vereinten Nationen, allen voran die unterfinanzierte Weltgesundheitsorganisation, zu stärken - zum Beispiel bei der Entwicklung und Verteilung von Tests und Impfstoffen», sagte der SPD-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Es müsse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eine enge internationale Zusammenarbeit geben. «Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen in der Coronakrise nicht», betonte Maas.

Mehr zur Entscheidung von Trump lesen Sie hier.

+++ Peruanischer Zweitligist entlässt alle Spieler und Trainer +++

(15.04.2020, 09:23 Uhr)

Deportivo Coopsol aus der zweiten peruanischen Fußball-Liga hat eine schwere Entscheidung treffen müssen. Wie der Klub mitteilte, wurden alle Spieler und Trainer mit sofortiger Wirkung entlassen. “Es gibt keinen anderen Ausweg”, hieß es in einem Statement, nachdem alle Sponsoren ihre Zahlungen fristlos einstellt hatten.

+++ Frankreichs Notenbankchef vorsichtig optimistisch +++

(15.05.2020, 09:20 Uhr)

Der französische Notenbankpräsident Francois Villeroy de Galhau erwartet einen “sehr harten wirtschaftlichen Schock”. Gegenüber dem Radiosender BFM Business gab er aber auch an, den Schock als zeitlich begrenzt zu erwarten. Er sehe keine Krise im Finanzsektor kommen, Frankreich und die Eurozone wären deutlich solider aufgestellt als noch vor zehn Jahren.

+++ Tierpark erarbeitet Plan für Notschlachtungen +++

(15.04.2020, 09:16 Uhr)

Der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein hat wegen der Corona-Zwangsschließung Notpläne für das Schlachten seiner Tiere erarbeitet. Dort stehe auch, wer im Fall des Falles zuletzt auf die Schlachtbank komme: Der 3,60 Meter große Eisbär «Vitus», sagte Zoodirektorin Verena Caspari. Zuvor hatte die Welt über Pläne des Zoos berichtet.

Hintergrund ist, dass der Tierpark zurzeit keine Einnahmen durch Besucher hat und ausschließlich durch Spenden am Leben erhalten wird. «Wir sind ein Verein», erklärte Caspari. «Wir bekommen keine städtischen Gelder, und alles, was wir bis dato an Landesgeldern beantragt haben, ist noch nicht eingetroffen.»

Noch reiche das Geld. «Doch wenn - und das ist wirklich der aller worst, worst case - wenn ich kein Geld mehr habe, Futter zu kaufen, oder wenn es passieren sollte, dass mein Futterlieferant aufgrund neuer Restriktionen nicht mehr liefern kann, dann würde ich Tiere schlachten, um andere Tiere zu füttern.» Das wäre dann aber der allerletzte Schritt. (dpa)

+++ Macron vor G7-Konferenz: Schuldenerlass für afrikanische Länder nötig +++

(15.04.2020, 08:55 Uhr)

In der Corona-Krise will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf längere Sicht einen Schuldenerlass für afrikanische Länder erreichen. Kurzfristig gehe es darum, den Schuldendienst auszusetzen, um diese Länder zu entlasten. Das sagte der Staatschef am Mittwoch dem französischen Auslandssender RFI.

"Jedes Jahr wird ein Drittel der Handelsexporte Afrikas für den Schuldendienst eingesetzt, das ist verrückt!", sagte Macron. Er hatte den Vorstoß bereits zu Wochenbeginn bei seiner TV-Ansprache an die Franzosen kurz erwähnt.

+++ Chinas Notenbank pumpt erneut Geld in den Markt +++

(15.04.2020, 07:05 Uhr)

Die chinesische Notenbank stemmt sich weiter gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie gestemmt. Für 100 Milliarden Yuan (rund 12,9 Milliarden Euro) wurden Kredite mit einer Laufzeit von einem Jahr den Banken des Landes zu einem Zins von 2,95 Prozent angeboten, wie Chinas Zentralbank am Mittwoch in Peking mitteilte. Bisher lag der Zins bei 3,15 Prozent. Zudem wird Banken des Landes die Kreditvergabe erleichtert.

+++ Dänemark öffnet Kindergärten und Schulen wieder +++

(15.04.2020, 06:40 Uhr)

Deutschlands nördliches Nachbarland Dänemark wagt sich mit der Öffnung seiner Schul- und Tageseinrichtungen für jüngere Kinder an eine erste vorsichtige Lockerung seiner Corona-Maßnahmen. Nach einem Monat mit geschlossenen Türen öffnen ab dem heutigen Mittwoch neben Kinderkrippen und Kindergärten auch die Schulen für die Schüler bis zur fünften Klasse wieder.

Damit sollen in erster Linie Eltern entlastet werden, die ihre jüngeren Kinder in der Corona-Krise bisher neben der Arbeit zu Hause betreuen mussten. Weitere Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus könnten folgen.

Dänemark hatte besonders früh mit strikten Maßnahmen auf die ersten bestätigten Infektionsfälle im Land reagiert. Die Regierung der Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte am 14. März unter anderem die Grenzen geschlossen, darunter bis auf Weiteres auch diejenige nach Deutschland.

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+++ Wird es Lockerungen geben? Merkel und Länder beraten +++

(15.04.2020, 06:10 Uhr)

Bundeskanzlerin Merkel spricht am Nachmittag in einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer. Am Vormittag will Merkel mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts die Bund-Länder-Schalte vorbereiten. Im Anschluss an die Beratungen mit den Ministerpräsidenten ist vorgesehen, dass die Kanzlerin die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert - voraussichtlich gemeinsam mit Söder als Vorsitzendem der Ministerpräsidentenkonferenz sowie mit dessen Stellvertreter, dem Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

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+++ Elternvertreter gegen Kita-Schließung bis zu den Sommerferien +++

(15.04.2020, 05:55 Uhr)

Die Bundeselternvertretung der Kindertagesstätten hat den Vorschlag von Wissenschaftlern, jüngere Kinder wegen der Corona-Pandemie bis zu den Sommerferien nicht in die Kitas zu schicken, scharf kritisiert. "Das geht an der Lebenswirklichkeit von Millionen Menschen vorbei", sagte Ulrike Grosse-Röthig, Bundessprecherin der Elternvertretung, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Niemand erwarte "von heute auf morgen" eine vollständige Öffnung der Kitas. Doch 3,7 Millionen Kinder, die zuhause bleiben, würden auch 3,7 Millionen Elternteile bedeuten, die ihrer Arbeit nicht nachgehen könnten.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte am Montag erklärt, dass die Betreuung von fünf- und sechsjährigen Kindern in Kleingruppen wieder aufgenommen werden sollte. Jüngere Kinder sollten aber bis zu den Sommerferien zuhause bleiben.

Ideal wäre aus Sicht der Elternvertreter eine Rückkehr in den normalen Betrieb "am besten mit viel zusätzlichem Personal, um kleinere Gruppen bilden zu können und so Abstand zu halten". Man werde sicherlich auch darüber nachdenken müssen, mehr Aktivitäten draußen zu unternehmen. Eine Regelung, bei der nach individuellem Bedarf der Familien entschieden wird, welche Kinder in die Kita zurückkehren können, sei gegenüber der kompletten Schließung "nur das kleinere Übel".

+++ Trump dreht WHO mitten in Corona-Krise den Geldhahn zu +++

(15.04.2020, 05:50 Uhr)

Mitten in der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump einen Stopp der Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst. Trump machte die Organisation für die Vielzahl an Toten mitverantwortlich.

Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und rund um die Welt verbreitet, sagte Trump im Rosengarten des Weißen Hauses. Seine Regierung werde in den kommenden 60 bis 90 Tagen prüfen, welche Rolle die WHO bei der «schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus» gespielt habe. So lange lägen die Zahlungen auf Eis.

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+++ Söder wegen Corona-Krise gegen zeitnahe Schulöffnungen wie in NRW +++

(15.04.2020, 05:45 Uhr)

Anders als Nordrhein-Westfalen lehnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine zeitnahe Öffnung der Schulen nach den Osterferien wegen der andauernden Corona-Pandemie ab. "Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen", sagte der CSU-Chef am Dienstagabend im "heute-journal" des ZDF. Skeptisch sehe er auch, dass Grundschulen als Erstes geöffnet werden sollen. "Da habe ich eine grundlegend andere Auffassung."

"Bei den Abschlussprüfungen, glaube ich, kann man großzügig sein, denn die Schülerinnen und Schüler brauchen ja einen Abschluss auch für den weiteren Berufsweg", sagte Söder in den ARD-"Tagesthemen". Hier ließen sich auch Schutzmaßnahmen deutlich besser organisieren. Generell sei die Politik hier gut beraten, auf die Warnungen der Pädagogen vor zu frühen Schulöffnungen zu hören. "Weniger Hektik, ein bisschen mehr Geduld und Besonnenheit könnte allen helfen."

Söder distanziert sich damit von der Ankündigung aus Nordrhein-Westfalen, schon nach dem Ende der Osterferien am 19. April die Schulen schrittweise öffnen zu wollen, und von einer Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Grundschulen mit als Erstes wieder zu öffnen.

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+++ Trump stellt baldige Lockerung von Corona-Beschränkungen in Aussicht +++

(15.04.2020, 05:40 Uhr)

US-Präsident Donald Trump hat eine abgestufte und baldige Lockerung der Corona-Beschränkungen in Aussicht gestellt. Einige Bundesstaaten könnten schon vor Monatsende ihre Beschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufheben, in anderen schwerer betroffenen Staaten werde es wohl länger dauern, sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Garten des Weißen Hauses. Die neuen Richtlinien dafür würden in Kürze veröffentlicht, erklärte Trump. Die Entscheidung liege dann bei den Gouverneuren der Bundesstaaten.

Die Sicherheit und Gesundheit der Menschen gehe bei der Aufhebung der wegen der Coronavirus-Epidemie erlassenen Beschränkungen vor, sagte Trump. In weiten Teilen des Landes gebe es bislang kaum Probleme mit dem Coronavirus, sagte der Präsident. Die Zahlen der bestätigten Neuinfektionen und Todesfälle "beginnen runterzugehen", sagte Trump.

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Die Meldungen des Vortages lesen Sie hier:

+++ 99-jähriger Weltkriegsveteran nach Covid-19-Erkrankung wieder gesund +++

(14.04.2020, 23:32 Uhr)

Ein 99-jähriger Weltkriegsveteran, der in Brasilien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt war, ist wieder gesund. Mit Trompetenfanfaren und jeder Menge Applaus wurde Ermando Piveta am Dienstag aus dem Armee-Krankenhaus in Brasília entlassen. "Er hat erneut einen Kampf gewonnen, diesmal gegen das neuartige Coronavirus", erklärte die Armee. (AFP)

Hier finden Sie die komplette Meldung

+++ Eurovision-Konzerthalle wird zu Not-Krankenhaus +++

(14.04.2020, 23:11 Uhr)

Die eigentlich für das diesjährige Eurovision-Finale vorgesehene Konzerthalle in Rotterdam wird wegen der Corona-Pandemie zum Not-Krankenhaus umgerüstet. Knapp hundert Krankenhaus-Betten würden in der Ahoy Arena aufgestellt, teilte am Dienstag der Gesundheitsdienst der niederländischen Stadt mit. Sie sollten ab Freitag für Patienten bereitstehen, die an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt seien.

Eigentlich sollte in der Ahoy Arena am 16. Mai das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung aber abgesagt. Statt jubelnder Fans gibt es in der Arena nun Container mit vorerst 88 Krankenhaus-Betten. Im Bedarfsfall können mehrere hundert Betten in der Konzerthalle aufgestellt werden. Zudem ist ein eigener Bereich zur ambulanten Behandlung von leichter erkrankten Corona-Infizierten geplant, die nicht unbedingt ins Krankenhaus müssen. (AFP)

Die Ahoy Arena in Rotterdam wird zum Not-Krankenhaus umfunktioniert. (Bild: Getty Images)
Die Ahoy Arena in Rotterdam wird zum Not-Krankenhaus umfunktioniert. (Bild: Getty Images)

+++ US-Corona-Studie: Phasen der sozialen Distanz könnten bis 2022 notwendig sein +++

(14.04.2020, 22:47 Uhr)

Im Kampf gegen das Coronavirus könnten in den USA einer Studie zufolge bis 2022 immer wieder Phasen von sozialer Distanz notwendig sein. Eine einzige solche Periode dürfte nicht ausreichen, um die Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 mittelfristig auf einem für die Krankenhäuser zu schulternden Niveau zu halten, sagte Studienautor Stephen Kissler am Dienstag. Sollte es keine anderen Behandlungsmethoden geben, müssten immer wieder Phasen der sozialen Distanz verhängt werden. (AFP)

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+++ Herkunft von Corona: US-Militär will Labor-Theorie nicht ausschließen +++

(14.04.2020, 22:46 Uhr)

US-Generalstabschef Mark Milley schließt nicht aus, dass das neuartige Coronavirus aus einem chinesischen Labor stammt. «Wir haben viele Geheimdienste gehabt, die sich das genau angesehen haben», sagte Milley am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Mark Esper. «Ich würde an dieser Stelle einfach sagen: Es ist nicht eindeutig.» Das Gewicht der Beweise gehe zwar in Richtung eines natürlichen Ursprungs. «Aber wir wissen es nicht genau.»

Milley war zuvor von einer Journalistin gefragt worden, ob Hinweise für die Annahme vorlägen, dass das neuartige Coronavirus aus einem chinesischen Labor stamme und versehentlich freigesetzt worden sei.

Wissenschaftler halten es nicht für plausibel, dass das Coronavirus menschengemacht ist. Vielmehr wird eine natürliche Übertragung für wahrscheinlich gehalten: Entweder könnte das Virus direkt von Fledermäusen übergesprungen sein oder einen tierischen Zwischenwirt genutzt haben. Tatsächlich fehlen bis heute aber abschließende Erkenntnisse, wie sich der Mensch ursprünglich genau mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hat. (dpa)

+++ Paris bestellt chinesischen Botschafter wegen Corona-Äußerungen ein +++

(14.04.2020, 22:28 Uhr)

Nach kritischen Äußerungen über den Umgang der europäischen Länder mit der Corona-Pandemie ist der chinesische Botschafter in Paris von der französischen Regierung einbestellt worden. Er habe seine "Missbilligung" über "einige kürzlich gemachte Äußerungen von Vertretern der chinesischen Botschaft in Frankreich deutlich gemacht", teilte Außenminister Jean-Yves Le Drian am Dienstagabend mit. Diese Äußerungen stünden "nicht im Einklang mit der Qualität der bilateralen Beziehungen" zwischen Frankreich und China. (AFP)

Hier finden Sie den kompletten Artikel

+++ Söder lehnt wegen Corona-Krise zeitnahe Schulöffnungen ab +++

(14.04.2020, 22:23 Uhr)

Anders als einige Bundesländer lehnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine zeitnahe Öffnung der Schulen nach den Osterferien wegen der Corona-Pandemie ab. «Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen», sagte der CSU-Chef am Dienstagabend im «heute-journal» des ZDF. Skeptisch sehe er auch, dass Grundschulen als erstes geöffnet werden sollen. «Da habe ich eine grundlegend andere Auffassung.» Söder distanziert sich damit von der Ankündigung aus Nordrhein-Westfalen, schon nach dem Ende der Osterferien am 19. April die Schulen schrittweise öffnen zu wollen, und von einer Empfehlung der Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Grundschulen mit als Erstes wieder zu öffnen.

«Man muss über Abschlussklassen reden, ja auch nicht zu schnell. Grundschulen sind meiner Meinung nach erst als Letztes dran, denn die Kleinen können sich nicht so an Hygiene-Konzepte halten», betonte Söder. Zur Wiederöffnung der Schulen nach der Corona-Zwangspause brauche es ohnehin ein längerfristiges Konzept. «Die Lehrerverbände sind ja sehr zurückhaltend mit vorschnellen Schulöffnungen, weil sie sagen, es muss auch eine Schule organisiert werden». Als Beispiele nannte er Lehr- und Zeitpläne, die neu definiert und Abstandsregeln, die organisiert werden müsste. (dpa)

+++ Kalifornien hält an Ausgangsbeschränkungen vorerst fest +++

(14.04.2020, 22:16 Uhr)

Der kalifornische Gouverneur will an den umfangreichen Ausgangsbeschränkungen für die knapp 40 Millionen Einwohner des US-Westküstenstaates vorerst festhalten. Erst wenn die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen sinke, könnten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Dienstag. Der Demokrat betonte, dass die seit März bestehenden Auflagen, Sozialkontakte zu minimieren und räumlichen Mindestabstand zu halten, in Kalifornien Erfolg zeigen würden.

Newsom hatte am 20. März für den ganzen Staat weitreichende Auflagen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Die Menschen sind angewiesen, weitgehend zu Hause zu bleiben. Sport und Bewegung im Freien mit Abstand voneinander sind noch erlaubt. Unverzichtbare Ämter und Geschäfte sind weiterhin geöffnet. Schulen werden vor den Sommerferien nicht mehr geöffnet; der Unterricht erfolgt online. (dpa)

Die meisten Strände in Kalifornien sind geschlossen. (Bild: Getty Images)
Die meisten Strände in Kalifornien sind geschlossen. (Bild: Getty Images)

+++ Erstmals innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Corona-Todesfälle in der Türkei +++

(14.04.2020, 22:14 Uhr)

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise sind in der Türkei innerhalb von 24 Stunden mehr als hundert Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es seien 107 Todesfälle und 4062 Neu-Infektionen registriert worden, teilte am Dienstagabend Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Er rief die Türken auf, die von der Regierung verhängten Ausgangs- und Kontaktsperren "ohne jede Ausnahme" einzuhalten. (AFP)

+++ Staats- und Regierungschefs der G7 wollen über Corona-Krise beraten +++

(14.04.2020, 22:03 Uhr)

Die Staats- und Regierungschef sieben führender Industrieländer wollen am Donnerstag in einer Videoschalte über den Kampf zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beraten. Es gehe darum, die nationalen Strategien zu koordinieren, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses am Dienstag. US-Präsident Donald Trump habe seine Amtskollegen der G7-Staaten zu dem Gespräch am Donnerstagmorgen (Ortszeit USA) eingeladen.

Die Beratungen sollen auf die vorige G7-Videoschalte zu dem Thema von Mitte März aufbauen. Die US-Regierung hat derzeit turnusgemäß den Vorsitz der Gruppe inne, zu der auch Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und Japan gehören. Ein ursprünglich für Juni in den USA geplantes G7-Gipfeltreffen hatte Washington im vergangenen Monat wegen der Pandemie abgesagt. Stattdessen setzen die USA nun auf regelmäßigere Videoschalten. (dpa)

+++ Champions League im August denkbar +++

(14.04.2020, 21:52 Uhr)

In dem Bestreben, die Champions-League-Saison bis Ende August zu beenden, erwägen die Europäische Fußball-Union UEFA und die Klub-Vereinigung ECA offenbar die Austragung eines Finalturniers der besten acht Mannschaften. (Sport1)

Hier finden Sie die komplette Meldung

+++ Linke verschiebt Bundesparteitag wegen Corona +++

(14.04.2020, 21:12 Uhr)

Die Linke verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für Juni geplanten Bundesparteitag. Das beschloss der Bundesvorstand am Dienstag, wie die Partei mitteilte. «Wir haben uns diese Verschiebung nicht leicht gemacht», erklärte Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler. «Allerdings ist unter den gegenwärtigen Bedingungen weder eine vernünftige Vorbereitung des Parteitags möglich, noch könnten wir die Sicherheit der Teilnehmenden gewährleisten.»

Weiterhin gelte, dass die Verlangsamung der Pandemie «und damit der Schutz von uns allen» absoluten Vorrang habe. «Nach dem derzeitigen Stand wird der Parteitag nun im Herbst stattfinden.»

Bei dem Parteitag soll auch der Parteivorstand neu gewählt werden. Er sollte eigentlich vom 12. bis 14. Juni in Erfurt stattfinden. (dpa)

+++ Höchste Corona-Totenzahl in Frankreich innerhalb eines Tages +++

(14.04.2020, 21:10 Uhr)

Mit mehr als 760 neuen Todesfällen hat Frankreich die bislang höchste Zahl an Covid-19-Todesfällen innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Behörden meldeten am Dienstag 762 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl der Toten auf insgesamt 15.729 stieg. 5470 Menschen starben demnach allein in Altenheimen. Landesweit seien mehr als 100.000 Infektionsfälle bestätigt worden, sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon.

Die Zahl der Intensivpatienten sei am sechsten Tag in Folge um 91 auf 6730 gesunken, sagte Salomon weiter. Trotzdem bleibe die Zahl der schwer erkrankten Menschen sehr hoch. Frankreich ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Staatspräsident Emmanuel Macron hat die seit Mitte März geltende landesweite Ausgangssperre bis zum 11. Mai verlängert. (AFP)

+++ Zahlreiche Covid-19-Infektionen auf Krebsstationen des UKE +++

(14.04.2020, 21:01 Uhr)

Am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) haben sich im hochsensiblen Bereich der Krebsstationen mehrere Patienten und Mitarbeiter mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. «Im Bereich der Onkologie sind in der vergangenen Woche rund 20 Patientinnen und Patienten sowie rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Berufsgruppen Covid-19-positiv getestet worden», erklärte UKE-Sprecherin Saskia Lemm am Dienstagabend auf Anfrage. Die zuständigen Behörden seien informiert worden. «Einige dieser Patienten werden entsprechend noch im UKE betreut, andere sind in die Häuslichkeit entlassen worden.»

Nach Bekanntwerden der ersten Infektion seien alle Patienten der onkologischen Stationen auf Covid-19 getestet worden. Infizierte seien umgehend auf spezielle Covid-19-Stationen außerhalb des Zentrums für Onkologie verlegt und dort isoliert untergebracht worden. Mitarbeiter der betroffenen Stationen seien einem ausgedehnten Screening unterzogen worden. Die genauen Wege der Infektion würden derzeit aufgearbeitet, könnten aber nicht auf eine einzelne Person zurückgeführt werden, betonte Lemm. Laut einem Bericht des «Spiegel», der zuerst über den Fall berichtet hat, gehen die Infektionen auf eine infizierte Reinigungskraft zurück. (dpa)

+++ Mehr als 100 000 bestätigte Infektionen in Frankreich +++

(14.04.2020, 20:46 Uhr)

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Frankreich ist auf mehr als 100 000 gestiegen. Es seien rund 103 500 Fälle registriert, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Dienstagabend in Paris. Mindestens 15 700 Menschen seien in Folge einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 seit Beginn der Pandemie gestorben.

Einer ersten Analyse zufolge betrug das Durchschnittsalter der Toten 81 Jahre, wie Salomon sagte. Dazu seien rund 6000 Sterbeurkunden untersucht worden. In 68 Prozent der untersuchten Fälle hätten die Betroffenen Vorerkrankungen am Herzen oder am neurodegenerativen System, schweren Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs gehabt, sagte Salomon.

6730 Patientinnen und Patienten mussten den Angaben zufolge auf Intensivstationen behandelt werden. Das seien 91 weniger als am Vortag, erklärte Salomon. Die Zahl sei trotzdem weiterhin sehr hoch, betonte der Gesundheitsdirektor. (dpa)

+++ Apple gibt Zugang zu Mobilitätstrends in Corona-Krise +++

(14.04.2020, 20:45 Uhr)

Apple veröffentlicht Mobilitätstrends aus seinem Kartendienst, um Anhaltspunkte zum Erfolg von Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung zu liefern. Grundlage ist die Anzahl der Anfragen nach Wegbeschreibungen in den Apple-Karten, wie der iPhone-Konzern am Dienstag mitteilte. Angegeben wird die Veränderung seit dem 13. Januar dieses Jahres. Auf dieser Basis errechnete Apple zum Beispiel, dass der Autoverkehr in Berlin um 54 Prozent gesunken ist und in München um 64 Prozent.

Die Daten erfassen laut Apple größere Städte sowie 63 Länder und Regionen. Trends für den öffentlichen Nahverkehr gibt es entsprechend nur in den Städten, in denen die Routen in Apples Kartendienst eingebunden sind.

In den vergangenen Wochen haben bereits Mobilfunk-Anbieter Daten zu Bewegungsmustern Handy-Nutzern an das Robert Koch-Institut übergeben, und auch Google veröffentlichte Mobilitätstrends. Der Internet-Konzern greift für die Auswertung auf anonymisierte Daten von Nutzern zurück, die ihre Aufenthaltsorte in ihren Google-Profilen aufzeichnen lassen. (dpa)

+++ Mehr als 128 400 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 3200 Tote +++

(14.04.2020, 20:31 Uhr)

In Deutschland sind bis Dienstagabend mehr als 128 400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 126 600 Infektionen). Mindestens 3217 (Vortag Stand 20.30 Uhr: 2994) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 68 200 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 33 900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 891 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 27 200 Fällen und mindestens 661 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 25 200 bestätigten Fällen und mindestens 756 Toten. (dpa)

+++ Trump trifft genesene Corona-Patienten im Weißen Haus +++

(14.04.2020, 20:13 Uhr)

US-Präsident Donald Trump hat im Weißen Haus mehrere genesene Corona-Patienten empfangen und sie zu ihrem jeweiligen Krankheitsverlauf befragt. «Sie haben viel durchgemacht», sagte Trump zu Beginn des Treffens am Dienstag und bezeichnete das Coronavirus als «gemeine Seuche».

«Ich hatte Angst um mein Leben», berichtete Karen Whisett, eine demokratische Abgeordnete in Michigan. Sie erzählte dem Präsidenten auch, dass Familienangehörige trotz einer Infektion mit dem Coronavirus von mehreren Krankenhäusern abgewiesen worden seien.

Ein anderer Betroffener, Darshin Patel, berichtete, er habe im Laufe seiner Erkrankung gelernt, bestimmte Reizwörter wie «Fieber» zu benutzen, um von den Ärzten ernstgenommen zu werden und um schließlich einen Test zu bekommen. «Zu akzeptieren, dass ich es hatte, war, denke ich, das schwierigste», sagte er. (dpa)

+++ Besonders niedriger Anstieg der Infiziertenzahlen in Italien +++

(14.04.2020, 19:51)

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt in Italien deutlich langsamer als zuvor. Doch die Zahl der Toten ist am Dienstag mit 602 Opfern innerhalb von 24 Stunden erneut wieder in die Höhe geschnellt. Damit starben in dem Land seit Februar 21 067 mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Das gab der Zivilschutz in Rom bekannt. Die Gesamtzahl der Fälle kletterte nur noch um knapp 1,9 Prozent auf 162 488. Das war der niedrigste prozentuale Anstieg seit der ersten Märzwoche.(dpa)

+++ Bulgare mit Covid-19 flieht aus Klinik - Dorf unter Quarantäne +++

(14.04.2020, 19:36)

In Bulgarien ist ein ganzes Dorf unter Quarantäne gestellt worden, weil ein an Covid-19 erkrankter Einwohner aus der Klinik geflohen und in das Dorf zurückgekehrt ist. Der 58-Jährige, der zudem an einer schweren Form von Diabetes leidet, sei am Dienstag mit ein Taxi vom Krankenhaus der südbulgarischen Stadt Stara Sagora in sein Geburtsdorf Panitscherewo gefahren, berichtete der Fernsehsender bTV am Dienstag. Gesundheitsminister Kiril Ananiew stellte das Dorf umgehend für 14 Tage unter Quarantäne.

Polizisten machten den Mann in seinem Haus in dem Dorf ausfindig. Er wurde mit einem Krankenwagen zurück in die Klinik gebracht. Wie das Staatsradio berichtete, wurde auch der Taxifahrer, der den Mann gut 30 Kilometer gefahren hat, ausfindig gemacht. Vier weitere Dorfbewohner seien zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden. Neun Menschen standen bereits unter Quarantäne.(dpa)

+++ UN-Chef warnt vor “Epidemie der Falschnachrichten” +++

(14.04.2020, 19:32)

UN-Generalsekretär António Guterres hat Anbieter sozialer Medien zum stärkeren Kampf gegen Falschnachrichten in der Corona-Krise aufgefordert. Die Plattformen müssten mehr tun, um «Hass und schädliche Behauptungen über COVID-19» an der Wurzel zu packen, sagte Guterres in einer am Dienstag veröffentlichten Video-Botschaft.

Wilde Verschwörungstheorien infizierten das Internet, die «Epidemie der Falschnachrichten» verbreite sich viral und stigmatisiere Menschen und Gruppen. Die Welt müsse auch gegen diese Krankheit gemeinsam vorgehen. «Die Impfung ist Vertrauen. Zuerst in die Wissenschaft.»(dpa)

+++ “Transatlantische Freundschaft” zwischen Präsidentengattinnen in der Coronakrise +++

(14.04.2020, 19:28)

Elke Büdenbender, die Frau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, hat mit der First Lady der USA, Melania Trump, über die Lage in der Corona-Pandemie gesprochen. Melania Trump habe am Dienstag bei Büdenbender angerufen, um sich nach der Situation in Deutschland zu erkundigen, teilte das Bundespräsidialamt der Deutschen Presse-Agentur mit. «Elke Büdenbender bedankte sich bei Melania Trump für diese besondere Geste transatlantischer Freundschaft und übermittelte ihre besten Wünsche: "Ich hoffe sehr, dass sich die Situation in Ihrem Land bald bessert und zum Guten wendet."»

Die beiden Präsidentengattinnen hätten sich über die aktuelle Lage und weitere geplante Maßnahmen ausgetauscht und «ihre besondere Solidarität und ihr Mitgefühl mit den Menschen in den USA und Deutschland» erklärt.

Das Weiße Haus teilte mit, die Frau von US-Präsident Donald Trump habe bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten Deutschland und dem übrigen Europa im Kampf gegen die Pandemie zur Seite stünden.(dpa)

+++ Filmfestival Cannes sucht wegen Corona nach einer neuen Form +++

(14.04.2020, 19:21)

Das Filmfestival von Cannes nimmt dem Veranstalter zufolge wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr eine neue Form an. Angesichts der Gesundheitskrise könnten die Filmfestspiele nicht wie ursprünglich geplant stattfinden, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung. Es würden nun Optionen geprüft, das Festival auf «die eine oder andere Art» durchzuführen. Dazu gebe es Beratungen mit Filmschaffenden in Frankreich und im Ausland. Man hoffe, schnell Details zum Festival 2020 bekanntgeben zu können.

Eigentlich sollte das 73. Festival von Cannes vom 12. bis 23. Mai an der französischen Riviera laufen; der US-Regisseur Spike Lee ist laut einer früheren Mitteilung Präsident der Jury. Zunächst war eine Verschiebung auf Ende Juni oder Anfang Juli angedacht gewesen. In einer TV-Ansprache am Montagabend erklärte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron jedoch, dass Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden könnten.(dpa)

+++ 53 Infizierte in Pflegeheim +++

(14.04.2020, 19:18)

Nach positiven Corona-Tests bei 53 von 70 Bewohnern eines Pflegeheims in der Gemeinde Rümpel bei Bad Oldesloe sind die umliegenden Krankenhäuser vorsorglich alarmiert worden. Bisher seien keine schweren Erkrankungen festgestellt worden und es sei auch kein Infizierter im Krankenhaus, sagte Amtsarzt Jörg Günther am Dienstag in Bad Oldesloe auf einer Pressekonferenz des Kreises Stormarn (Schleswig-Holstein).

Noch steht nicht fest, ob ein Bewohner von der schweren Verlaufsform verschont bleibt. Auch 19 von 58 Beschäftigten des Wohnparks Rohlfshagen sind laut Günther infiziert. Das Heim mit Garten liegt abgelegen, Polizisten kontrollierten am Dienstag die Zufahrt. Das Durchschnittsalter der Bewohner ist 81 Jahre, wie Heimleiter Daniel Schöneberg mitteilte.(dpa)

+++ Studie kritisiert: Verordnungen zu Kontaktbeschränkungen teilweise zu unkonkret +++

(14.04.2020, 19:02)

Die Verordnungen der Bundesländer zu Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind nach einer Studie in einigen Punkten nicht konkret genug gefasst. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags in einer Ausarbeitung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Kritisiert wird beispielsweise, dass die Sars-CoV-2-Verordnung von Mecklenburg-Vorpommern «touristische Reisen aus privatem Anlass» in das Bundesland untersagt und Ausnahmen nur für Beerdigungen und andere Anlässe zulässt, «bei denen die Anwesenheit der reisenden Personen zwingend erforderlich ist». Ob das auch für Besuche unter Familienmitgliedern gelte und was mit Paaren sei, die aus beruflichen Gründen getrennt in zwei Bundesländern wohnen, bleibe unklar.

Nicht sinnvoll sei auch die vom Berliner Senat inzwischen aufgehobene Ausweispflicht in der Hauptstadt gewesen. Die Frage, ob sich jemand in der Nähe seiner Wohnung aufhalte oder nicht, habe mit der Maßgabe der Beschränkung sozialer Kontakte nichts zu tun.

Die Autoren werfen außerdem die Frage auf, ob Menschen, die nach einer Infektion inzwischen immun sind, weiterhin den gleichen Kontaktbeschränkungen unterliegen sollen wie Menschen, die nicht infiziert wurden. Ein entsprechender Ausweis bedeutete Mehraufwand für die Überwachung durch die Polizei. Der «sichtbare Genuss von Freiheiten für Immunisierte» könnte die «Moral der Nicht-Immunisierten schwächen». Außerdem könnte die «Privilegierung» von «Geheilten» dazu führen, dass sich Menschen absichtlich infizieren.

Bei aller Kritik zeigen die Wissenschaftlichen Dienste auch Verständnis. Sie wiesen darauf hin, dass die Länder ihre Verordnungen unter großem Zeitdruck erlassen mussten.(dpa)

+++ Tschechien stellt Exit-Plan vor +++

(14.04.2020, 18:59)

Tschechien will die wegen der Coronaseuche im Einzelhandel und im Gastgewerbe eingeführten Beschränkungen bis zum 8. Juni schrittweise abbauen und zur Normalität zurückkehren. Das gab Industrie- und Handelsminister Karel Havlicek nach der Kabinettssitzung am Dienstag bekannt. Bereits ab Montag dürfen Handwerksbetriebe, Wochenmärkte und Autohändler wieder öffnen; später folgen in zweiwöchigen Abständen kleinere und dann größere Einzelhandelsgeschäfte. Restaurants, Hotels und große Einkaufszentren bekommen als letzte grünes Licht.

Gute Nachrichten gab es auch für Kulturschaffende: Ab der zweiten Juniwoche sollen Theatervorstellungen und andere Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern möglich sein. Voraussetzung sei bei alledem, dass sich die epidemiologische Lage weiter positiv entwickele, warnte Gesundheitsminister Adam Vojtech. Er mahnte zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Es hänge von jedem Einzelnen ab, ob man die Maßnahmen wie geplant lockern könne.

Die Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit bleibt vorerst unbefristet bestehen. Das Kabinett beschloss zudem, dass bis zu 360 Soldaten zu Hilfseinsätzen in Pflegeheime geschickt werden sollen. In Tschechien gab es bis Dienstagabend 6101 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. 161 Menschen starben.(dpa)

+++ Cuomo teilt erneut gegen Trump aus +++

(14.04.2020, 18:54)

Im Streit über die Entscheidungshoheit bei der Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA hat New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sich erneut gegen Präsident Donald Trump gestellt. Trumps Aussage, dass er bei der Wiederöffnung der USA in der Coronavirus-Epidemie die «allumfassende Macht» habe, sei schlicht falsch, sagte Cuomo am Dienstag bei einer Pressekonferenz. «Wir haben keinen König in diesem Land. Wir wollten keinen König, deswegen haben wir eine Verfassung und wählen einen Präsidenten.»

NEW YORK, NY, UNITED STATES - 2020/03/30: Following the arrival in New York City of the U.S. Naval hospital ship Comfort, NY State Governor Andrew Cuomo is seen during a press conference at the field hospital site at the Javits Center. (Photo by Albin Lohr-Jones/Pacific Press/LightRocket via Getty Images)
New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo (Bild: Getty Images)

Er wolle aber nicht mit Trump streiten, sagte Cuomo weiter. «Der Präsident hat es offensichtlich auf einen Streit bei diesem Thema abgesehen und das Schlimmste, was wir in dieser Situation machen können, ist mit politischer Spaltung anzufangen.» Er wolle weiter partnerschaftlich mit dem Präsidenten zusammenarbeiten, sagte Cuomo. «Er wird hier keinen Streit finden, das werde ich nicht zulassen.»

Trump hatte zuvor auf Twitter beschrieben, wie Cuomo ihn ständig kontaktiere und um Hilfe in der Krise bitte - etwa bei zusätzlichen Beatmungsgeräten. «Ich habe das alles für ihn erledigt bekommen und für alle anderen und jetzt scheint er Unabhängigkeit zu wollen», schrieb Trump. «Das wird nicht passieren!» Indirekt verglich Trump das Vorgehen der demokratischen Gouverneure mit einer «Meuterei».

Cuomo und Gouverneure anderer Bundesstaaten hatten zuvor erklärt, sich bei der Aufhebung der von ihnen verhängten Beschränkungen untereinander abstimmen zu wollen. Der Republikaner Trump will die Coronavirus-Beschränkungen wegen der sich abzeichnenden schweren Wirtschaftskrise möglichst bald wieder lockern.(dpa)

+++ Adidas bekommt Milliardenkredit von staatlicher Förderbank KfW +++

(14.04.2020, 18:27)

Der Sportartikelhersteller Adidas erhält wegen der Folgen der Corona-Pandemie einen Milliardenkredit von der staatlichen Förderbank KfW. Die KfW habe eine Darlehenszusage in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegeben, dazu kämen Zusagen eines Bankenkonsortiums in Höhe von 600 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.(dpa)

+++ Boeing verliert immer mehr Bestellungen +++

(14.04.2020, 18:03)

Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing verliert in der Corona-Krise immer mehr 737-Max-Bestellungen. Im ersten Quartal wurden unterm Strich 314 Aufträge für den nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Problemflieger storniert, wie der Airbus-Rivale am Dienstag in Chicago mitteilte.

Insgesamt büßte Boeing bis Ende März 307 Flugzeugbestellungen ein, da immerhin einige neue Aufräge für andere Modelle reinkamen. Boeing ist wegen des 737-Max-Debakels bereits stark angeschlagen, die Coronavirus-Pandemie erschwert die Lage nun noch zusätzlich. An der Börse geriet die Aktie am Dienstag zunächst weiter unter Druck.(dpa)

+++ Litauen will Corona-Vorschriften für Geschäfte lockern +++

(14.04.2020, 17:29 Uhr)

Litauen will für Geschäfte die geltenden strengen Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus vorsichtig lockern. Nach Angaben von Ministerpräsident Saulius Skvernelis wird die Regierung des baltischen EU-Landes in ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch über Ausnahmeregelungen für den Handel entscheiden. “Der Vorschlag sieht vor, dass Non-Food-Geschäfte und Anbieter von Haushalts- und Reparaturdienstleistungen wiedereröffnet werden können”, schrieb Skvernelis am Dienstag auf Facebook.

Die Lockerung soll nur für Läden gelten, die über einen separaten Außeneingang verfügen und es damit möglich machen, die Kundenströme zu regulieren. Auch müssten die Ladenbesitzer die Sicherheitsanforderungen erfüllen, schrieb Skvernelis.

Gesundheitsminister Aurelijus Veryga deutete indes eine Verlängerung der landesweiten Quarantäne an. “Wir sprechen über die Lockerung bestimmter Bedingungen. Aber die Quarantäne könnte als Maßnahme für einen längeren Zeitraum bestehen bleiben”, sagte er am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Vilnius. “Ich denke, es ist realistisch zu erwarten, dass die Quarantäne verlängert wird.” (dpa)

+++ Dänische Regierung will weitere Corona-Maßnahmen lockern +++

(14.04.2020, 17:09 Uhr)

Nach Fortschritten im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will die dänische Regierung weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens aufheben. Die erste Phase der Öffnung werde dank der positiven Entwicklungen im Land etwas ausgeweitet, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Konkrete neue Maßnahmen gab sie nicht bekannt. “Wir haben uns entschieden, heute nicht konkret zu werden”, sagte sie. Grund sei, dass man am Abend zunächst mit den weiteren Parlamentsparteien sprechen wolle. Es wird spekuliert, dass etwa Friseure oder andere kleine Betriebe wieder öffnen könnten.

Entscheidend seien weiter drei Dinge, sagte Frederiksen: Menschenleben zu retten, einen Zusammenbruch des Gesundheitswesens zu vermeiden sowie die dänische Wirtschaft bestmöglich durch die Krise zu bringen. Bevor es einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 gebe, müssten die Dänen damit leben, dass ein gefährliches Virus im Umlauf sei. “Aber wir müssen zurück zu einem Punkt kommen, an dem wir uns wieder umarmen und Familienfeste abhalten können.”

Ab Mittwoch werden in Dänemark bereits Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen für Schüler bis zur fünften Klasse geöffnet, wie Frederiksen bereits vor einer Woche bekanntgegeben hatte. Am späten Montagabend hatte ihre Regierung zudem angekündigt, dass nach und nach auch wieder die medizinische Betreuung von Patienten ohne Covid-19-Erkrankung verstärkt in Gang gebracht werden soll. (dpa)

+++ Schulen und Kitas in NRW sollen Betrieb schrittweise wieder aufnehmen +++

(14.04.2020, 16:48 Uhr)

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen die Schulen nach den Osterferien schrittweise wieder öffnen. Eine Woche später sollen voraussichtlich auch die ersten Kita-Kinder wieder in die Kindertagesstätten zurückkehren dürfen. Das sagten NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) und NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Damit stellt Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland einen konkreten Zeitplan in Aussicht, wie die strengen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert werden könnten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Mittwoch in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen beraten. Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hatte noch am Dienstag vor einem Überbietungswettbewerb gewarnt.

Es sei ihr “festes Ziel”, die Schulen nach der aktuellen Ferienwoche wieder zu öffnen, um vor allem die Durchführung von Prüfungen und die Vergabe von Abschlüssen zu ermöglichen, sagte NRW-Schulministerin Gebauer. Bei den Kitas sollen zunächst die Kinder, die kurz vor der Einschulung stehen, wieder betreut werden. In der kommenden Woche werde die Notfallbetreuung noch fortgesetzt, sagte Stamp. “Danach schlage ich vor, den letzten Jahrgang vor der Einschulung wieder zuzulassen.” Mit einer “überschaubaren Anzahl” von Kindern könnten dann Hygienemaßnahmen spielerisch eingeübt werden, bevor auch die Jüngeren “in mehreren Schritten” wieder integriert werden könnten. (dpa)

+++ Amazon muss in Frankreich bei Schutzmaßnahmen nachbessern +++

(14.04.2020, 16:46 Uhr)

Der Online-Händler Amazon muss in Frankreich einem Gerichtsbeschluss zufolge bis auf weiteres Teile seiner Versand- und Lageraktivitäten einstellen. Amazon habe angesichts der Coronavirus-Pandemie seine Verpflichtung in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit der Angestellten in den Lagerhäusern nicht angemessen beachtet, erklärte das Gericht im Pariser Vorort Nanterre am Dienstag. Der Online-Riese müsse nun in allen Lagern eine Risikobewertung durchführen und erforderliche Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Bis dahin dürfen in den Lagern nur noch Bestellungen von Lebensmitteln, Hygiene- und Medizinprodukten angenommen und versandt werden, wie das Gericht mitteilte. Für jeden Tag, an dem Amazon den geforderten Sicherheits- und Gesundheitsstandards nicht nachkomme, drohe eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro, hieß es in dem Gerichtsurteil. Die gerichtliche Verfügung gegen Amazon war von der Gewerkschaftsgruppe Union Syndicale Solidaires beantragt worden. Die Gewerkschaft warf Amazon vor, in den Lagern nicht die Möglichkeit zu schaffen, damit die Angestellten die geforderten Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus Sars-CoV-2 einhalten können. (dpa)

+++ 1000 Migranten aus griechischen Camps ziehen in Hotels +++

(14.04.2020, 16:36 Uhr)

Angesichts der Gefahr durch das Coronavirus werden die Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln leicht entlastet. Aus den Lagern auf Lesbos und den anderen Inseln würden etwa 1000 besonders gefährdete Migranten in leerstehende Hotels umziehen, schrieb EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Dienstag auf Twitter. Dies sei möglich durch Bemühungen des UN-Flüchtlingshilfswerks, der Internationalen Organisation für Migration, der griechischen Regierung und der EU-Kommission.

Zudem betonte Johansson die “Großzügigkeit der griechischen Einheimischen”. “EU-Werte in der Praxis, selbst in diesen schwierigen Zeiten.” Ein Kommissionssprecher ergänzte, ein Teil der Menschen sei bereits am Dienstag umgezogen, der Rest folge am Mittwoch. Die Hotels befinden sich demnach auf den Inseln selbst sowie auf dem Festland. Dem griechischem Migrationsministerium zufolge wurden innerhalb der ersten drei Monate des Jahres bereits rund 10.000 Migranten von den Inseln aufs griechische Festland gebracht. Das EU-Türkei-Abkommen sieht Rückführungen in die Türkei nur von den Inseln vor.

Etliche Hilfsorganisationen und Politiker hatten wegen der miserablen Hygiene-Bedingungen zuletzt gefordert, dass die Camps angesichts der Corona-Krise komplett geräumt werden sollten. Aktuell leben nach Angaben des Migrationsministerium knapp 40.000 Migranten auf Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios. Dabei liegt die Kapazität eigentlich bei rund 7000 Plätzen. (d

+++ UN unterstützen Kampf gegen Corona-Virus in Afrika +++

(14.04.2020, 16:31 Uhr)

Um afrikanische Länder im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen, haben die UN ein Logistik-Zentrum für den Transport von medizinischer Ausrüstung in Äthiopien eingerichtet. Von Addis Abeba aus würden demnächst Flugzeuge des Welternährungsprogramms (WFP) mit Ausstattung wie Masken, Handschuhen und Beatmungsgeräten von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 32 Länder Afrikas anfliegen, teilte das WFP am Dienstag mit. Der erste Flieger werde voraussichtlich noch am Dienstag nach Dschibuti am Horn von Afrika fliegen. Man hoffe, künftig auch medizinisches Personal zu befördern und medizinische Notevakuierungen durchzuführen. Unterstützt wird die Initiative von der Regierung Äthiopiens und der Afrikanischen Union (AU).

Fast alle afrikanische Staaten haben nun Fälle von Covid-19 bestätigt. Viele Länder haben schwache Gesundheitssysteme und nicht ausreichend Mittel, um etwa genug medizinische Ausrüstung zu beschaffen. Die Sorge ist groß, wie diese Staaten die Ausbreitung des Coronavirus bewältigen werden. (dpa)

+++ Woidke hält Lockerungen in Schritten für gut +++

(14.04.2020, 16:14 Uhr)

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält eine Lockerung der drastischen Beschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus in mehreren Schritten für machbar. “Maßvolle Erleichterungen könnten möglich werden, weil Brandenburg bisher relativ gut durch die Krise gekommen ist”, erklärte Woidke am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Aber: “Definitiv wird kein Schnellstart von null auf 100 möglich sein. Sonst würden wir all das, was wir gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern erreicht haben, zunichtemachen.”

Bund und Länder beraten an diesem Mittwoch über mögliche Lockerungen. Woidke hält vor allem für Kinder Erleichterungen für sinnvoll: “Im Interesse der Kinder und ihres Wohlergehens wäre es gut, dass möglichst viele von ihnen bald wieder in Krippe, Kita und Schule gehen können”, sagte der gegenwärtige Bundesratspräsident den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Entscheidend ist, wie wir mit der Eindämmung des Virus vorangekommen sind.” (dpa)

+++ Deutschland laut Denkfabrik in Krise sicherstes Land in Europa +++

(14.04.2020, 16:11 Uhr)

In der Corona-Krise ist Deutschland nach der Analyse einer britischen Denkfabrik das sicherste Land in Europa. Weltweit liegt die Bundesrepublik nach einem Vergleich der Deep Knowledge Group (DKG) auf Platz zwei. Nur Israel kommt noch besser weg. Die Denkfabrik mit Sitz in London untersucht fortlaufend Daten von verschiedenen Staaten. Über die Ergebnisse berichtete am Dienstag zunächst das Nachrichtenmagazin “Spiegel”. Ansonsten ist kein einziges Land aus Europa unter den Top 10.

DKG-Gründer Dimitry Kaminsky sagte dem “Spiegel”: “Deutschland war angesichts seiner anfangs hohen Infektionszahlen äußerst effizient und hat eine weitere Ausbreitung der Krankheit erfolgreich gestoppt, ohne das Niveau anderer Staaten zu erreichen. Dadurch wird Deutschland nach der Pandemie erhebliche wirtschaftliche Vorteile haben.” Unternehmen suchten in diesen Zeiten nach einem Hort der Sicherheit.

Hinter Deutschland liegen DKG zufolge im Europa-Vergleich die Schweiz (Platz 11) und Österreich (Platz 12). Im weltweiten Vergleich von 40 Ländern schneiden osteuropäische Länder schlecht ab. Afrika und Südamerika blieben unberücksichtigt. In der Statistik werden unter anderem Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und flächendeckende Tests sowie die Ausstattung von Kliniken verglichen. (dpa)

+++ WHO Europa: Alkohol schützt nicht gegen Corona +++

(14.04.2020, 16:10 Uhr)

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO räumt mit der mancherorts verbreiteten Annahme auf, alkoholische Getränke könnten gegen das neuartige Coronavirus schützen. “Angst und Fehlinformationen haben einen gefährlichen Mythos erzeugt, dass der Konsum von hochprozentigem Alkohol das Covid-19-Virus abtöten kann. Das tut er nicht”, teilte das Regionalbüro am Dienstag in Kopenhagen mit.

Vielmehr solle der Zugang zu alkoholischen Getränken während der Zeit von strikten Corona-Maßnahmen wie Ausgehsperren und Selbstisolation beschränkt werden, mahnte die Organisation an. Es sei schließlich bekannt, dass Alkohol schlecht für die Gesundheit im Allgemeinen sei und das Risiko von Verletzungen und Gewalt erhöhe. Der Alkoholkonsum werde zudem mit einer Reihe von Erkrankungen in Verbindung gebracht, die eine Person anfälliger für Covid-19 machen könnten. “Deshalb sollten Menschen ihren Alkoholkonsum zu jeder Zeit und besonders während der Covid-19-Pandemie minimieren.”

Alkohol ist nach WHO-Angaben jährlich weltweit für drei Millionen Todesfälle verantwortlich, rund eine Million davon in der europäischen Region. (dpa)

+++ G7-Industriestaaten wollen armen Ländern Schulden stunden +++

(14.04.2020, 16:08 Uhr)

Die führenden Industriestaaten wollen die ärmsten Länder der Welt mit Schuldenerleichterungen unterstützen, damit diese die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie besser abfedern können. Die Staaten der G7-Gruppe seien unter bestimmten Bedingungen bereit, den Schuldendienst für die ärmeren Länder zeitlich begrenzt auszusetzen, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des US-Finanzministeriums nach einem Telefonat der G7-Minister und Zentralbankchefs. Voraussetzung sei die Beteiligung aller G20-Staaten, hieß es. Damit müsste unter anderem auch China zustimmen, das Kredite an viele Entwicklungsländer vergeben hat.

Auch der Topf des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Notkredite solle aufgestockt werden, forderten die G7-Finanzminister demnach. Der IWF hatte bereits am Montag Schuldenerleichterungen für 25 der ärmsten Länder angekündigt.

In Frankreich erklärte Finanzminister Bruno Le Maire, es gebe im Rahmen der G20 bereits einen Konsens dafür, den ärmsten Ländern im laufenden Jahr einen Zahlungsaufschub einzuräumen. «Wir haben das im Rahmen des Pariser Clubs erreicht und im Rahmen der G20, da China unser Vorgehen unterstützt hat», sagte Le Maire am Dienstag. Das betreffe 76 Länder, hauptsächlich in Afrika. Bei der Einigung gehe es um rund 20 Milliarden US-Dollar. Der Pariser Club hat 22 Mitglieder, unter ihnen auch Deutschland. Sie haben vergleichbare Kreditregeln und verhandeln immer wieder über größere Schuldennachlässe. (dpa)

+++ Russland nimmt China und WHO gegen Vorwürfe in Schutz +++

(14.04.2020, 16:01 Uhr)

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat China gegen Schuldzuweisungen wegen der Coronavirus-Pandemie in Schutz genommen. Es sei “absolut unzulässig” und daneben, davon zu sprechen, dass China dafür bezahlen solle, dass die Infektion ausgebrochen sei und das Land nicht rechtzeitig darüber informiert habe. Das sagte Lawrow am Dienstag in einer Online-Konferenz mit Journalisten. “Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich so etwas höre.” US-Präsident Donald Trump hatte Sars-CoV-2 zeitweise als chinesisches Virus bezeichnet und auch die Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert.

Minister Lawrow verteidigte die Arbeit der WHO als “effektiv”. Wer sich im Rückblick anschaue, wie die Organisation vorgegangen sei im Kampf gegen die Pandemie, könne sich davon leicht überzeugen, sagte er. Der russische Chefdiplomat warnte davor, die Corona-Krise für politische Zwecke zu missbrauchen. “Das ist ein Unheil, das alle betrifft, und kämpfen dagegen können wir nur gemeinsam”, sagte er. (dpa)

+++ Airlines verlieren 2020 wohl über die Hälfte der Passagiererlöse +++

(14.04.2020, 15:59 Uhr)

Die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie dürften die Fluggesellschaften in aller Welt nach Einschätzung ihres Verbands noch schwerer treffen als zuletzt gedacht. So dürften die Passagiererlöse in diesem Jahr voraussichtlich um etwa 55 Prozent geringer ausfallen als noch 2019, teilte der Weltluftfahrtverband IATA am Dienstag in Genf mit. Dies entspreche einem Rückgang um 314 Milliarden US-Dollar (rund 287 Mrd Euro). Ende März war die IATA noch von einem Einbruch um 44 Prozent ausgegangen. Dabei hatte sie angenommen, dass die starken Reisebeschränkungen drei Monate anhalten.

Inzwischen geht der Verband davon aus, dass einige der Beschränkungen noch länger in Kraft bleiben. Zudem rechnet er damit, dass die Krise auch Afrika und Lateinamerika hart trifft. Ende März sei man noch davon ausgegangen, dass die Auswirkungen dort weniger heftig ausfallen, hieß es. (dpa)

+++ Auch Nacktbadende müssen in Tschechien Mundschutz tragen +++

(14.04.2020, 15:53 Uhr)

Ein FKK-Strand an einem Baggersee in Tschechien hat es in Corona-Zeiten zu weltweiter Berühmtheit gebracht. Selbst der US-Nachrichtensender CNN berichtete inzwischen über einen Aufruf der örtlichen Polizei an die Nacktbadenden, doch bitte einen Mundschutz zu tragen. Unter dem Motto “Nackter Körper - Ja, unverhüllter Mund - Nein” hatten die Ordnungshüter ihre Ermahnung ins Internet gestellt.

Die tschechische Polizei ermahnte auch Nacktbadende, Mundschutz zu tragen (Bild: policie.cz)
Die tschechische Polizei ermahnte auch Nacktbadende, Mundschutz zu tragen (Bild: policie.cz)

Der Appell scheint gefruchtet zu haben, wie Polizeisprecherin Marketa Janovska am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Über das Osterwochenende habe eine Streife an der Kiesgrube bei der Stadt Lazne Bohdanec keine weiteren Verstöße gegen die geltenden Notstandsregeln festgestellt.

Hintergrund ist, dass in Tschechien das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung seit dem 19. März in der Öffentlichkeit Pflicht ist, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Eine Ausnahme gilt seit Neuestem für Individualsportler wie Jogger im Freien. Doch die Polizeisprecherin stellte klar: “Nackt am Wasser zu liegen, das halten wir nicht für Sporttreiben.” Der Kurort Lazne Bohdanec liegt knapp 90 Kilometer östlich von Prag inmitten einer Teichlandschaft. (dpa)

+++ Dänemark liefert Beatmungsgeräte und Feldlazarett nach Italien +++

(14.04.2020, 15:45 Uhr)

Dänemark unterstütz das schwer vom Coronavirus getroffene Italien mit medizinischer Ausrüstung. “Ich bin Dänemark sehr dankbar, dass es Beatmungsgeräte und ein mobiles Feldlazarett nach Italien schicken will”, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag in einer Videobotschaft auf Twitter. Italien und Spanien habe das Coronavirus früher und härter als andere EU-Staaten getroffen. Deshalb sei die Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten für diese Länder besonders wichtig. “Hier kann europäische Solidarität Leben retten”, sagte von der Leyen.

Sie verwies zudem darauf, dass bereits in der vergangenen Woche je norwegisches und ein rumänisches Team aus Ärzten und Krankenpflegern im Rahmen des EU-Katastrophenschutzprogramms nach Italien gereist sei. Zudem lege die EU einen Vorrat an medizinischem Equipment an. Die ersten 150 Beatmungsgeräte, die aus dem EU-Haushalt bezahlt würden, seien in Produktion und würden sofort dort eingesetzt werden, wo sie am nötigsten gebraucht würden. Außerdem solle Schutzausrüstung wie Masken gemeinsam eingekauft werden. (dpa)

+++ Sachsen will mit Vier-Stufen-Plan Beschränkungen lockern +++

(14.04.2020, 15:06 Uhr)

Sachsen will mit einem Vier-Stufen-Plan die Auflagen im Kampf gegen das Coronavirus lockern. Details sollen aber erst am Mittwochabend nach der Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und einer anschließenden Sitzung des sächsischen Kabinettes mitgeteilt werden. Sachsen strebe bei der Telefonkonferenz ein einheitliches Vorgehen der Länder an, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden. Viele Empfehlungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina seien auch im sächsischen Plan enthalten. Nicht alles werde auf einmal möglich sein, sagte Köpping. Das weitere Vorgehen erfolge “Schritt für Schritt”. (dpa)

+++ Zahl der Todesfälle in den USA vorerst rückläufig +++

(14.04.2020, 14:55 Uhr)

Die Zahl neu erfasster Corona-Todesfälle in den USA ist zuletzt gesunken. Am vergangenen Freitag war in den Vereinigten Staaten der international bislang höchste bekannte Wert registriert worden: Innerhalb von 24 Stunden waren laut Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität mehr als 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Seitdem gingen die Zahlen in den USA über mehrere Tage nach unten. Nach dem Höchstwert von 2108 Todesfällen am Freitag wurden in den vergangenen Tagen USA-weit innerhalb von 24 Stunden jeweils 1877, 1557 und zuletzt 1509 neue Todesfälle erfasst. Ob damit bereits eine längerfristige Trendwende eingeleitet ist, ist jedoch unklar.

Die Vereinigten Staaten sind gemessen an absoluten Zahlen aus den offiziellen Statistiken derzeit das weltweit am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Mehr als eine halbe Million Infektionen und mehr als 23.000 Tote sind offiziell erfasst. Wie für viele Länder gehen Experten auch für die USA von einer sehr hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle aus. (dpa)

+++ Freiwillige produzieren in Spanien transparente Masken für Gehörlose +++

(14.04.2020, 14:49 Uhr)

Eine Gruppe freiwilliger Helfer hat im südspanischen Jerez de la Frontera mit der Produktion von Schutzmasken für Gehörlose begonnen. Diese haben einen Rahmen aus Stoff, der Mittelteil ist aber aus transparentem Kunststoff, der den Mund sichtbar macht. Grund: Gehörlose oder Menschen, die nur eingeschränkt hören können, müssen zur besseren Verständigung neben der Gebärdensprache auch die Lippen ihres Gegenüber lesen können. Das können sie aber derzeit meist nicht, weil immer mehr Menschen sich im Kampf gegen das Coronavirus mit Mundschutz oder Masken schützen.

“Wir haben zunächst die Regenhauben von Kinderwagen für die Herstellung benutzt”, sagte Francisco Zuastí, einer der Freiwilligen, am Dienstag im spanischen Fernsehen. An den Seiten sind die Masken leicht geöffnet, damit Luft hereinkommt und sie nicht beschlagen. Ansonsten sei das Material aber sehr widerstandsfähig und biete viel mehr Schutz als herkömmliche Stoffmasken, erklärte Zuastí.

Die Gruppe hofft, dass ähnliche Initiativen nun von Andalusien aus auch in anderen Landesteilen angestoßen werden, damit sich nicht nur Gehörlose untereinander besser verständigen können, sondern auch Gespräche etwa mit Ärzten und Apothekern vereinfacht werden. “Schließlich gibt es in Spanien etwa eine Million Menschen, die nicht gut oder gar nichts hören können”, so Zuastí. (dpa)

+++ Mehr als 200 Menschen in Altenheim in Ungarn infiziert +++

(14.04.2020, 14:38 Uhr)

In einem Altenheim in Budapest haben sich inzwischen mehr als 200 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Zehn Senioren starben bislang, wie Ungarns oberste Amtsärztin Cecilia Müller am Dienstag in Budapest bekanntgab. Der Ausbruch in dem Heim im Stadtteil Rakoskeresztur war in der Vorwoche bekanntgeworden. Müller hatte am Donnerstag von mehr als 100 Erkrankten und fünf Toten gesprochen.

Auch in anderen ungarischen Alten- und Pflegeheimen steckten sich Personal und Bewohner bereits in größerem Umfang mit dem Virus Sars-CoV-2 an, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die Einrichtung in Rakoskeresztur, in der mehr als 500 zumeist pflegebedürftige Senioren leben, gilt derzeit als schlimmster Infektionsherd unter Heimen dieser Art. In Ungarn waren bis zum Dienstag 1512 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Bislang wurden 122 Tote gemeldet. (dpa)

+++ ADAC: Ostermontag war der stauärmste Tag seit vielen Jahren +++

(14.04.2020, 14:24 Uhr)

Die Corona-Krise hat an den sonst so stauträchtigen Ostertagen ungewohnt freie Fahrt ermöglicht. Der Ostermontag war der stauärmste Tag seit mindestens 15 Jahren, wie eine ADAC-Sprecherin am Dienstag sagte. Weiter reichen die vergleichbaren Daten des Verkehrsclubs nicht zurück.

32 Staus in ganz Deutschland am Ostermontag waren nicht einmal halb so viele wie am stauärmsten Tag des Jahres 2019. Damals wurden an Heiligabend 81 gezählt. Auch Ostersonntag mit 38 Staus sowie Karfreitag und Karsamstag mit 68 und 62 lagen deutlich unter dem Tiefststand des Vorjahres. Selbst der Gründonnerstag - 2019 mit 3400 Staus noch einer der drei am stärksten belasteten Tage des Jahres - lag mit 628 Staus weit unter den rund 2000 eines normalen Durchschnittstags. (dpa)

+++ Bremens Regierungschef: Keine schnelle Rückkehr zum Normalzustand +++

(14.04.2020, 14:23 Uhr)

Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte hat vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise vor erhöhten Erwartungen gewarnt. “Eine kurzfristige Rückkehr zum normalen Zustand kann es nicht geben”, sagte der SPD-Politiker am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Bremen. Je nach Bereich könne dies Wochen und Monate dauern. Wegen der immensen gesellschaftlichen Bedeutung stünden zunächst die Bereiche Schulen und Kitas sowie Einzelhandel im Zentrum der Diskussion.

Bei den Beratungen am Mittwoch gehe es darum, bundesweit eine möglichst einheitliche Linie zu finden. Bovenschulte verwies auf den deutlichen Rückgang des Infektionsgeschehens. Dies sei auf die erlassenen Maßnahmen, vor allem aber auf das überwiegend sehr disziplinierte Verhalten der Bürger zurückzuführen. “Ohne die Einsicht in die Notwendigkeit, das eigene Verhalten zu ändern, hätte keine Maßnahme des Staates ziehen können”, sagte Bovenschulte.

Trotz der massiven Einschnitte für Unternehmen und Arbeitnehmer finde aber kein Abwägen zwischen Wirtschaft und Gesundheit statt: “Gesundheit und Schutz des Lebens haben für uns Priorität”, sagte er. Allerdings müssten sich die Maßnahmen am Grundsatz der Verhältnismäßigkeit messen lassen. (dpa)

+++ Iran verbucht ersten Teilerfolg im Kampf gegen Corona +++

(14.04.2020, 14:22 Uhr)

Der Iran hat nach Angaben seines Gesundheitsministers einen ersten Teilerfolg im Kampf gegen das Coronavirus verbucht. “Zum ersten Mal in den letzten vier Wochen war die Opferzahl heute zweistellig”, sagte Minister Saeid Namaki am Dienstag. Seit dem 11. März kamen demnach erstmals weniger als 100 Corona-Patienten ums Leben. Laut Namaki gab es binnen 24 Stunden 98 Tote. Dies sei das Ergebnis eingehaltener Kontaktbeschränkungen und der erfolgreichen Arbeit in den medizinischen Bereichen, so der Minister laut Nachrichtenagentur Isna.

Die Kontaktbeschränkungen sollten weiter konsequent respektiert und umgesetzt werden. “Haltet euch bitte an die Anweisungen und macht die Arbeit unserer Ärzte und Krankenschwestern nicht noch schwieriger als sie bereits ist”, sagte Namaki. Laut Angaben des Gesundheitsministerium vom Dienstag sind inzwischen 4683 Corona-Tote und fast 75.000 Infizierte erfasst. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer nicht registrierter Fälle aus. Mehr als 48.000 der Infizierten gelten dem Ministerium zufolge wieder als geheilt. (dpa)

+++ Göring-Eckardt: Ältere nicht vom öffentlichen Leben ausschließen +++

(14.04.2020, 14:02 Uhr)

Die Grünen sind dagegen, ältere und durch das Coronavirus besonders gefährdete Menschen länger als andere zum Zuhausebleiben zu zwingen. “Die Gesellschaft kann unmöglich, die Politik kann unmöglich sagen, diese Menschen schließen wir vom öffentlichen Leben aus und sperren sie zu Hause ein”, sagte Göring-Eckardt am Dienstag in Berlin. “Sondern wir müssen dafür sorgen, dass gerade in Pflegeheimen genügend Schutzkleidung vorhanden ist.” Menschen über 60 sollten aber das Recht haben, zu ihrem eigenen Schutz von zu Hause aus zu arbeiten oder nicht zu arbeiten.

Vor den Beratungen von Bundesregierung und Bundesländern am Mittwoch sagte Göring-Eckardt, es brauche einen “klaren Fahrplan” dafür, wie und wann die Bedingungen für Lockerungen der strengen Verhaltensregeln erfüllt werden sollen. Bundesregierung, Landesregierungen und Kommunen seien dafür verantwortlich, für genügend Schutzkleidung, Tests und Personal etwa in den Gesundheitsämtern zu sorgen. (dpa)

+++ Von der Leyen legt Exit-Strategie aus Corona-Sperren vor +++

(14.04.2020, 14:01 Uhr)

Mit einer Woche Verzögerung will EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen an diesem Mittwoch ihre europäische Strategie zur schrittweisen Lockerung der Corona-Auflagen vorstellen. Dies kündigte ihr Sprecher Eric Mamer am Dienstag an. Der Plan soll gemeinsame Kriterien für die schrittweise Aufhebung der Beschränkungen vorschlagen, darunter die Klinikkapazitäten. Die Entscheidung und der Zeitplan liegen aber in der Hand der einzelnen EU-Staaten.

Ursprünglich wollte von der Leyen die Strategie schon am Mittwoch voriger Woche vorlegen. Der Termin wurde auf Bitten einzelner Mitgliedsstaaten verschoben, die vor Ostern kein Signal der möglichen Lockerung der Beschränkungen setzen wollten.

Ein Entwurf der Strategie wurde aber schon bekannt. Das Wichtigste: Die Kommission empfahl darin kleine, streng kontrollierte Schritte der Öffnung, die sich über Monate hinziehen sollen. Zwei Bedingungen sollten vorher erfüllt sein: eine spürbare Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus und eine ausreichende Zahl von Krankenhaus- und Intensivbetten. (dpa)

+++ Statements von Bouffier und Spahn +++

(14.04.2020,14:01 Uhr)

Bei den Entscheidungen über mögliche Lockerungen der Corona-Regelungen kommt es nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf genaues Abwägen an. “Am Ende geht es darum, die richtige Balance zu finden zwischen Gesundheitsschutz, öffentlichem Leben und der Wirtschaft”, sagte Spahn am Dienstag in Wiesbaden. Es werde “vorsichtige erste Schritte” in eine neue Normalität geben. “Es geht darum, mit dem Virus zu leben und leben zu lernen.” (dpa)

+++ Trotz Corona: Proteste in Polen gegen strengeres Abtreibungsrecht +++

(14.04.2020, 13:46 Uhr)

In Polen haben landesweit viele Menschen gegen einen Gesetzentwurf protestiert, der eine Verschärfung des Abtreibungsrechts vorsieht. Wegen der Schutzmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus, die größere Versammlungen verbieten, wählten die Frauen am Dienstag alternative Formen für ihren Protest. In Warschau rückten sie mit Autos an und blockierten laut hupend einen Verkehrskreisel im Zentrum der Stadt. An anderen Orten hielten die Frauen Plakate hoch, während sie sich mit dem gebotenen Abstand vor Lebensmittelläden anstellten.

Am Mittwoch will das Parlament über einen Gesetzentwurf debattieren, der das strenge polnische Abtreibungsgesetz verschärfen soll. Derzeit ist ein Abbruch in Polen legal, wenn die Schwangerschaft das Leben oder die Gesundheit der Mutter gefährdet, wenn sie Ergebnis einer Vergewaltigung ist und wenn das Ungeborene schwere Missbildungen hat.

Laut Gesetzentwurf soll künftig die Indikation für einen Abbruch wegen Missbildungen des Kindes gestrichen werden. Dies ist der häufigste Grund für eine Abtreibung, wie die Statistik des Gesundheitsministeriums zeigen. “Dieser Gesetzentwurf bedeutet in der Praxis ein totales Abtreibungsverbot”, kritisiert das Bündnis für Frauenrechte und Familienplanung Federa. (dpa)

+++ Türkische Religionsbehörde: Gesunde sollen trotz Corona-Krise fasten +++

(14.04.2020, 13:43 Uhr)

Trotz der Verbreitung des Coronavirus sollen Gläubige nach Ansicht der türkischen Religionsbehörde den islamischen Fastenmonat Ramadan regulär begehen. “Jeder gesunde Gläubige ist verpflichtet, während des Monats Ramadan zu fasten, wie von Gott befohlen. Es ist nicht möglich, diese Andacht auszusetzen”, teilte die zuständige Behörde Diyanet am Dienstag mit. Risikogruppen wie Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sollten aber auf das Fasten verzichten. Die Religionsbehörde erklärte, sie habe wegen der Corona-Krise dazu zahlreiche Anfragen erhalten.

Die Religionsbehörde erklärte weiter, nach Ansicht von Experten begünstige das Fasten Gesunder nicht die Ausbreitung des Virus. Zudem gebe es keine medizinischen Beweise dafür, dass das Immunsystem negativ beeinflusst werde. “Im Gegenteil, es gibt wissenschaftliche Veröffentlichungen, wonach Fasten positive Auswirkungen auf das Immunsystem hat”, hieß es.

Der Ramadan beginnt am 24. April und endet einen Monat später. Gläubige Muslime verzichten dann von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Der islamische Dachverband Ditib in Deutschland hatte die Gläubigen vergangene Woche zur Zurückhaltung während des Ramadans aufgerufen und Risikogruppen geraten, auf das Fasten zu verzichten. (dpa)

+++ Französische Politiker beklagen Anfeindungen im Saarland +++

(14.04.2020, 13:41 Uhr)

Französische Politiker beklagen Anfeindungen gegen Französinnen und Franzosen wegen des Coronavirus im Saarland. “Ich kenne viele Menschen in meinem Wahlkreis, die sehr verärgert über die Deutschen sind, die mehr als abfällige Bemerkungen über die Franzosen gemacht haben”, sagte Christophe Arend, Abgeordneter aus Forbach in Paris, der Zeitung “Le Parisien” am Montag. Französische Grenzgänger seien in ihren deutschen Unternehmen “wie Aussätzige” behandelt worden. Bei Deutschen, die in Frankreich leben, aber in Deutschland arbeiten, sei es ähnlich gewesen. Einige Grenzpendler, würden in Deutschland aus Geschäften oder Tankstellen geworfen.

Der Bürgermeister der grenznahen Gemeinde Gersheim, Michael Clivot, hatte bereits Ende März in einer Videobotschaft Anfeindungen verurteilt. Es habe sich “eine gewisse Feindseligkeit gegenüber unseren französischen Freunden breit gemacht”, sagte Clivot darin. Das Saarland sei aber mehrheitlich solidarisch, freundschaftlich und kollegial, und stelle sich gegen solche Auswüchse, betonte der Bürgermeister dann am Wochenende auf Facebook. Die Versorgung französischer Patienten sei “ein wahrer Akt von Solidarität”. “Und diese Solidarität lassen wir uns von Einzelnen nicht kaputt machen”, schrieb Clivot.

Deutschlands Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte Anfeindungen am Wochenende verurteilt. “Es tut weh zu sehen, wie unsere französischen FreundInnen wegen Covid-19 bei uns teils beleidigt und angegangen werden”, schrieb er auf Twitter. Das ginge gar nicht. “Wir sitzen im selben Boot!”, fügte er hinzu. “Diese Entschuldigung ist willkommen, sie zeigt, dass Deutschland die Beschwerden der französischen Bürger sehr ernst nimmt”, reagierte Arend auf Maas' Tweet. (dpa)

+++ BASF spendet mehr als 100 Millionen Atemschutzmasken +++

(14.04.2020, 13:35 Uhr)

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland spendet der Chemiekonzern BASF 100 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken an den Staat. Zusätzlich gebe das Unternehmen dem Land Rheinland-Pfalz eine Million Masken, teilte BASF am Dienstag in Ludwigshafen mit. Die Masken werden demnach in China eingekauft und für den Versand nach Deutschland vorbereitet. “Eine Notsituation wie diese können wir nur alle gemeinsam bewältigen”, sagte BASF-Chef Martin Brudermüller. “Wir nutzen daher unsere Einkaufsnetzwerke und unsere Logistik in China, um zu helfen.”

Das Unternehmen kommt für die Kosten des Einkaufs und des Transports auf. Die Verteilung erfolgt über das Bundesgesundheitsministerium und in Mainz durch das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung. Die erste Lieferung werde Anfang nächster Woche am Flughafen Frankfurt erwartet, hieß es. Dort werden die Masken Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) übergeben.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hatte BASF nach eigenen Angaben bereits rund 150.000 Liter Desinfektionsmittel in der Metropolregion Rhein-Neckar und von anderen BASF-Standorten an Kliniken und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens kostenlos verteilt. (dpa)

+++ Patientenschützer fordern: Wenigstens Zahl der Corona-Toten erheben +++

(14.04.2020, 13:30 Uhr)

Um die Folgen der Coronavirus-Pandemie richtig einschätzen zu können, fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz einheitliche Standards bei der Erfassung zumindest von Todesfällen. «Drei Monate nach den ersten Infizierten in Deutschland haben wir noch immer keine gemeinsame Linie», sagte Vorstand Eugen Brysch am Dienstag in Dortmund der Deutschen Presse-Agentur. Exakte Zahlen seien aber wichtig, um den Krankheitsverlauf einschätzen zu können.

Hintergrund ist, dass die Statistiken etwa der Behörden, aber auch der Johns Hopkins Universität aus den USA teils zeitverzögert erstellt werden und auf unterschiedlichen Quellen basieren. Zudem werden weder überall alle Toten auf eine Covid-19-Erkrankung untersucht noch werden etwa alle Infizierten ohne Symptome erfasst. (dpa)

+++ Jena verschärft Mundschutz-Pflicht +++

(14.04.2020, 13:10 Uhr)

Jena hat die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes auf den jeweiligen Arbeitsplatz ausgeweitet. Das betrifft Arbeitsräume, in denen mehr als eine Person arbeitet und in denen ein Abstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. In öffentlichen Räumen ohne die Möglichkeit zu ausreichendem Abstand galt die Pflicht schon zuvor. Bisher, so teilte ein Sprecher mit, hätte kein Verstoß gegen die Maßnahme geahndet werden müssen.

+++ Trotz Corona-Krise: Pakete nur an Werktagen +++

(14.04.2020, 13:05 Uhr)

Das Berliner Verwaltungsgericht hat Eilanträge von mehreren privaten Paketzustelldiensten abgewiesen, die Pakete auch an Sonn- und Feiertagen ausliefern wollten. In der Corona-Krise sei das Paketaufkommen ebenso gestiegen wie die Anzahl an Erkrankten, argumentierten die Zusteller. Das Gericht aber verwies auf das Arbeitsgesetz.

+++ Forderungen von Buchhandel und Gaststättenverband +++

(14.04.2020, 13 Uhr)

Bund und Länder sehen sich immer mehr Forderungen aus der Wirtschaft ausgesetzt. Der Gaststättenverband Dehoga fordert in Person von Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges, dass neue Regelungen “verständlich und bundesweit” kommen. Außerdem sollte etwaige Lockerungen so im zeitlichen Rahmen bleiben, dass sich die Unternehmen adäquat vorbereiten könnte, mahnte Hartges gegenüber der dpa an.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels derweil hat Buchhandlungen als systemrelevant bezeichnet und hofft darauf, bei möglichen Lockerungen bevorzugt zu werden. Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis erklärte gegenüber der dpa, dass der Buchhandel einen wichtigen Beitrag zur “geistigen Grundversorgung” leiste.”

+++ Mann spuckt auf Lebensmittel in Supermarkt - Polizei ermittelt +++

(14.04.2020, 12:55 Uhr)

Die Freiburger Polizei hat den Mann identifiziert, der in einem Supermarkt Lebensmittel abgeleckt und bespuckt haben soll. Mehrere Hinweise seinen eingegangen, bevor die Bild-Zeitung am Dienstag berichtete.

Der Mann legte die Packungen sowie das unverpackte Obst und Gemüse anschließend wieder zurück - nicht nur in Zeiten des Coronavirus eine gefährliche Aktion. Das Motiv des Täters sei unklar, die Ermittlungen sollen unter anderem eine psychische Erkrankung abklären.

+++ Einzelhandel drängt auf schnelle Wiederöffnung +++

(14.04.2020, 12:45 Uhr)

Der deutsche Einzelhandel dringt auf eine möglichst rasche Öffnung aller Geschäfte. «Der Einzelhandel muss flächendeckend wieder öffnen dürfen, sobald dies gesundheitspolitisch vertretbar ist», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Wenn die Läden in den Innenstädten noch lange flächendeckend geschlossen bleiben müssten, drohe «eine gewaltige Pleitewelle und somit ein bleibender Schaden für unsere vitalen Stadtzentren», warnte Genth einen Tag vor der für Mittwoch erwarteten Entscheidung von Bund und Ländern über eine Lockerung der strengen Regeln in der Corona-Krise.

Genth verlangte, mögliche Lockerungen der Ladenschließungen müssten unabhängig von Betriebsgrößen, Verkaufsflächen oder Einzelhandelsbranchen gelten. «Es darf kein Handelsunternehmen benachteiligt werden. Alles andere führt nur zu Rechtsunsicherheiten, Verunsicherung und Wettbewerbsverzerrungen.» Bereits in der vergangenen Woche hatte der HDE außerdem dafür plädiert, für den Rest des Jahres die Ladenöffnung an Sonntagen ohne Auflagen und Beschränkungen freizugegeben, damit der Handel einen Teil der durch die staatlich verordneten Ladenschließungen verlorenen Umsätze wettmachen könne.

Die Einzelhandelsunternehmen verlieren laut HDE durch die Ladenschließungen täglich einen Milliardenbetrag. An den derzeit geschlossenen Geschäften hingen außerdem 1,7 Millionen Jobs, betonte Genth. (dpa)

+++ Breiter Ruf nach Öko-Konjunkturpaket +++

(14.04.2020, 12:40 Uhr)

Nach der Corona-Krise muss sich die Wirtschaft erholen - aber bitte nachhaltig: Das fordern Politiker, Unternehmenschefs, Gewerkschaften, Verbände und Experten aus ganz Europa. Am Dienstag veröffentlichten sie einen Aufruf, den auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) unterzeichnet hat. «Nach der Krise wird die Zeit des Wiederaufbaus kommen», heißt es darin. Die massiven Investitionen und die Pläne für Aufschwung auf allen Ebenen müssten Klimaschutz und den Erhalt der Ökosysteme zum zentralen Teil der Wirtschaftspolitik machen.

Gestartet hatte die Initiative der Vorsitzende des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, Pascal Canfin. Schulze sagte, schon jetzt biete sich die Chance, ein neues Wohlstandsmodell zu entwickeln. «Dieses neue Modell muss sich an den Klimazielen orientieren, einer klimaneutralen Wirtschaft in ganz Europa den nötigen Rückenwind geben und uns helfen, auch künftige Herausforderungen gemeinsam zu meistern.» Sie freue sich über die überparteiliche Initiative. (dpa)

+++ WHO: Höhepunkt der Pandemie steht noch bevor +++

(14.04.2020, 12:25 Uhr)

Mit etwa 1.930.000 Fällen weltweit hat die Corona-Pandemie laut WHO noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. Dies verdeutlichte Sprecherin Margaret Harris in Genf. Die Organisation erwartet entsprechend weltweit noch einen weiteren Anstieg der Fälle. Aktuell könnte ca. 90 Prozent der Infizierten auf die USA oder Europa zurückgeführt werden. Zudem bestätigte die WHO einen Anstieg der Neuinfektionen in China.

Tägliche Neuinfektionen in Deutschland. (Bild: Statista)
Tägliche Neuinfektionen in Deutschland. (Bild: Statista)

+++ Audi fährt Produktion von Motoren wieder hoch +++

(14.04.2020, 12:17 Uhr)

Nachdem Hyundai ein Werk in Tschechien wieder geöffnet hat (10:47 Uhr), fährt auch Audi langsam wieder die Produktion hoch. Den ersten Schritt wagt das ungarische Werk Györ, das mit etwa 100 Mitarbeitern wieder an Motoren arbeitet. Geplant sind, in einer statt drei Schichten, mehrere hundert Motoren am Tag. Normalerweise kommt das Werk auf etwa 8.000 am Tag.

Gegen Ende April sollen die Werke in Neckarsulm, Brüssel und Ingolstadt starten. Auch Mexiko steht noch für den April auf dem Plan.

+++ Kurz: Österreich ist “auf Kurs” +++

(14.04.2020, 12:08 Uhr)

Nachdem in Österreich erste Öffnungen stattgefunden haben (6 Uhr) hat Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) eine erste Zwischenbilanz gezogen: “Wir sind auf Kurs.” Das Land befinde sich auf einem Weg zur “neuen Normalität”, sagte er in Wien. Mit dem großen Ansturm auf die Bau- und Gartenmärkte habe die Regierung gerechnet und sei deshalb nicht überrascht. Am 2. Mai sollen alle weiteren Geschäfte öffnen, ab Mitte Mai folgen Restaurants und Lokale.

+++ AfD-Vize schlägt Verzicht auf Kirchensteuer vor +++

(14.04.2020, 12:06 Uhr)

Die Kirchen sollten nach den Vorstellungen von AfD-Vize Beatrix von Storch wegen der Corona-Krise in diesem Jahr auf die Kirchensteuer verzichten. Für den Aufschwung nach der Pandemie seien private Investitionen, Steuersenkungen und weniger Bürokratie notwendig, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende. «Statt Enteignungen von Leistungsträgern das Wort zu reden, sollten die beiden Kirchen lieber darüber nachdenken, die Bürger von mehr als zehn Milliarden Euro Kirchensteuer zu entlasten», schlug sie vor.

Von Storch spielte auf einen Vorschlag des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, an. Der evangelische Landesbischof in Bayern hatte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung gesagt: «Man darf sich keine Illusionen machen, wenn die Krise vorüber ist, wird es eine riesige Solidaritätsanstrengung brauchen, und ich hoffe, dass wir alle dazu bereit sind. Besonders die, denen es finanziell gut geht.» (dpa)

+++ Weltärztebund begrüßt Leopoldina-Lockerungsplan +++

(14.04.2020, 12:05)

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hält die Empfehlungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur schrittweisen Öffnung in der Corona-Krise für richtig. Was die Leopoldina vorgeschlagen habe, sei genau «die Exit-Strategie, die wir gefordert haben», sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes am Dienstag im SWR. Er forderte zugleich den Aufbau eines «Monitoring-Systems» zur weiteren Beobachtung der Ausbreitung des Virus, um feststellen zu können, ob man «an der einen oder anderen Stelle wieder etwas zurücknehmen muss oder woanders etwas mehr Gas geben kann».

Eine weitere Rückkehr zur Normalität sei nur möglich, wenn Neuinfektionen und daraus folgende schwere Verläufe unterhalb der Kapazitätsgrenze des Gesundheitswesens blieben. Die Kliniken in Deutschland sieht Montgomery gut gerüstet. Im Gegensatz zu Frankreich, wo man das Gesundheitssystem «kaputtgespart» habe, sei Deutschland wesentlich besser vorbereitet gewesen. (dpa)

+++ Niedrigster Zuwachs in Spanien seit vier Wochen +++

(14.04.2020, 11:55 Uhr)

Neue Zahlen aus Spanien dürfen vorsichtig optimistisch stimmen: Mit 3.045 neuen Infektionen in 24 Stunden wurde der niedrigste Anstieg seit vier Wochen vermeldet. Insgesamt sind nun 127.541 Menschen betroffen. Die Todeszahl stieg um 567 auf 18.056. Inwiefern die Zahlen allerdings vom Wochenende und Ostern beeinflusst sind, ist aktuell nicht feststellbar.

+++ Pandemie bedroht etwa 1,1 Millionen Abschlüsse +++

(14.04.2020, 11:50 Uhr)

Geschlossene Schulen wegen der Corona-Pandemie ausgerechnet im Jahr des Schulabschlusses - davon sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bis zu 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler betroffen. Je nach Abgrenzung der Abschlussklassen können an allgemeinbildenden Schulen derzeit zwischen 962 000 und 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler nicht in die Unterrichtsräume zurückkommen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Abschlussklassen der beruflichen Schulen seien in dieser Schätzung nicht enthalten.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Behörde sind im aktuellen Schuljahr insgesamt rund 8,3 Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen und 2,4 Millionen an berufsbildenden Schulen von den Schulschließungen bis mindestens zum Ende der Osterferien betroffen. (dpa)

+++ Söder warnt vor übereilter Exit-Strategie +++

(14.04.2020, 11:45 Uhr)

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat auf Twitter vor einem übereilten Weg aus den ergriffenen Maßnahmen gegen das Coronavirus gewarnt: “Unsere Maßnahmen wirken, aber wir dürfen keinen Rückschlag riskieren. Es sollte kein Überbietungswettbewerb entstehen, der die Menschen verunsichert.”

+++ EU-Kommission: 1,5 Billionen für Wiederaufbau? +++

(14.04.2020, 11:30 Uhr)

Die EU-Kommission denkt aktuell über ein Anleihen finanziertes Wiederaufbauprogramm nach der Coronakrise nach. Dies könnte in einem Umfang von bis zu 1,5 Billionen Euro möglich sein, sagte Vizepräsident Valdis Dombrovskis gegenüber dem Handelsblatt.

Ende April werde die Kommission einen neuen Vorschlag für den EU-Haushalt der Jahre 2021 bis 2027 machen. Ob Anleihen zu Einsatz kommen, würden die EU-Staats- und Regierungschefs am 23. April in einer Videokonferenz diskutieren.

+++ Landtag verabschiedet Pandemie-Gesetz für NRW +++

(14.04.2020, 11:25 Uhr)

Der nordrhein-westfälische Landtag hat mit großer Mehrheit im dritten Anlauf ein Pandemie-Gesetz für das Bundesland beschlossen. Es sieht besondere Regierungsbefugnisse für den Fall einer katastrophalen Entwicklung der Corona-Krise vor. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP stimmten ebenso wie die Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen dafür. Die AfD stimmte dagegen.

Das Gesetz sieht etwa vor, dass das Gesundheitsministerium die Krankenhausträger verpflichten kann, zusätzliche Behandlungskapazitäten zu schaffen und nicht dringend notwendige Operationen zu verschieben. Die staatlichen Behörden dürfen außerdem Medikamente oder medizinisches Apparate beschlagnahmen, allerdings nicht bei Privatpersonen. Das Gesetz ist bis zum 31. März 2021 befristet.

Gestrichen wurde zuvor ein besonders umstrittener Passus, wonach Ärzte, Pfleger und Rettungskräfte im äußersten Fall zum Arbeitseinsatz zwangsverpflichtet werden sollten. Stattdessen wird es nun ein Freiwilligenregister geben, in das sich medizinisches Personal eintragen kann. (dpa)

+++ Jens Spahn besucht Uniklinik in Gießen/Marburg +++

(14.04.2020, 11:20 Uhr)

+++ Nigerias Kriminelle nutzen Ausgangssperre für Überfälle +++

(14.04.2020, 11:10 Uhr)

In Nigeria haben die Behörden nach Zwischenfällen mit bewaffneten Kriminellen Sondereinheiten der Polizei in die Region um die Großstadt Lagos entsandt. Mehrere mit Schusswaffen, Macheten oder Stöcken bewaffnete Jugendliche hatten in den Tagen zuvor die für die Region verfügte Ausgangssperre genutzt, um Geschäfte und Wohnhäuser zu plündern.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden 191 Verdächtige bereits festgenommen. Mehrere davon behaupteten demnach, dass sie wegen der Restriktionen aktuell kein Geld für ihren Lebensunterhalt verdienen könnten. Die Regierung hat gerade die Ausgangssperre für Lagos und den benachbarten Bundesstaat Ogun um zwei Wochen verlängert. Die Region stellt fast die Hälfte der 343 Covid-19-Fälle in Nigeria. (dpa)

+++ Elektroindustrie: Aufhebung des Stillstands jetzt planen +++

(14.04.2020, 11:05 Uhr)

Die deutsche Elektroindustrie hat einen raschen Fahrplan für ein Wiederhochfahren der Wirtschaft in der Corona-Krise gefordert. Die Bundesregierung habe entschlossen gehandelt, um die akutesten wirtschaftlichen Folgen der Krise abzufedern. «Aber wenn wir es nicht schaffen, schon bald den Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft stufenweise wieder aufzuheben, drohen erhebliche Konsequenzen für unsere Firmen», warnte Michael Ziesemer, Präsident des Branchenverbandes ZVEI, am Dienstag. Die Europäischen Union und die Mitgliedstaaten sollten ihr Vorgehen dabei koordinieren. (dpa)

+++ Türkei: Bis zu 90.000 Gefangene werden entlassen +++

(14.04.2020, 10:55 Uhr)

Das türkische Parlament hat ein Gesetz zur Entlassung von bis zu 90.000 Gefangenen verabschiedet. AKP und MHP hatten den Entwurf vorangetrieben, 279 der 600 Parlamentäre stimmten für die Maßnahme, 51 dagegen.

Die Türkei erhofft sich damit eine Entspannung der Corona-Situation in den Gefängnissen. Bislang waren 17 Insassen positiv getestet worden, das Infektionsrisiko ist in den Gebäuden sehr hoch. Kritisiert wird das Gesetzt, weil Regierungskritiker und Journalisten davon ausgeschlossen werden. Gleiches gilt unter anderem für Gefangene, die wegen Terrorverbrechen, vorsätzlichen Mordes, Gewalt gegen Frauen, Sexualstraftaten und Drogendelikten einsitzen.

+++ Woidke hält Lockerungen in Schritten für gut +++

(14.04.2020, 10:50 Uhr)

Potsdam (dpa) - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält eine Lockerung der drastischen Beschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus in mehreren Schritten für möglich - vor allem für Kinder. «Im Interesse der Kinder und ihres Wohlergehens wäre es gut, dass möglichst viele von ihnen bald wieder in Krippe, Kita und Schule gehen können», sagte der gegenwärtige Bundesratspräsident den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Entscheidend ist, wie wir mit der Eindämmung des Virus vorangekommen sind.»

Woidke bekräftigte erneut, dass Lockerungen nur schrittweise erfolgen könnten. «Einen Schnellstart wird es nicht geben.» In einem Interview mit der Deutschen Pressse-Agentur hatte er am Karfreitag gesagt: «Wir werden nicht von null auf hundert schalten.» Voraussetzungen für Lockerungen seien ein weiterer Ausbau der Testkapazitäten, eine gute Grundversorgung mit Schutzausrüstung und bedarfsgerechte Ausstattung mit Intensivbetten. (dpa)

+++ Hyundai-Werk wieder in Produktion +++

(14.04.2020, 10:47 Uhr)

Als erste Autofabrik in Tschechien hat das Hyundai-Werk im östlich gelegenen Nosovice nach mehr als dreiwöchiger Corona-Pause den Betrieb wieder aufgenommen. Die Fließbänder liefen am Dienstagmorgen an, wie ein Firmensprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Der südkoreanische Automobilhersteller hatte die Produktion in seinem einzigen Werk in der Europäischen Union am 21. März im Zuge der Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus gestoppt.

Zu Beginn arbeiteten nur zwei der üblichen drei Schichten. Es gelten zudem verschärfte Hygienevorschriften. Das Betriebsgelände werde beispielsweise mehrmals täglich desinfiziert. In der Kantine seien Trennwände installiert worden. In dem Werk nahe der Grenze zu Polen, das unter anderem den Kompaktklasse-Wagen Hyundai i30 herstellt, arbeiten unter normalen Umständen mehr als 2500 Menschen. (dpa)

+++ Österreich: Läden geöffnet - große Schlangen +++

(14.04.2020, 10:45 Uhr)

Nach den ersten Öffnungen in Österreich haben sich teilweise lange Schlangen vor den Läden gebildet - laut dpa sogar vereinzelt schon bevor die Geschäfte die Türen öffneten. Die Zahl der Kunden im Laden ist aber stark begrenzt, Einkaufswägen sind verpflichtend. Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht.

+++ Donald Trumps Kampf mit den Journalisten +++

(14.04.2020, 10:35 Uhr)

US-Präsident Donald Trump steht in der Coronakrise in der Kritik. Der Republikaner liefert sich ein hitziges Gefecht mit verschiedenen Journalisten. Mehr dazu erfahren Sie hier.

+++ Schneller Anstieg der Infektionen in Russland +++

(14.04.2020, 10:25 Uhr)

In Russland hat es in den letzten 24 Stunden einen Anstieg der Infizierten um 2.774 Fälle gegeben. Von Sonntag auf Montag war die Zahl der Infizierten um 2.558 gestiegen. Insgesamt zählt Russland nun 21.102 Fälle, die Todeszahl stieg um 22 auf 170.

+++ RKI zeigt sich vorsichtig optimistisch +++

(14.04.2020, 10:15 Uhr)

Das Robert Koch-Institut hat sich durchaus optimistisch gezeigt. RKI-Chef Lothar Wieler sprach in der morgendlichen Pressekonferenz von mehr als 130.000 Fällen, von denen inzwischen aber “mehr als die Hälfte” genesen seien. Der wichtige R-Wert wird aktuell auf etwa 1,2 geschätzt - für ein “Besiegen” des Virus wäre eine Zahl von unter 1 entscheidend.

Die bisherigen Anstrengungen der Bürger würden sich auszahlen, sagte Wieler. Das wäre unter anderem daran zu erkennen, dass es bisher keine Knappheit an Betten gebe. Allerdings sollten die Menschen nun nicht nachlässig werden.

Die Corona-Datenspende werde aktuell “ganz gezielt” zur Bekämpfung gegen das Virus eingesetzt. In der vergangenen Woche wurde die App demnach schon über 300.000 Mal heruntergeladen. Die Informationen würden “sehr, sehr sinnvoll” ausgewertet.

+++ Diskussion über Lockerungen erst am Mittwoch +++

(14.04.2020, 10:05 Uhr)

Das Corona-Kabinett wird sich nicht wie geplant am heutigen Dienstag austauschen. Vielmehr wird die Diskussion über mögliche Lockerungen der Kontaktbeschränkungen zwischen Bundesregierung und Ministerpräsidenten auf den frühen Mittwoch (9:30 Uhr) verschoben.

+++ Französische Wirtschaft könnte stark leiden +++

(14.04.2020, 09:50 Uhr)

Die französische Wirtschaft könnte mit einem schweren Schaden aus der Coronakrise gehen. Finanzminister Bruno Le Maire kündigte am Dienstag gegenüber dem Sender BFM TV an, dass das BIP um bis zu acht Prozent fallen könnte. Bislang war stets von einem Minus von etwa sechs Prozent ausgegangen worden.

Am Montag war die Ausgangssperre in Frankreich bis zum 11. Mai verlängert worden. “Die Eindämmungsmaßnahmen sind länger, als man hätte voraussehen können. Offensichtlich werden sie sich stärker auf unser Wachstum auswirken”, sagte Le Maire. In Deutschland wurde ein Einbruch von etwas mehr als vier Prozent prognostiziert.

+++ Ex-F1-Boss rät zur Absage der Saison +++

(14.04.2020, 09:45 Uhr)

Wie geht es mit der Formel-1-Saison weiter? Rennen vor leeren Ständen? Rennen nur noch an einem Ort? Ex-F1-Boss Max Mosley hat nun zu einer kompletten Absage geraten. Mehr dazu erfahren Sie hier.

+++ DAX steigt weiter nach Daten aus China +++

(14.04.2020, 09:35 Uhr)

Der DAX zeigt sich auch nach Ostern in immer besserer Laune: Zum Start in den Dienstag wurde ein deutlicher Kursgewinn verzeichnet.

Der DAX legte im frühen Handel 1,23 Prozent auf 10 694,44 Punkte zu. Der Leitindex knüpfte damit an seine Erholungstendenz in den vergangenen Wochen an: Vom Crash-Tief Mitte März hat er sich nun schon um fast 30 Prozent nach oben gearbeitet. In der verkürzten Woche vor Ostern hatte er alleine fast 11 Prozent gewonnen.

Der MDax stieg am Dienstag um 1,40 Prozent auf 22 404,77 Punkte und der EuroStoxx 50 um 0,89 Prozent auf 2918,12 Zähler. Grund dafür könnten neue Daten aus China sein: Der Außenhandel brach im März nicht so stark ein, wie Experten zuerst befürchtet hatten.

+++ NRW-Minister: Kein Normalbetrieb in Kitas und Schulen nach Ferien +++

(14.04.2020, 09:25 Uhr)

Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp erwartet keine Rückkehr zu normal geöffneten Schulen und Kitas in NRW sofort nach den Osterferien. «Ich halte es für ausgeschlossen, dass schon am kommenden Montag Schulen und Kitas wieder regulär öffnen», sagte der FDP-Politiker der WAZ.

Aktuell werde mit den Kitaträgern über einen Stufenplan gesprochen und ein Maßnahmenkatalog vorbereitet. Ende April könnte dann mit der Umsetzung derer begonnen werden, meinte Stamp.

+++ Leopoldina-Präsident: Stadien lange geschlossen +++

(14.04.2020, 09:15 Uhr)

Leopoldina-Präsident Gerald Haug geht nicht davon aus, dass die Fußballstadien bald wieder besucht werden dürfen. “Es wird sicherlich viele Monate dauern, es kann bis zu eineinhalb Jahre sein”, sagte er den ARD-Tagesthemen.

Schon zuvor war im Diskurs der Politiker und Wissenschaftler stets zu vernehmen gewesen, dass Großveranstaltungen in der Prioritätsliste keine gute Stellung einnehmen. Haug sieht eine Öffnung der Stadien erst mit einem Impfstoff wieder als sinnvoll an. Wann dieser auf den Markt kommen könnte, ist noch immer unklar.

+++ Altmaier nennt vorerst kein Datum für Wiederöffnung des Einzelhandels +++

(14.04.2020, 08:45 Uhr)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zurückhaltend zu einer möglichen Wiederöffnung von Ladengeschäften in der Corona-Krise geäußert. Im ARD-Morgenmagazin vermied er es am Dienstag, einen Termin für mögliche Lockerungen der strengen Regeln zu nennen. "Ich möchte den Ministerpräsidenten nicht vorgreifen, das ist eine Entscheidung von 16 Bundesländern", sagte Altmaier. Die Landesregierungschefs wollen am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten.

"Wir schauen, was geschieht, wie die Infektionszahlen sich in den nächsten Tagen entwickeln werden", sagte Altmaier. Das werde Klarheit bringen, dann könne man eine Entscheidung treffen. Möglicherweise werde es dabei differenzierte Vorschläge geben. Auch in Zukunft werde "viel Disziplin verlangt werden", um eine Rückkehr der Krankheit zu vermeiden. Es dürften keine Menschenleben gefährdet werden, fügte der Minister hinzu.

+++ Australien und Neuseeland halten trotz Erfolgen an Coronamaßnahmen fest +++

(14.04.2020, 06:55 Uhr)

Trotz erster Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus halten Australien und Neuseeland an den verhängten Ausgangs- und Reisebeschränkungen fest. Das Land sei noch "viele Wochen" davon entfernt, Auflagen wie etwa Abstandsregeln aufheben zu können, sagte Australiens Premierminister Scott Morrison am Dienstag. Geduld sei das Gebot der Stunde.

Morrison verwies auf Länder wie Singapur und Südkorea, die nach ersten Erfolgen im Kampf gegen das Virus Reise- und andere Beschränkungen aufgehoben und dann eine zweite Infektionswelle erlebt hatten.

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+++ Kramp-Karrenbauer rechnet nicht mehr mit Wahl-Sonderparteitag +++

(14.04.2020, 06:40 Uhr)

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer rechnet angesichts der Corona-Krise nicht mehr mit einem Sonderparteitag zur Wahl ihres Nachfolgers vor dem regulären Delegiertentreffen Anfang Dezember in Stuttgart. "Mein Eindruck ist, je weiter wir hinter die Sommerpause rücken mit einem möglichen Sonderparteitag, desto geringer ist der Bedarf nach einem Parteitag, der dann nur wenige Wochen vor dem regulären stattfindet", sagte Kramp-Karrenbauer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Ein für Ende April anvisierter Sonderparteitag war wegen der Krise abgesagt worden. In der Partei wird nicht damit gerechnet, dass es angesichts der Beschränkungen für Großveranstaltungen vor der Anfang Juli beginnenden Sommerpause einen Ersatztermin geben könnte. Auf dem Parteitag sollten 1001 Delegierte einen Nachfolger für Kramp-Karrenbauer wählen. Sie hatte nach internen Querelen und anhaltender Kritik an ihrer Amtsführung angekündigt, nicht mehr als Parteivorsitzende und mögliche Kanzlerkandidatin zur Verfügung zu stehen.

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+++ Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen: Österreich startet erste Stufe +++

(14.04.2020, 06:00 Uhr)

Österreich beginnt am Dienstag nach vier Wochen im Notbetrieb mit der Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen. In einem ersten Schritt dürfen alle kleinen Läden mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie die Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Verbunden ist das Vorgehen mit strengen Auflagen. Alle Kunden und Mitarbeiter müssen einen Mundschutz tragen, der Mindestabstand von einem Meter ist einzuhalten und die Zahl der Kunden im Verkaufsraum wird begrenzt. Das Bedecken von Mund und Nase durch einen speziellen Schutz oder einen Schal wird in allen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Pflicht. Auch die Ausgangsbeschränkungen bleiben bis Ende April in Kraft.

Die österreichische Regierung hatte bereits Mitte März fast alle Geschäfte schließen lassen. Im internationalen Vergleich ist die Entwicklung bei den Coronafällen eher günstig. Die Zahl der Neugenesenen übersteigt seit geraumer Zeit die der Neuinfizierten.

+++ Grüne: Schulen stufenweise öffnen - Karliczek für Maskenpflicht +++

(14.04.2020, 05:50 Uhr)

Vor dem möglicherweise entscheidenden Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Mittwoch fordern immer mehr Politiker Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck plädierten dafür, Schulen und auch Kitas nach und nach wieder zu öffnen - aber begleitet von Vorsichtsmaßnahmen. Die SPD-Ministerpräsidenten wollen mögliche Lockerungen an eine Reihe von Indikatoren knüpfen. Unterdessen sprach sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) für eine Stoffmaskenpflicht aus.

Die nationale Wissenschafts-Akademie Leopoldina hatte am Montag für einen "realistischen" Zeitplan zurück zur Normalität plädiert. Die einflussreichen Wissenschaftler empfahlen, Schulen "sobald wie möglich" wieder zu öffnen - angefangen bei Grundschulen sowie Unter- und Mittelstufen. Die Leopoldina nannte allerdings auch zahlreiche Voraussetzungen, damit das öffentliche Leben wieder normaler ablaufen kann: Die Zahl der Neuinfektionen müsse sich auf niedrigem Niveau stabilisieren. Kliniken bräuchten genug Reserve. Schutzmaßnahmen wie Hygiene, Abstandsregeln und auch das Tragen von Schutzmasken müssten eingehalten werden. Dann könnten Einzelhandel und Gastgewerbe wieder öffnen, Menschen wieder reisen. Für den öffentlichen Personenverkehr empfehlen die Wissenschaftler eine Mundschutz-Pflicht.

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+++ Corona-Pandemie: Mehr als 10 000 Todesfälle in New York +++

(14.04.2020, 05:45 Uhr)

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York sind inzwischen mehr als 10 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer in dem nordöstlichen Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern liege nun bei 10 065, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz mit.

Zwischen Sonntag und Montag seien noch einmal 671 dazugekommen, weniger als in den Tagen zuvor. "Die Zahl ist praktisch flach, aber auf einem schrecklichen Level von Schmerz, Trauer und Sorge." Die Gesamtzahl der Infektionen liegt in New York inzwischen bei 195 031. "Ich glaube, man kann sagen, dass das Schlimmste vorbei ist", sagte Cuomo - betonte aber, dass das nur gelte, wenn sich die Menschen in New York weiterhin an die strengen Ausgangsbeschränkungen hielten.

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+++ Trump reklamiert in Krise absolute Entscheidungsmacht für sich +++

(14.04.2020, 05:40 Uhr)

Im Streit über eine Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA hat Präsident Donald Trump die Entscheidungshoheit für sich reklamiert. Er habe bei der Frage der Wiederöffnung Amerikas infolge der Coronavirus-Epidemie die "allumfassende Macht", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Er reagierte damit auf Äußerungen von Gouverneuren mehrerer US-Bundesstaaten, die zuvor erklärt hatten, sich bei der Aufhebung der von ihnen verhängten Beschränkungen untereinander abstimmen zu wollen. Trump betonte: "Wenn jemand Präsident der Vereinigten Staaten ist, hat er allumfassende Macht."

In den USA haben wegen des neuartigen Coronavirus inzwischen fast alle Bundesstaaten eigene Ausgangsbeschränkungen erlassen. Trumps Regierung hat zudem für das ganze Land Vorsichtsmaßnahmen empfohlen, die noch bis Ende April gelten sollen. Trump sagte, er werde bei der Entscheidung zu einer Lockerung eng mit den Gouverneuren zusammenarbeiten. Vizepräsident Mike Pence verteidigte Trumps Äußerung und sagte, dieser habe im Krisenfall uneingeschränkte Befugnisse. Die Macht eines US-Präsidenten ist verfassungsrechtlich jedoch durch die Gewaltenteilung und den Föderalismus begrenzt.

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+++ US-Einreisestopp aus Europa bleibt vorerst bestehen +++

(14.04.2020, 05:40 Uhr)

Der Einreisestopp der USA für Ausländer aus Europa bleibt vorerst bestehen. Italien und Spanien gehe es in der Corona-Krise noch immer nicht gut und Frankreich habe gerade erst Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verlängert, sagte US-Präsident Donald Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Derzeit gelte ein "sehr starker" Einreisestopp und dieser bleibe in Kraft, bis es den Ländern besser gehe, sagte Trump. Sobald dies der Fall sei, wolle man den Einreisestopp "sehr schnell" beenden, machte Trump deutlich. "Aber wir wollen sicherstellen, dass alles gut ist."

Bei der Ankündigung des Einreisestopps Mitte März hatte Trump gesagt, dass die Regelung auf 30 Tage begrenzt sei. Vor zwei Wochen kündigte er bereits an, dass die Maßnahme länger gelten solle. Seit einem Monat dürfen Reisende aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland nicht mehr in die USA kommen. Ausgenommen sind nur US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte "Green Card". Auch deren Angehörige sind ausgenommen.