Credit Suisse kürzt Boni nach Aktionärsprotesten deutlich

Statt rund 78 Millionen Franken (rund 73 Mio Euro) zahlt Credit Suisse nun nur noch 48 Millionen Franken für Boni aus. Foto: Steffen Schmidt

Nach heftigem Widerstand von Aktionären rudert die Schweizer Großbank Credit Suisse bei der geplanten Millionenausschüttung für die Chefetage zurück. Sie kürzte die schon beantragten Boni nachträglich um rund 40 Prozent.

Heute veröffentlichte sie den neuen Vergütungsbericht, der bei der Hauptversammlung am 28. April abgesegnet werden soll. Statt rund 78 Millionen Franken (rund 73 Mio Euro) zahlt die Bank demnach nur noch 48 Millionen Franken für leistungsbezogene Vergütung aus. Die Sensibilität in Entschädigungsfragen sei in diesem Jahr besonders hoch, sagte der Präsident des Verwaltungsrates, Urs Rohner.

Bank-Chef Tidjane Thiam hatte Aktionäre verärgert, als im März herauskam, dass er trotz der tiefroten Zahlen seines Geldhauses fast 12 Millionen Franken bekommen sollte. Da nun auch sein Bonus sinkt, erhält er jetzt insgesamt noch 10,24 Millionen Franken. Die Credit Suisse hatte 2016 auch wegen teurer Rechtsstreitigkeiten in den USA einen Verlust von 2,7 Milliarden Franken eingefahren.

Mitteilung Credit Suisse

Rohner im Zeitungsinterview Sonntag

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