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Dürre-Alarm in Norditalien: Das Trinkwasser wird rationiert

Der Pegel des längsten italienischen Flusses Po hat den niedrigsten Stand seit 70 Jahren erreicht, eine Katastrophe für die Landwirtschaft, die Ernten könnten verloren gehen.

In Pavia am Zusammenfluss von Ticino und Po droht wegen des niedrigen Wasserstands eine zerstörerische Dürre. Mauro Baldraghi, ein Fischer berichtet: "Wir sind hier an der Ponte della Becca, so etwas habe ich noch nie gesehen, seit ich Kind war, so wenig Wasser gab es noch nie."

Dutzende Gemeinden in Norditalien haben die Notbremse gezogen und den Trinkwasserverbrauch rationiert. Nur noch zum Kochen und Waschen darf es verwendet werden, nicht zum Blumengießen oder Füllen von Swimmingpools.

Po-Ebene bangt um ihre Ernte

Alessandro Monti, Bürgermeister von Baveno: "Wir sahen uns gezwungen, diese Verordnung zu erlassen, die die Verwendung von Wasser ausgenommen für die Grundbedürfnisse der Bevölkerung untersagt. Es ist eine schwere Zeit für unsere Region, die schwerste seit 70 Jahren. Der Brunnen in unserer Gemeinde hat nicht geug Wasser. Wir hoffen auf Regen zum Wohle aller. Wenn es nicht regnet, werde ich gezwungen sein, andere Einschränkungen zu erlassen, die für unsere Gemeinde wichtig sind."

Vor allem im Norden Italiens spitzt sich die Lage wegen der anhaltenden Dürre weiter zu. Der Agrarverband Coldiretti berichtete, dass in manchen Gegenden des Landes die landwirtschaftlichen Erträge um die Hälfte zurückgegangen seien.

Wird bald Wasser aus dem Gardasee abgepumpt?

Inzwischen wird sogar erwogen, Wasser aus dem nördlich gelegenen Gardasee abzupumpen, um die Po-Ebene zu speisen.

Auch im Nordosten und Zentrum Italiens ist der Wassermangel zu spüren, im Süden ist die Dürre ein seit Langem existierendes Problem.

Mehrere Gebiete, in denen seit Jahren extreme Trockenheit herrscht, drohen zu versteppen. Für Klimaforscher eine direkte Folge der globalen Erwärmung.

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