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D-Mark-Fund? Das können Verbraucher damit heute noch anfangen

Die D-Mark ist noch immer in Milliardenhöhe im Umlauf. Was tun, wenn man plötzlich die alte Währung wiederfindet?

Old Deutsche Marks a business background with money

Die Deutsche Mark, kurz D-Mark ist zwar seit mehr als 20 Jahren nicht mehr das gesetzliche Zahlungsmittel. Trotzdem befindet sich unsere alte Währung noch immer im Umlauf und das sogar in Milliardenhöhe.

Wie aus aktuellen Mitteilungen der Bundesbank hervorgeht, beläuft sich deren Wert wohl noch ca. 12 Mrd. Deutsche Mark. Selbst zum Umrechnungskurs von 1,95583 entspräche das rein rechnerisch einem Gegenwert von 6,135 Mrd. Euro. Ein wahres Vermögen, das in Sparschweinen, Büchern oder auf so manchem Dachboden lauert. Besonders bemerkenswert ist im Jahr 2019 ein Fund in Höhe von 50.000 D-Mark in einer Wanduhr gewesen, worüber unter anderem Der Spiegel berichtete.

Welche Möglichkeiten haben Verbraucher heute, wenn sie irgendwo noch die D-Mark finden? Wertlos ist die Währung jedenfalls nicht, wie der folgende Überblick zeigt.

D-Mark-Fund? Umtausch jederzeit möglich

Wer heute auf noch Münzen oder Scheine der Deutschen Mark findet, der kann sie jederzeit umtauschen lassen. Der zwischen den Jahren 1999 und 2002 gängige Umrechnungskurs in Höhe von 1,95583 ist weiterhin gültig. Die Bundesbank nimmt unsere alte Währung an und tauscht sie zu diesem Umrechnungskurs in Euro ein.

A placard featuring Germany's old currency Deutsche Mark is seen outside the money museum next to the headquarters of Germany's federal bank Deutsche Bundesbank in Frankfurt February 4, 2013. European Union leaders meet in Brussels on Feb. 7-8 to try to reach a deal on the bloc's next seven-year budget, having failed to clinch agreement on the package in November. Germany was the top budget contributor with a net payment of about 9 billion euros in 2011, followed by France (6.4 billion), Italy (5.9 billion) and Britain (5.5 billion). REUTERS/Kai Pfaffenbach (GERMANY - Tags: BUSINESS)
D-Mark

Die Deutsche Bundesbank ist hier ein Sonderfall, da unsere Zentralbank kein Ablaufdatum für den Währungstausch kennt. Viele andere nationale Zentralbanken innerhalb Europas hätten, so die Rhein-Zeitung, in den vergangenen Jahren ihr Wechselangebot eingestellt.

Dass es weiterhin eine Nachfrage gibt, zeigt ein Update der Bundesbank. Im Jahr 2022 habe die Zentralbank nach eigenen Angaben rund 49 Mio. Deutsche Mark in Euro umgetauscht. Das sei der erste Anstieg seit dem Jahre 2018 gewesen. Offenbar ist das Interesse nach der Pandemie wieder größer geworden, altes Geld in neues Geld zu wandeln. Ob auch die Inflation so manches, altes Sparschwein zur Schlachtbank führte? Ebenfalls möglich.

Bezahlen in ausgewählten Geschäften

Die D-Mark ist zwar nicht mehr der offizielle europäische, geschweige denn deutsche Zahlungsmittel. Trotzdem findet unsere alte Währung hin und wieder Akzeptanz. Modeketten, aber auch Warenhäuser akzeptieren demnach zumindest temporär eine Bezahlung in der Nostalgiewährung.

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So ist es zum Beispiel C&A, das in den letzten Jahren und Jahrzehnten teilweise auch werbewirksam auf die Akzeptanz der Deutschen Mark hinwies. Aber auch Hertie-Filialen würden, so Focus Online, die alte Währung weiterhin akzeptieren.

Finanzen.net führte im Jahr 2021 aus, dass teilweise auch Kaufland-Filialen die D-Mark akzeptieren würden. Zudem gebe es laut dem Börsenportal die sogenannten Gaiberger D-Mark-Wochen, wo in einem kleinen Ort nahe Heidelberg über einige Wochen die bis zum Jahre 1999 offiziell gültige Währung beim Warenkauf zum Einsatz kommt. Das Einkaufen mit den gefundenen Münzen und Scheinen ist daher teilweise noch möglich, Tendenz gefühlt jedoch eher abnehmend.

D-Mark: So manches Sammlerstück

Bevor Verbraucher über einen Umtausch oder auch Konsum nachdenken, sollten sie die Scheine und Münzen jedoch überprüfen. So manche D-Mark-Münze und so mancher Schein könnten möglicherweise ein Vermögen wert sein. Das Sammeln oder auch Verkaufen an einen Sammler ist eine dritte, prinzipiell denkbare Alternative.

Nicht jedes Geldstück ist ein Vermögen wert und Verbraucher sollten außerdem auf einen möglichst guten Zustand der alten Münzen und Scheine achten. Ein 2-Pfenning-Stück aus dem Jahre 1968 oder 1969 aus reinem Kupfer kann jedoch laut der Offenbach-Post bis zu zwischen 2.000 und 5.000 Euro wert sein. Gleiches gilt für ein 5-D-Mark-Stück aus dem Jahre 1958 mit dem Prägestempel J, das einen Wert von bis zu 4.000 Euro erreichen kann.

Selbst ältere Nachschlagewerke zu D-Mark-Zeiten können auch heute Auskunft über die Höhe der Auflagen der jeweiligen Geldstücke liefern und möglicherweise zeigen, ob man vielleicht sogar einen wahren Schatz im Sparschwein entdeckt hat.