Dachs bricht in britisches Munitionslager ein

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Was sonst nur Kriminelle in Filmen planen, hat jetzt ein Dachs in der britischen Grafschaft Wiltshire in die Tat umgesetzt: Er hat einen Tunnel gegraben – und ist damit in eine Hochsicherheitseinrichtung des Verteidigungsministerium eingebrochen.

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Ein guter Tunnel-Gräber: der Dachs. Foto: Symbolbild / gettyimages

Tierischer Sicherheitsverstoß: Rettungskräfte einer Tierklinik mussten vergangene Woche ausrücken, um einen Dachs aus einer Einrichtung des britischen Verteidigungsministeriums zu befreien. Wo genau die Einrichtung aber liegt, wurde geheim gehalten.

Der Dachs gräbt weiter fleißig Tunnel

Der tierische Einbrecher hatte sich dennoch Zugang verschafft – vermutlich durch einen selbst gegrabenen Tunnel – und sich in einem Munitionslager, das militärischen Zwecken dient, wiedergefunden. Nur: Der Dachs vergaß wohl, nachdem er die Hochsicherheitseinrichtung zu seiner Zufriedenheit ausgekundschaftet hatte, wo genau sein Einbruchs-Erdloch lag. Er war deshalb gefangen.

Wie unter anderem das britische Fernsehsender-Netzwerk ITV berichtet, rückten deshalb zivile Rettungskräfte des Wiltshire Wildlife Hospitals, einer vor allem ehrenamtlich geführten Tierklinik in der Grafschaft Wiltshire, aus.

Von dem Einsatz berichten sie in einem Facebook-Beitrag auf der Seite der Klink. Darin heißt es: „Wir haben einen besorgten Anruf von der Armee erhalten. Ein ausgewachsener Dachs hat es geschafft, sich in ein Hochsicherheits-Munitionslager zu graben – dann aber vergessen, wo sein Tunnel genau endete. Deshalb grub er einfach weitere Löcher und hat dabei noch einige Sicherheitszäune auf dem Gelände unterhöhlt. Er verwirrte offenbar auch die Wachhunde, die gerade ihrer Pflicht nachgingen.“

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Nach all der Aufregung, erfolgte der Zugriff der Tierretter dann aber ganz entspannt. Denn als die zwei Mitarbeiter des Wiltshire Wildlife Hospitals vor Ort eintrafen, fanden sie den Dachs zusammengerollt und schlafend in einer Ecke liegend. Sie schlichen sich von zwei Seiten an ran und steckten ihn in eine Box, bevor das Tier überhaupt merkte, was da gerade geschah.

Schnurstracks zurück in Richtung Munitionslager

Das Wildtier wurde noch eine Nacht überwacht, gefüttert und am Folgetag wieder freigelassen. Und zwar in seiner angestammten Heimat, nur wenige hundert Meter entfernt von der militärischen Einrichtung. 

Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten, wie es am Ende des Facebook-Beitrags heißt, watschelte der Dachs dann langsam los – und schlug prompt wieder die Richtung des Munitionslagers ein.

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