"Damit hätt' ich nicht gerechnet!": Echte Überraschung zum Auftakt von "The Masked Singer"!

Jürgen Winzer
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"Damit hätt' ich nicht gerechnet!": Echte Überraschung zum Auftakt von "The Masked Singer"!

Welch ein Auftakt! Als um 23.28 Uhr die erste Maske bei "The Masked Singer" (ProSieben) fiel, blieb ganz Rate-Deutschland der Mund vor Verblüffung offen: Unter der Maske des "Dalmatiners" steckte ein echter Popstar.

"Damit habe ich nicht gerechnet! Weiter so, ProSieben!" Der Tweet eines entzückten Fans brachte den Auftakt der zweiten Staffel von "The Masked Singer" ziemlich gut auf den Punkt. Die Enttarnung des ersten Künstlers bescherte mit der Demaskierung von Stefanie Heinzmann eine echte Überraschung. Für viele Fans aber eine unliebsame: "Ich bin fassungslos und traurig. Ich hab Steffi echt nicht erkannt. Hat ihre Stimme mega verstellt." Die Sängerin hatte sich die letzten Minuten ihres 31. Geburtstages wahrscheinlich anders vorgestellt, nahm es aber sportlich: "Das hat Bock gemacht. Es war eine tolle Zeit. Schade, dass sie schon vorbei ist."

Wenn es so weiter geht, dann haben die ProSieben-Macher gelernt und Wort gehalten. "Nicht mehr so viele Kandidaten, bei denen man denkt, die waren gerade beim 'Bachelor'" wurden versprochen. Und wenn von den Namen, die die Jury gut gelaunt im Trüben fischend vermutete, nur ein paar zutreffen, dann kann "The Masked Singer" wirklich zu der Sensation werden, zu der das Format im Vorfeld hochgehyped wurde.

Versteckt sich Didi Hallervorden im "Chamäleon"-Kostüm?

Ist Judith Williams der mit einer klassischen Arie überraschende "Roboter", ist Birgit Schrowange die güldene "Göttin"? Ist Didi Hallervorden das "Chamäleon", wie sich Gastjurorin Carolin Kebekus ("Palim, palim, ich mach den Sack gleich zu!") früh festlegte - oder doch Martin Semmelrogge? Kauert Adel Tawil im 1,50 Meter großen putzigen Fellknäuel vom "Wuschel"? Geben sich Bushido oder Sido als rappende "Kakerlake" und versteckt sich ausgerechnet im braven Häschen die eher quirlige Martina Hill?

Die Promi-Namen purzelten wie reife Früchte. Sänger Sasha, Comedian Faisal Kawusi und Stefan Raab stehen laut Jury im "Faultier"-Verdacht, die Sportlerinnen Anni Friesinger oder Claudia Pechstein wurden als "Fledermaus" vermutet. Ex-Gewichtheber Matthias Steiner oder Genesis-Sänger Ray Wilson könnten der "Drache" sein. Gut - das Name Dropping muss nichts heißen: Als es um den "Dalmatiner" ging, fielen Namen wie Veronica Ferres und (erneut) Judith Williams - nur Stefanie Heinzmann wurde nicht genannt. Weder von den Juroren im Saal noch von den Fans draußen an der App. "Desirée Nick ist eher meine Richtung. Das auf der Bühne stehen hat die doch über Jahre gelernt! Das ist Desirée Nick. Ich bin so sicher!", tippte Rea Garvey etwa.

Werbung, Werbung, Werbung - und ein Tisch

Apropos: Die Jury ist zu zwei Dritteln neu. Max Giesinger und Collien Fernandes-Ulmen sind raus. Rea Garvey, im letzten Jahr einmal Gast-Juror, ist fest eingestiegen und hatte ein paar starke Momente: "Ich hab keine fu..ing Ahnung!". Auch Gast-Jurorin Carolin Kebekus kam bei den Fans gut an. Ruth Moschner, die einzige "Überlebende" der ersten Staffel, dagegen nicht so. Jedenfalls nicht bei der hämischen Twitter-Schar: "Kann man Carolin vielleicht einfach dauerhaft behalten???... und Ruth... Joa... Irgendwo wird sicher ein Supermarkt eröffnet."

An Ruth nervte vor allem, dass sie dieselben Namen ins Spiel brachte wie letztes Jahr. Franziska Knuppe und Nelson Müller sind ihre ganz persönlichen üblichen Verdächtigen. Was bei den Fans draußen bei Facebook, Instagram und Twitter noch mehr nervte, waren die Werbeblöcke. Es gab fünf Duelle von Kandidaten und pro Duell gefühlt drei "Wir sind gleich zurück"-Werbepausen: "Da ist ein bisschen #TheMaskedSinger in meiner Werbung!", schallte es aus dem Netz.

Aber man darf nicht unfair sein: Da ProSieben das Zuschauer-Voting per App abwickelte und löblicherweise auf die Abzocke per SMS und Anrufen verzichtete, muss die Kohle woanders herkommen.

Rea hat einen Hasen-Verdacht: "Wie heißt die Frau vom Wendler?"

Der Auftakt verlief hier und da ein bisschen holprig, aber doch vielversprechend. Die werden sich alle eingrooven. Matthias Opdenhövel (49) hat das schon. Er war ein souveräner Moderator mit Neigung zum gelegentlichen, dann aber pointierten Wortwitz: "Der Drache, ja so sieht Madonna gerade auch aus!".

Der heimliche Star des Abends aber war, jedenfalls in den sozialen Netzwerken, ein Tisch. Ein menschlicher. Der war mit Tänzerkollegen, die Lampenschirme über den Kopf gestülpt und Lüster aufs Haupt geklemmt bekamen, Teil der Deko beim Auftritt des "Hasen". Das wurde im Netz ausgiebig belacht. "Stellt euch mal vor, ihr seid professioneller Tänzer und bekommt eine Tischplatte auf den Rücken oder so einen Lampenschirm auf den Kopf. Es gibt schon sch... Jobs!", twitterte ein User.

Im Studio war dagegen der größte Brüller, als Rea Garvey unter dem Hasenkostüm Laura Müller vermutete und sich der "Hase" entsetzt abwendete: Rea: "Wie heißt die Frau vom Wendler?"

Welcome back, "The Masked Singer"! Ein Twitter-User postete: "Das ist so bescheuert lustig. Ich merke gerade erst richtig, wie sehr mir dieser ganz große Quatsch gefehlt hat!" Besser kann man's eigentlich nicht sagen.