Kennzeichen: Darum ist der Buchstabe Z jetzt in einigen Bundesländern verboten

  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
·Freie Journalistin
In diesem Artikel:
  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.

Schon lange sind Autokennzeichen, die als Zeichen für den Nationalsozialismus stehen, verboten. Nun gesellt sich in immer mehr Bundesländern auch der Buchstabe Z hinzu.

Das Z ist zum Symbol für den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine geworden. (Bild: Getty Images)
Das Z ist zum Symbol für den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine geworden. (Bild: Getty Images)

Der Buchstabe Z prangt derzeit überall in Russland: auf Panzern, Autos, Schildern und Flaggen. Wofür er genau steht, ist nicht zu 100 Prozent belegt, aber laut der "Auto Zeitung" gibt es die Theorie, dass der Einmarsch in die Ukraine von Russland als "Operation Z" bezeichnet wird. Das Z stehe für "Za Pobedu" – zu Deutsch: "für den Sieg".

Aus diesem Grund wird der Buchstabe Z nun in immer mehr deutschen Bundesländern als Autokennzeichen verboten. Dies soll die Solidarität mit der Ukraine verdeutlichen. Seit April 2022 sperrten unter anderem Herford, Düsseldorf, Leverkusen, Neuss und Wuppertal die Nutzung eines Z im Kennzeichen. In weiteren Regionen und Städten wird das Verbot derzeit noch diskutiert.

Einzig die Stadt Köln hat bereits vor dem Angriffskrieg auf die Ukraine ein Verbot auf den Buchstaben Z erlassen. Denn dort ergibt das Z in Verbindung mit dem K (für Köln) die Kombination KZ, also die Abkürzung für Konzentrationslager. Dies erklärte die Sprecherin der Stadt gegenüber "EXPRESS.de". 

Rechtsextreme sollen ihre Gesinnung nicht zum Ausdruck bringen dürfen

Schon seit vielen Jahren sind in Deutschland Autokennzeichen verboten, die als Symbol für den Nationalsozialismus gelten. Unter anderem sind das die Kürzel KZ für Konzentrationslager, SS für Schutzstaffel, SA für Sturmabteilung und HJ für Hitlerjugend.

In einigen Bundesländern ist auch die Zahl 88 auf dem Nummernschild verboten. Denn die Zahl steht für den achten Buchstaben im Alphabet, also das H. In dieser Kombination steht 88 für "Heil Hitler".

Das Verbot bestimmter Kennzeichen mit nationalsozialistischem Bezug soll laut "Auto Zeitung" verhindern, dass Rechtsextreme ihre Gesinnung durch ihre Nummernschilder zum Ausdruck bringen können. Grundlage dafür ist der Paragraf 8 (1) der Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Demnach dürfen Zeichen- und Zahlenkombinationen "nicht gegen die guten Sitten verstoßen". 

Im Video: Doch ein EU-Ölembargo gegen Russland – 27 finden Kompromiss

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.