Darum wurden Amy Schumer und Emily Ratajkowski festgenommen

Amy Schumer wurde nach ihrem Protest gegen Brett Kavanaugh abgeführt und festgenommen. (Bild: Getty Images)

Am Donnerstag gingen in Washington Tausende Menschen auf die Straße, um gegen die Ernennung Brett Kavanaughs zum Richter am Obersten Gerichtshof zu demonstrieren. Dabei kam es zur Festnahme von mehr als 300 Teilnehmern – darunter auch zwei Stars.

Das Thema erregt derzeit die Gemüter – nicht nur in den USA, sondern weltweit: Drei Frauen haben Brett Kavanaugh in den vergangenen Wochen beschuldigt, sie in den 1980er-Jahren sexuell belästigt zu haben. Er ist aber auch der Kandidat, den US-Präsident Donald Trump unbedingt in der Position des Richters am Obersten Gerichtshof sehen will. Ungeachtet der schweren Vorwürfe. Viele, vor allem Frauen, sind fassungslos über die aktuellen Entwicklungen. Und die Proteste gegen Kavanaugh werden immer lauter. Auch Prominente erheben ihre Stimme.

Amy Schumer ließ es auf eine Festnahme ankommen

Vor dem Obersten Gerichtshof demonstrierten am Donnerstag Tausende Demonstranten gegen den Juristen. Mit dabei waren gleich mehrere Stars, so auch Model Emily Ratajkowski und Komikerin Amy Schumer. Ihre Teilnahme an der Demo blieb nicht folgenlos: Wie „Entertainment Weekly“ berichtet, wurden beide Frauen von der Polizei festgenommen. Ein Sprecher der „United States Capitol Police“ habe sich nicht dazu äußern wollen.

Ein in den sozialen Medien kursierendes Video zeigt einen Polizisten, der umstehende Demonstrantinnen fragt, ob sie festgenommen werden wollen. Auch Schumer ist zu sehen. Als der Beamte sie direkt anspricht, antwortet die 37-Jährige auf seine Frage mit „Ja“. Daraufhin werden sie und andere Demonstrantinnen von der Polizei eingekesselt.


„Video: Amy Schumer protestiert vor dem Senatsgebäude. Polizist fragt: „Wollen Sie festgenommen werden?“
Schumer: ,Ja’“

Ratajkowski teilte selbst auf Twitter mit, dass man sie auf der Demonstration festgenommen habe. Dazu postete sie ein Foto, das sie während der Demo mit einem Plakat zeigt. „Respektiert weibliche Existenz oder erwartet unseren Widerstand“, steht darauf geschrieben.


„Ich wurde heute verhaftet, als ich vor dem Obersten Gerichtshof gegen die Nominierung von Brett Kavanaugh protestiert habe. Einen Mann, dem mehrfache sexuelle Übergriffe gegen Frauen vorgeworfen werden. Männer, die Frauen verletzen, können keine Machtpositionen mehr bekleiden.“

In einem weiteren Video ist zu sehen, wie Schumer an der Seite Ratajkowski vor den Demonstranten eine Rede hält. „Lasst uns zusammenhalten. Lasst uns kämpfen. Lasst uns immer wieder in öffentlich positionieren“, ruft sie mit erhobener Faust.


„Lasst uns kämpfen. Lasst uns immer wieder öffentlich positionieren.“

Über die Berufung Kavanaughs könnte noch in dieser Woche entschieden werden. Sofern die Demokraten geschlossen gegen den Kandidaten votieren sollten, bedürfte es noch zweier Gegenstimmen aus dem republikanischen Lager, um seine Ernennung zum Obersten Richter zu verhindern.

Was Schumer, Ratajkowski und den anderen Frauen vorgeworfen wird und mit welchen Konsequenzen sie zu rechnen haben, ist nicht klar.