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Das Einmaleins der Mülltrennung - Was gehört in welchen Müll?

Laut dem Naturschutzbund Deutschland produzieren die Deutschen 40 Millionen Tonnen Hausmüll im Jahr, wobei Verpackungen den Großteil ausmachen. Nach der Müllvermeidung ist vor allem das richtige Mülltrennen wichtig, damit möglichst viel Material recycelt werden kann. Wir erklären, was wohin gehört.

Müll ist nicht gleich Müll: Um möglichst viel davon recyceln zu können, muss der Müll richtig getrennt werden. (Foto: Getty Images)
Müll ist nicht gleich Müll: Um möglichst viel davon recyceln zu können, muss der Müll richtig getrennt werden. (Foto: Getty Images)

Die richtige Mülltrennung: Wertstoffe

Die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack ist für leeren Verpackungsmüll außer Papier und Glas gedacht. Dazu gehören:

  • Arzneimittelblister

  • Aluminiumdeckel, -schalen, -dosen und -folien

  • Cremetiegel/-dosen

  • Duschgel- und Shampooflaschen

  • Einkaufstüten

  • Einwickelfolien

  • Eisverpackungen

  • Farbeimer

  • Frischhaltefolie

  • Getränke- und Konservendosen

  • Joghurt- und Quarkbecher

  • Kaffeevakuumverpackungen

  • Kronkorken

  • Putzmittelflaschen

  • Saft- und Milchkartons

  • Schokoladenfolie

  • Spraydosen

  • Styroporverpackungen

  • Tuben (Zahnpasta, Salben)

Die Müllabfuhr leert die gelbe Tonne beziehungsweise Wertstofftonne, ohne dafür wie beim Restmüll Gebühren zu verlangen. Allerdings kann sie die Tonnen stehenlassen, wenn diese immer wieder falsch gefüllt sind, zum Beispiel mit Restmüll.

Die richtige Mülltrennung: Altglas

Altglas kann fast zu 100 Prozent recycelt werden, sofern es korrekt getrennt wurde. Braunes Glas sollte auf jeden Fall extra gesammelt werden. In den Grünglas-Container gehören auch Flaschen, die blau, gelb oder anderweitig farbig sind. Beim Weißglas ist es besonders wichtig, dass hier korrekt getrennt wird. Laut Nabu reicht eine einzige grüne Flasche aus, um 500 Kilogramm Weißglas zu verfärben.

BGH-Urteil: Mieter müssen Kontrolle der Mülltrennung mitbezahlen

In den nach Farben sortierten Glascontainer gehören:

  • Einmachgläser

  • Flaschen aus Glas

  • Konservengläser

  • Parfümflaschen aus Glas und anderes Verpackungsglas

Nicht in den Glascontainer gehören:

  • Bleiglas, z. B. Aschenbecher

  • Draht-, Flach-, oder Verbundglas

  • Feuerfeste Gläser (Jenaer Glas, Mikrowellengeschirr)

  • Glühbirnen, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren

  • Porzellan / Keramik

  • Spiegel

  • Trinkgläser

Altpapier solltest du unbedingt in der richtigen Tonne, nicht aber in Papiertüten entsorgen. (Bild: Getty Images)
Altpapier solltest du unbedingt in der richtigen Tonne, nicht aber in Papiertüten entsorgen. (Bild: Getty Images)

Die richtige Mülltrennung: Altpapier

Auch wenn nicht alle Vermieter*innen an ihren Häusern Papiertonnen aufstellen, müssen und sollen Mieter*innen ihr Altpapier nicht im Restmüll entsorgen. Dafür muss man sich allerdings erkundigen, wo ein öffentlicher Papiercontainer aufgestellt ist. Der Nabu weist ausdrücklich darauf hin, dass Altpapier nicht in Papiertüten entsorgt werden sollte, die fast nie aus Altpapier hergestellt werden. Um die CO2-Bilanz so klein wie möglich zu halten, sollten sie so möglichst oft benutzt und erst dann entsorgt werden, wenn sie kaputt sind.

Das kommt in die Altpapiertonne:

  • Bücher ohne festen Deckel

  • Kartonagen

  • Kataloge

  • Müslischachtel

  • Pappe

  • Salzkarton

  • Schreibhefte

  • Schreibpapier

  • Taschenbücher ohne Kunststoffeinband

  • Zeitschriften

  • Zeitungen

Beschichtetes oder beschmutztes Papier und insbesondere Kassenzettel gehören nicht ins Altpapier, sondern in den Restmüll.

Die richtige Mülltrennung: Restmüll

Seit in Deutschland 2005 Mülldeponien abgeschafft wurden, wird Restmüll verbrannt, wobei die Kommunen die Wärme als Energiequelle nutzen. Unter anderem folgende Dinge gehören in die Restmülltonne:

  • Geschirr

  • Glühbirnen

  • Hygieneartikel

  • Benutztes Kleintierstreu

  • Kleiderbügel

  • abgekühlte Kohlenasche

  • Musikkassetten

  • Putzlappen

  • Spiegelscherben

  • Staubsaugerbeutel

  • Tierische Erzeugnisse (z. B. Wurst, Fleisch, Fisch, Knochen, Gräten) und Speisereste

  • Videokassetten

  • Windeln

  • Zahnbürsten

Deinen Biomüll sammelst du am besten in einem Behälter. (Bild: Getty Images)
Deinen Biomüll sammelst du am besten in einem Behälter. (Bild: Getty Images)

Die richtige Mülltrennung: Biomüll

Biomüll sollte in Biomülltüten aus Altpapier oder am besten ganz ohne Tüte gesammelt werden. Er ist die Grundlage für Kompost und wichtiger Rohstoff für die ökologische Gewinnung von Biogas, wobei noch viel Potenzial verschwendet wird.

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Laut Nabu gehören 40 Prozent des Inhalts von Restmülltonnen eigentlich in den Biomüll. Wie sinnvoll die Trennung ist, zeigt dieses Beispiel: Wird eine Bananenschale in der Biogasanlage verbrannt, könnte die entstandene Energie 34 Minuten lang eine Lampe mit 11 Watt zum Leuchten bringen.

In die Biotonne gehören:

  • Eierschalen

  • Gemüse- und Obstabfälle

  • Käsereste

  • Kaffeefilter und Teebeutel

  • Pflanzliche Speisereste

  • Verschmutztes Küchenpapier

  • Gartenabfälle in kleinen Mengen

Für Baum-, Strauch- oder Laubschnitt, Blumenabfälle und größere Äste sowie Baumstämme mit einem maximalen Durchmesser von 15 cm gibt es in den Kommunen Gartenabfallsammelstellen. Dort dürfen pro Tag und Anlieferung 2 Kubikmeter Material abgegeben werden.

Wertstoffhof

Verschiedene Dinge wie Batterien, Bauschutt, Backfette, CDs, Elektrogeräte, Holz, Metalle, Autoreifen, Textilien und Sperrmüll können Verbraucher*innen auf dem Wertstoffhof abgeben.

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