Das Pflege-Einmaleins: So bleibt dein Tattoo lange schön

Antonia Wallner
Freie Autorin

Egal ob frisch gestochen oder schon etwas älter: Ein Tattoo braucht regelmäßige Pflege, damit es lange schön bleibt. Sonnencreme, Salben & Co. - hier liest du, auf welche Produkte und Hacks es ankommt.

Egal ob einzelnes Motiv oder großflächiges Kunstwerk: Tattoos brauchen regelmäßige Pflege. (Symbolbild: Getty Images)

Der Termin im Studio steht, du hast dein Lieblingsmotiv gefunden und dann ist es plötzlich fertig: dein Tattoo. Du willst dein neues Kunstwerk natürlich am liebsten der ganzen Welt zeigen. Doch ein Tattoo ist erstmal nichts anderes als eine Wunde – und braucht dementsprechend Ruhe und Pflege.

Frisches Tattoo: Folie schützt

Wie schnell ein Tattoo verheilt, hängt von der Stelle, der Größe und nicht zuletzt dem individuellen Hauttyp ab. Direkt nach dem Stechen kommt ein Folienverband auf die Haut, entweder aus klassischer Frischhaltefolie oder spezieller Suprasorb-Folie. Je nachdem, welche Art verwendet wird, bleibt die Folie unterschiedlich lange auf der Haut: Frischhaltefolie muss in der Regel nach einem Tag wieder runter, die Spezialfolie kann dagegen vier bis sieben Tage auf dem Tattoo liegen. Auch duschen ist damit kein Problem. Wichtig: Hat sich die Folie einmal abgelöst, solltest du sie nicht wieder auflegen, da sich schnell Bakterien und Keime auf der Fläche ansiedeln können.

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Nach der Folie: Wunde säubern

“Nach dem Abnehmen der Folie sollte die tätowierte Stelle steril und gründlich mit lauwarmem Wasser gewaschen werden“, meint dazu das Münchner Tattoo-Studio drawn.inc auf seiner Webseite. Zwar gibt es spezielle Tattoo-Seifen zur Reinigung, nötig sind diese aber nicht. Wenn schon Seife, dann sollte sie unbedingt ph-neutral sein. Bloß keine parfümierten Produkte verwenden!

Wichtig ist, dass die Stelle sanft von austretendem Wundwasser und Blut gesäubert wird, am besten mit den Fingern. Zum Abtrocknen solltest du kein Handtuch, sondern ein fusselfreies Papier- oder Kosmetiktuch benutzen, damit die Wunde nicht verunreinigt wird. Danach etwa 15 bis 30 Minuten an der Luft atmen lassen, bevor es ans Cremen geht.

Tattoo-Pflege: Die richtige Salbe

Bei der Pflege scheiden sich die Geister. Fakt ist: DIE Salbe oder Creme gibt es nicht. Jeder Tätowierer hat hier seine eigenen Erfahrungen und Empfehlungen. In jedem Fall solltest du darauf achten, dass die Creme nicht zu fettig ist, da sie das Tattoo sonst “erstickt“, also die Hautporen verstopft, was den Heilungsprozess verlangsamen kann.

Häufig empfohlen werden klassische Wundheilsalben, die auch auf Schürfwunden aufgetragen werden: “In den nächsten Tagen solltest du die Tätowierung zwei bis dreimal täglich mit einer Wund und Heilsalbe einreiben“, schreibt auch drawn.inc. Es gibt auch spezielle Tattoo-Cremes, wie etwa Tattoo-Med oder auch die Bio-Pflege Hustle Butter Deluxe. Später reicht deine normale Bodylotion für die tägliche Pflege aus.

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Altes und neues Tattoo: Sonnenschutz ist Pflicht

Statt dem Tattoo einen goldenem Schimmer zu verleihen, bleicht die Sonne deine Tattoos mit der Zeit aus. Schatten und ein hoher Lichtschutzfaktor ist daher das A und O, mindestens 30, besser ist sogar Sonnencreme mit LSF 50.

Frische Tattoos solltest du, solange der Wundschorf noch vorhanden ist, weder Sonne noch dem Solarium oder Chlorwasser aussetzen. Die beste Zeit, um sich ein Tattoo stechen zu lassen, ist übrigens entweder der Frühling oder der Herbst. Die Temperaturen sind angenehm und die Kleidung ist weder zu luftig noch zu warm, um durch Sonne oder Reibung die Haut zu reizen.

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