New York Times berichtet über Wassermelonen auf dem Mars - Das steckt dahinter

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Die New York Times hat einen Artikel über Melonen auf dem Mars veröffentlicht. Erst reagierten die Menschen in den sozialen Netzwerken fragend, dann machten sie sich einen Spaß daraus.

Wassermelonen, Kiwis, der Mars, Aliens: Ein New York Times-Artikel bringt all das zusammen. (Bild: Symbolbild / gettyimages)
Wassermelonen, Kiwis, der Mars, Aliens: Ein New York Times-Artikel bringt all das zusammen. (Bild: Symbolbild / gettyimages)

Auch die besten können mal einen Fehler machen: wie jetzt die New York Times, das Flaggschiff des internationalen Qualitätsjournalismus. Früher wäre ein solches Versehen vermutlich unbemerkt wieder offline genommen worden, heute aber generiert es schnell viel Aufmerksamkeit – vor allem auf Twitter.

Das ist passiert: Die NYT hat einen Artikel darüber veröffentlicht, dass angeblich Wassermelonen auf dem Mars gefunden wurden. Die Überschrift des zwischenzeitlich gelöschten Artikels lautete, so ist es noch im Internet-Archiv einsehbar: „Auf dem Mars wurden Wassermelonen-Felder gefunden, das berichtet die Polizei.“ 

Im Text war dann laut Futurism die Rede davon, dass Fruchtaliens an einer Flut von Weltraum-Melonen Schuld sei. Das FBI wolle einen möglichen Melonen-Regen aus dem All jedoch nicht kommentieren, die Behörde habe aber bestätigt, dass Kiwis vor einem Aufprall auf der Erde abgefangen worden seien.

Test für das Redaktionssystem

Mittlerweile findet sich unter dem Artikel-Link nur noch der folgende Satz: „Hier wurde fälschlicherweise ein Fake-Artikel, der unser System testen sollte, veröffentlicht.“

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Die Huffington Post hat dazu geschrieben, dass der Artikel nicht falschen Informationen aufgesessen sei, sondern dazu da war, um das interne Content-Management-System zu testen. Das ist eine Redaktionssoftware, mit der Online-Portale ihre Inhalte schreiben, produzieren und veröffentlichen.

Doch die Erklärung konnte die längst in Gang gesetzte Twitter-Spirale nicht mehr aufhalten, die sich schnell von der Enttäuschung darüber, dass es doch keine Weltraum-Melonen gibt, hin zu kurzerhand ausformulierten Verschwörungsmythen drehte.

Alle müssen es sofort wissen!!!

Dazu gehörte etwa die Forderung, dass alle Menschen sofort über die Fruchtaliens Bescheid wissen müssten.

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Andere zeigten sich hingegen enttäuscht von der Berichterstattung. Sie hätten sich gewünscht, dass die NYT mindestens ein 10.000-Wörter-Feature mit eindrucksvollen Bildern zu dem Thema produziert.

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Die Melonen sind echt

Zwischenzeitlich mischte sich sogar ein Mitarbeiter der NYT ein und schrieb dazu: „Ich werde dafür vermutlich gefeuert – oder schlimmeres. Aber das ist es wert. Die Wassermelonen sind echt.“

Auch andere sprangen auf den Zug mit auf. Beispielsweise eine freie Wissenschaftsjournalistin der NYT, die wohl nicht mit der Wahrheit rausrücken durfte: „Ich werde hier mundtot gemacht!

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Gehaltserhöhung für die Whistleblower

Andere forderten deshalb eine Gehaltserhöhung für die Reporter*innen, die die Wahrheit über die Wassermelonen an die Öffentlichkeit gebracht, und Twitter damit einen unterhaltsamen Mittag beschert haben.

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