Datenanalyse: Der beste "Mario Kart"-Charakter, um zu gewinnen

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Eine Runde "Mario Kart" geht immer, oder? Wer bei Nintendos Rennspektakel nicht nur Spaß haben, sondern auch gewinnen will, sollte die laut einer Statistik richtige Spielfigur auswählen.

"Mario Kart Tour" auf einem Smartphone. (Bild: Hitoshi Yamada, Getty Images)
"Mario Kart Tour" auf einem Smartphone. (Bild: Hitoshi Yamada, Getty Images)

"Mario Kart" ist ein echter Dauerbrenner unter den Konsolenspielen und hat entsprechend viele Fans. Die Videospielreihe begeistert Spieler seit Jahrzehnten. Der erste Titel erschien bereits 1992 für die Konsole Super Nintendo Entertainment System (SNES). Es folgten viele weitere Teile, mittlerweile kann der Fun-Racer online gespielt werden und ist unter anderem auch als Android- und iOS-Version erhältlich.

So mancher, der "Mario Kart" immer mal wieder gerne zockt, bevorzugt im Spiel bestimmte Charaktere. Doch ob man mit einer Spielfigur auch tatsächlich den Sieg einfährt, hat nicht nur mit persönlichen Vorlieben und Können zu tun, sondern mit reiner Mathematik, wie eine Datenanalyse von Henry Hinnefeld für Civis Analytics ergab.

Statistiken zu Peach, Mario, Luigi und Co.

Demnach lässt sich errechnen, ob etwa Prinzessin Peach, Mario, Donkey Kong, Luigi oder Bowser bei einem Rennen eher auf den Spitzenplätzen landen. Für die Datenanalyse befasste sich Hinnefeld eingehend mit Zahlen, erstellte Statistiken zu den einzelnen Charakteren und wandte sein Fachwissen an, um zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen.

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Dafür nutzte er die sogenannte "Pareto-Effizienz" und die "Pareto-Grenze", Prinzipien, die der Ökonom Vilfredo Pareto im 19. Jahrhundert entwickelte. "Das Konzept der Pareto-Effizienz gilt für Situationen, in denen ein begrenzter Pool von Ressourcen und mehrere konkurrierende Ergebnisse vorhanden sind, die davon abhängen, wie diese Ressourcen zugewiesen werden. Die 'paretoeffizienten' Allokationen sind solche, bei denen es unmöglich ist, ein Ergebnis zu verbessern", erklärt Hinnefeld in seinem Bericht zur Analyse.

149.760 mögliche Kombinationen

Für die Analyse berücksichtigte der Autor nicht nur die Spielfiguren, sondern legte auch Kart- und Reifenstatistiken unter anderem zu Antrieb, Gewicht und Handling zugrunde. Er gruppierte alle möglichen Auswahlen in Klassen und fügte die Fahrzeuganpassungen hinzu.

Laut Bericht ergaben sich so 149.760 mögliche Kombinationen, aber nur 15 davon sind laut Hinnefeld optimal bezogen auf Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerte.

Im Allgemeinen besitzen schwere Charaktere eine gute Geschwindigkeit, aber es hapert an der Beschleunigung. Leichtere Spielfiguren kamen zwar schneller in Fahrt, wiesen aber eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit auf.

Schwere Charaktere sind die Besten

Letztendlich kam Hinnefeld aber zu dem Schluss, dass die schwersten Rennfahrer-Klassen einschließlich Wario und Bowser die beste Wahl sind, um zu gewinnen. Denn die sind laut der Analyse einfach vielseitiger. Die Berechnungen ergaben, dass Warios mögliche Konfiguration etwa 77 Prozent der maximalen Beschleunigung erreicht, während Baby Mario nur bis zu 50 Prozent der maximalen Geschwindigkeit schaffen kann.

Da haben wir es: Ein paar Kilo mehr auf den Rippen können entscheidend für den Sieg sein. Dann mal viel Spaß bei der nächsten Runde "Mario Kart" – und immer schön auf die Bananenschalen aufpassen!

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