Datenschreiber von sinkendem Containerschiff vor Sri Lanka geborgen

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Foto des ausgebrannten Wracks vom 2. Juni

Nach dem verheerenden Brand auf einem mit Chemikalien und Plastik beladenen Containerschiff vor Sri Lanka ist der Datenschreiber geborgen worden. Die Marine habe Technikern dabei geholfen, das Gerät von der Brücke des Schiffes zu bergen, die sich noch oberhalb der Wasseroberfläche befinde, sagte ein Armeesprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

Der Schiffsdatenschreiber - eine Art Blackbox von Schiffen - soll Ermittlern bei der Suche nach der Unglücksursache helfen, die Vorgänge vor dem Brand zu rekonstruieren. Die srilankischen Behörden erhoffen sich Details zu Bewegungen des Schiffes und seiner Kommunikation mit dem Hafen der Hauptstadt Colombo, wo es anlegen wollte.

Die in Singapur registrierte "MV X-Press Pearl" geht seit Mittwoch langsam im Indischen Ozean unter. Seitdem wächst die Sorge, dass Öl auslaufen könnte. Zuvor hatte das Containerschiff mit 25 Tonnen Salpetersäure und riesigen Mengen Rohmaterialien für Plastik knapp zwei Wochen lang gebrannt.

Die srilankischen Behörden gehen davon aus, dass das Feuer durch auslaufende Salpetersäure verursacht wurde und die Besatzung der "X-Press Pearl" schon neun Tage vor Ausbruch des Feuers von dem Leck wusste. Häfen in Katar und Indien sollen sich geweigert haben, die auslaufende Salpetersäure zu entladen. Das Schiff sei mit der leckenden Säure in srilankisches Gewässer eingefahren.

Die Polizei des Inselstaates leitete eine strafrechtliche Ermittlung ein und befragte den Kapitän, den Chefingenieur und den ersten Offizier des Schiffes. Ihre Pässe wurden eingezogen.

ut/isd

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