Dax-Konzerne wollen mehr Krippen- und Kitaplätze bieten

"WamS": Unternehmen planen Ausbau des Angebots

Die großen deutschen Unternehmen wollen ihr hauseigenes Angebot an Krippen- und Kindergartenplätzen offenbar deutlich ausbauen. Dies habe eine Umfrage unter den 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) notierten Konzernen ergeben, berichtete die "Welt am Sonntag". Zahlreiche Firmen bauen demnach im nächsten Jahr neue Kinderbetreuungseinrichtungen an ihren Standorten. Viele Unternehmen hätten erklärt, ihr Angebot ständig dem Bedarf anzupassen, berichtete die "WamS".

Der Sportartikelhersteller Adidas will sein Angebot demnach von derzeit zwölf Betreuungsplätzen auf 110 im nächsten Jahr erhöhen, der Chemiekonzern BASF von 214 auf 394, SAP von 220 auf 300 und ThyssenKrupp von 90 auf 130. Der Autobauer Daimler will dem Bericht zufolge im nächsten Jahr 570 Betreuungsplätze für den Mitarbeiternachwuchs anbieten. Der Elektronikkonzern Siemens plant laut "WamS" bis 2015 den Ausbau von derzeit 1100 auf 2000 Krippen- und Kita-Plätze.

Ab Sommer 2013 gilt zwar deutschlandweit ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplätze. Allerdings zeichnet sich ab, dass eine flächendeckende Betreuung nicht zu schaffen ist. Das Statistische Bundesamt hatte für Kleinkinder eine Betreuungslücke von 220.000 Plätzen ermittelt.

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