Death Valley erreicht 53,3°C - Hitzewelle in den USA tötet Motorradfahrer

USA, Death Valley: Melissa Bolding und Bryan Bolding aus Oklahoma City posieren für ein Bild neben einem Thermometer, das eine Temperatur von 132 Grad Fahrenheit / 55 Grad Celsius im Furnace Creek Visitors Center im Death Valley National Park in Kalifornien anzeigt.<span class="copyright">dpa</span>
USA, Death Valley: Melissa Bolding und Bryan Bolding aus Oklahoma City posieren für ein Bild neben einem Thermometer, das eine Temperatur von 132 Grad Fahrenheit / 55 Grad Celsius im Furnace Creek Visitors Center im Death Valley National Park in Kalifornien anzeigt.dpa

Ein Motorradfahrer stirbt an Hitze in Death Valley. Temperaturen erreichten mehr als 50 Grad Celsius. Weitere Menschen sind betroffen.

Ein Motorradfahrer starb am Sonntag in Death Valley, Kalifornien, an den Folgen extremer Hitze, berichtet der „Guardian“. Nach Angaben des National Park Service erreichte die Temperatur dort 53,3°C. Der Verstorbene war Teil einer sechsköpfigen Gruppe von Motorradfahrern. Ein weiteres Mitglied dieser Gruppe wurde aufgrund schwerer Hitzebelastung ins Krankenhaus nach Las Vegas gebracht. Die anderen vier wurden vor Ort behandelt.

National Weather Service warnt 36 Millionen Menschen

Der Vorfall ereignete sich während einer anhaltenden Hitzewelle, die in den USA zahlreiche Temperaturrekorde gebrochen hat. Laut dem „Guardian“ sagte der Park-Superintendent Mike Reynolds: „Hohe Hitze wie diese kann echte Gesundheitsgefahren darstellen.“ Ein übermäßiger Hitzewarnung des National Weather Service (NWS) betraf etwa 36 Millionen Menschen, was etwa 10 Prozent der US-Bevölkerung entspricht.

Weitere Städte im Westen der USA am Wochenende verzeichneten neue Rekorde, geht aus dem Bericht hervor. In Redding, Kalifornien, wurden 48,3°C erreicht. Auch im Nordwesten der USA und auf höheren Lagen wie Lake Tahoe herrschten extreme Hitzebedingungen.

Kalifornien kämpft gegen Flammen bei Rekordhitze

Bei sengender Hitze sind im Süden Kaliforniens mehrere neue Wald- und Buschbrände ausgebrochen. Einer der größten lodert seit Freitag im Los Padres National Forest, einem Waldgebiet nördlich von Santa Barbara, wie die „Los Angeles Times„ berichtete. Das Feuer breite sich dort mit hoher Geschwindigkeit aus. Trockenheit und starke Winde befeuerten auch mehrere andere Brände. Die Meteorologen meldeten für den Süden des US-Bundesstaates einen Hitzerekord.

In Zeiten von Trockenheit kann eine Hitzewelle etwa mit heißen und trockenen Winden dazu beitragen, dass Brände stärker und größer werden. In Kalifornien kommt es immer wieder zu Waldbränden. Wenn der Boden nach einer langen Dürre extrem ausgetrocknet und die Vegetation stark geschwächt ist und dann eine Hitzewelle hinzukommt, fehlt die Verdunstungskühlung, so können Feuer intensiver ausfallen.

Laut dem Wetterdienst in San Diego wurden in Palm Springs, rund 150 Kilometer östlich von Los Angeles, 51,11 Grad Celsius gemessen. Damit wurde der bisherige dortige Rekord von 50,5 Grad Celsius aus den Jahren 2021, 1995 und 1993 getoppt.

Feuerwehr dämmt bedrohlichen Waldbrand ein

Einen Waldbrand, der am Donnerstag - dem Nationalfeiertag der USA - ausgebrochen war und die Stadt Mariposa am Yosemite-Nationalpark bedrohte, konnte die Feuerwehr derweil teilweise eindämmen. Dort waren zeitweilig 300 Einwohner evakuiert worden. Am Freitagabend wurde die Sperrung des Highways 140, der in den Nationalpark führt, aufgehoben. Vier Gebäude waren von dem Feuer zerstört und drei Menschen verletzt worden.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom sagte den von den Feuern Geschädigten staatliche Unterstützung zu. Die Feuerwehrbehörde Cal Fire warnt derweil vor erhöhter Brandgefahr nicht nur im Süden Kaliforniens, sondern auch in weiten Teilen der zentralen Küste und im Norden des Staates.

Hitze erreicht ungewöhnlich früh Rekordwerte

Die derzeitige Hitze empfinden Experten als sehr ungewöhnlich. „Normalerweise bekommen wir solche Temperaturen eher im August„, zitierte die “Los Angeles Times“ den Meteorologen Ryan Kittell. “Aber selbst wenn das jetzt August wäre, wäre das immer noch am oberen Ende der Hitzeverhältnisse.“ Wer jetzt vor der Hitze an den Strand flüchte, müsse dort auf hohen Wellengang und Brandungsströmungen gefasst sein, hieß es in dem Bericht.