Polizei-Großeinsatz: Proteste gegen AfD-Veranstaltung in Köln – 26 Anzeigen

Unter anderem das Bündnis „Köln gegen Rechts“ hatte zu Protesten aufgerufen.

In Köln haben Demonstranten am Samstagabend gegen eine Veranstaltung der AfD-Landtagsfraktion im Rautenstrauch-Joest-Museum protestiert.

Mit mehreren Hundertschaften hatte sich die Kölner Polizei vorbereitet. Zu Protesten hatte unter anderem das Bündnis „Köln gegen Rechts“ aufgerufen.

Um 18 Uhr startete die Kundgebung von „Köln gegen Rechts“. Ein Protestzug mit mehreren Hundert Personen war zuvor vom Autonomen Zentrum zum Museum gezogen. Um 19 Uhr begann die AfD ihren Bürgerdialog im Rautenstrauch-Joest-Museum – eine ihrerseits geplante Kundgebung hatte die Partei im Vorfeld abgesagt.

Beamte erkennen Verdächtige wieder

Der Protest verlagerte sich anschließend in den Museumssaal, in dem die AfD ihren Bürgerdialog abhielt. Demonstranten versuchten, die Veranstaltung der AfD durch anhaltendes Klatschen und Rufen zu stören. 26 von ihnen wurden vom Versammlungsleiter ausgeschlossen, die Polizei führte sie aus dem Raum und stellte ihre Personalien fest. Auf sie wartet nun eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Vor dem Museum hatten währenddessen knapp 150 Personen demonstriert.

Drei Personen nahm die Kölner Polizei zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam. Sie stehen nach Polizeiangaben in Verdacht, sich während der Demo am vergangenen Sonntag in Kalk vermummt zu haben. Beamte hatten die Verdächtigen am Samstag wiedererkannt.

Polizeipräsident Uwe Jacob hatte im Vorfeld die Teilnehmer beider Versammlungen eindringlich aufgerufen, „die Regeln des Versammlungsrechts zu beachten“. Er hatte angekündigt, dass die Einsatzkräfte bei „unfriedlichen Aktionen“ konsequent einschreiten werden. (ihi/aga)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta