Demonstranten in Peru protestieren mit Straßenblockaden gegen Regierung

Regierungsgegner in Peru haben mit landesweiten Straßenblockaden gegen Präsidentin Dina Boluarte protestiert. Die Behörden meldeten am Samstag Proteste in neun von 25 Regionen. Demnach wurden unter anderem Hauptverkehrsstraßen in mehreren bei Touristen beliebten Gebieten wie der am Titicacasee gelegenen Region Puno blockiert.

Am Freitag hatten sich Demonstranten und Sicherheitskräfte in der Region im Süden des Landes schwere Auseinandersetzungen geliefert. Bei der versuchten Erstürmung des Flughafens in der Stadt Juliaca wurden 16 Menschen verletzt, unter ihnen vier Polizisten, wie das Büro des peruanischen Ombudsmann am Samstag mitteilte. Drei Menschen wurden nach Behördenangaben schwer verletzt: Ein Bauer sei angeschossen und zwei Polizisten durch Steinwürfe verwundet worden.

Peru wird seit der Amtsenthebung und Verhaftung von Präsident Pedro Castillo am 7. Dezember von landesweiten Unruhen erschüttert. Die Demonstranten protestieren gegen die Entmachtung Castillos. Sie fordern den Rücktritt seiner Nachfolgerin Boluarte und Neuwahlen. Mehr als 22 Menschen wurden im Zuge der Proteste getötet.

bfi