Demonstranten stören Wahlkampfauftritt Le Pens in Korsika

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika haben junge korsische Nationalisten sowie eine Gruppe von Antifaschisten einen Wahlkampfauftritt der Rechtspopulistin Marine Le Pen gestört. Der Saal musste geräumt, Le Pens Auftritt verlegt werden

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika haben junge korsische Nationalisten sowie eine Gruppe von Antifaschisten einen Wahlkampfauftritt der Rechtspopulistin Marine Le Pen gestört. Vor dem Kongresszentrum in Ajaccio demonstrierten rund 50 Menschen, die dem Aufruf einer linksgerichteten Gruppe gefolgt waren. Einer anderen Gruppe von 20 bis 30 Menschen gelang es, sich an den Ordnern der Partei Front National (FN) vorbei Zutritt zum Saal zu verschaffen, in dem Le Pen zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl um Stimmen werben wollte.

Nach einem Handgemenge und dem Einsatz von Tränengas wurde der Saal geräumt. Der Auftritt Le Pens musste in einen anderen Saal verlegt werden. Im Anschluss an den Wahlkampfauftritt lieferten sich Demonstranten, Parteianhänger und Ordner erneut Auseinandersetzungen. Ein junger Mann wurde festgenommen.

Die Gruppe Ghjuventu Indipendentista, die für die Unabhängigkeit Korsikas eintritt, bekannte sich auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter zu der Störung der Veranstaltung. Sie könne eine gegen die Korsen gerichtete und von Hass geprägte Rede nicht zulassen, erklärte sie. 1992 und 1994 war der frühere FN-Chef Jean-Marie Le Pen daran gehindert worden, auf Korsika Wahlkampf zu machen.

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