Denkmalstreit: Die Hochbahn der U2 – Pankows schwierigstes Denkmal

Berlin. Unten klebt Taubenmist auf dem Pflaster. Oben hämmert ein Zug der Linie U2 über das U-Bahn-Viadukt. Die Hochbahntrasse an der Schönhauser Allee – und der Gehweg unterhalb des historischen Bahnbauwerks aus dem Jahre 1895 – sind eines der schwierigsten Denkmäler im Norden Berlins.

Wie das Viadukt und sein Umfeld auszusehen hat, ist in den Statuten des Landesdenkmalamts genau festgelegt. So können auch kleinere Abweichungen Probleme bereiten. Das bekam nun eine andere Institution mit immerhin 90-jähriger Geschichte zu spüren: Konnopke’s Imbiß kann zwar weiter Currywurst verkaufen. Aber die Bierbänke und Tische müssen verschwinden.

Imbisstische stören Sichtachsen unter der Hochbahn

Laut Bezirksamt Pankow darf der Imbiss seinen Erweiterungsbau behalten, muss dafür aber alle Straßenmöbel vor den Buden abbauen. Inhaberin Waltraud Ziervogel war mit dem Entweder-Oder nicht zufrieden. Sie wollte sowohl den Erweiterungsbau, als auch die Tische behalten und zog vor das Verwaltungsgericht. Ohne Erfolg. Wie es zu der Situation kam, erklärt Ronald Schneehagen, der Anwalt, der Konnopke vertritt, der Berliner Morgenpost so:

Bei einem Ortstermin mit dem Verwaltungsgericht und der Unteren Denkmalschutzbehörde habe das Amt gefordert, dass die Biertische vor dem Erweiterungsbau verschwinden sollen. „Es ging darum, dass die Sichtachsen auf das Denkmal freibleiben müssen. Und darum, dass der Blick auf das Pflaster nicht gestört wird“, sagt Schneehagen. Anders als die Bierbänke und Tische vor dem Erweit...

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