"Der teuerste Pfiff Deutschlands": Kreisliga-Schiri für Pfeifen-Einsatz verurteilt

·Freie Journalistin

In den Niederungen des deutschen Fußballs muss ein Schiedsrichter aufgebrachte Spieler beruhigen und pfeift deshalb laut. Das hat für den Unparteiischen ein Nachspiel vor Gericht.

Der wohl teuerste Pfiff Deutschlands: Ein Gericht fällt ein bemerkenswertes Urteil. (Bild: Getty Images)
Der wohl teuerste Pfiff Deutschlands: Ein Gericht fällt ein bemerkenswertes Urteil. (Bild: Getty Images)

Ein Schiedsrichterpfiff mit Folgen: Im Fall um einen zu lauten Pfiff eines Schiedsrichters hat ein Gericht ein bemerkenswertes Urteil gefällt. Der Vorfall vor über dreieinhalb Jahren hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und endet nun mit einem Vergleich, wie der "Kicker" berichtet.

Hobbykicker verklagt Schiri wegen Pfiff

Rückblick: Vor vier Jahren leitete Schiedsrichter Pierre H. in der Wiesbadener Kreisliga B die Begegnung zwischen der SpVgg Sonnenberg II und der DJK 1. SC Klarenthal II. Das Spiel war tor- und ereignisreich. Der Unparteiische sprach acht Verwarnungen aus und zeigte eine Rote Karte. Als mehrere Spieler nach einer verbalen Entgleisung aneinandergeraten waren, habe H. mit einem lauten Pfiff versucht, eine Rudelbildung zu verhindern.

Der "wohl teuerste Pfiff Deutschlands"

Ein Klarenthaler Spieler befand sich genau in diesem Moment in der unmittelbaren Nähe des Schiedsrichters und trug durch den lauten Pfiff einen bleibenden Hörschaden davon, berichtet der Kicker. Der Amateurkicker erstatte Anzeige wegen Körperverletzung und die Sache ging vor Gericht.

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Nach dem ersten strafrechtlichen Urteil gegen den Unparteiischen folgte nun der zivilrechtliche Prozess. Ein Gericht verurteilte den Schiedsrichter zu einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 2.500 Euro.

"Das war dann wohl der teuerste Pfiff Deutschlands", habe Pierre H. die Urteilsverkündung kommentiert. Künftig wolle er nie wieder pfeifen, berichtet der Kicker.

Video: Clattenburg: "VAR rettet Schiri-Jobs"

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