Der Vatikan will einen Oscar

Der Vatikan will einen Oscar

"Und der Oscar geht an ... den Papst!" Über ein solches Ergebnis würde sich der Vatikan unter Garantie freuen. Der heilige Stadtstaat will bei den Oscars 2018 nämlich mit einer Franziskus-Doku an den Start gehen.

"Papa Francesco. La mia idea di arte" - "Papst Franziskus. Meine Vorstellung von Kunst", so lautet der Name der 45-minütigen Dokumentation, die die Vatikanischen Museen und der Vatikanstaat produziert haben. Darin zu sehen ist, wie der Titel schon vermuten lässt, jede Menge Kunst. Der Pontifex selbst soll allerdings nicht in Erscheinung treten. Zumindest nicht in Person.

Die Doku beruht auf dem gleichnamigen Buch der italienischen Journalistin Tiziana Lupi. Diese hatte in einem Interview mit dem Papst über dessen Kunstverständnis gesprochen. Der vatikanische Oscar-Beitrag zeigt daher Werke bekannter Künstler wie Caravaggio oder Michelangelo, begleitet von Franziskus-Zitaten.

Allerdings dreht sich die Doku nicht nur um die großen Meister. Auch aus Metallresten gefertigten Skulpturen des argentinischen Künstlers Alejandro Marmo sowie ein alter Renault 4 bekommen Leinwandzeit. Letzterer war ein Geschenk eines Priesters an Papst Franziskus.

"Kunst (ist) mit seiner Botschaft der Barmherzigkeit verknüpft", erklärte Museumsdirektorin Barbara Jatta bei der Erstvorführung des Films im Vatikan. "Papa Francesco. La mia idea di arte" soll den Menschen sowohl den Papst als auch dessen innere Welt in Bezug auf Kunst näherbringen. Es ist der erste Beitrag, den die heilige Stadt je zu den Oscars eingereicht hat.

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