Deutliche Unterschiede bei Arbeitskosten pro Stunde in der EU

Die Kosten für eine Stunde Arbeit sind in den 28 Mitgliedstaaten der EU im vergangenen Jahr sehr unterschiedlich ausgefallen. Sie rangierten 2016 nach einer am Donnerstag von der EU-Statistikbehörde Eurostat veröffentlichten Erhebung zwischen 4,40 Euro und 42 Euro. Am wenigsten kostete eine Arbeitsstunde demnach in Bulgarien, am teuersten war sie in Dänemark. In Deutschland mussten die Unternehmen für eine Arbeitsstunde 33 Euro einkalkulieren und damit 2,5 Prozent mehr als 2015.

Die Durchschnittskosten für Arbeitnehmer lagen 2016 bei 25,40 Euro in der gesamten EU, in der Eurozone bei 29,80 Euro. Am teuersten waren der Statistik zufolge die Kosten für Löhne, Lohnnebenkosten und Sozialabgaben in der Industrie: 26,60 Euro betrug der Preis für eine Stunde Arbeit in der gesamten EU, 32,60 Euro in der Währungsgemeinschaft.

Der Dienstleistungssektor musste mit Kosten von 25,80 Euro in der gesamten EU sowie 28,70 Euro im Euroraum rechnen. Im Baugewerbe kosteten die Arbeitnehmer pro Stunde 23,30 Euro beziehungsweise 26,10 Euro.

Der Anteil der Lohnnebenkosten belief sich 2016 auf durchschnittlich 23,9 Prozent in den 28 Mitgliedstaaten sowie 26 Prozent in den 19 Ländern der Währungsunion. Am wenigsten mussten Unternehmen in Malta mit 6,6 Prozent an Nebenkosten entrichten, die höchsten Abgaben wurden in Frankreich (33,2 Prozent) fällig. In Deutschland machten die Nebenkosten 22,4 Prozent der Löhne aus.

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