Deutlicher Personalzuwachs bei Polizei, Kitas und Hochschulen

Personalzuwachs bei Polizei, Kitas und Hochschulen

Mehr Beschäftigte bei der Polizei, in Kitas und Hochschulen: Im Öffentlichen Dienst arbeiteten Mitte 2017 rund 4,74 Millionen Menschen und damit 47.500 oder 1,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hält die Personalausstattung mit Blick auf die Zukunft dennoch für unzureichend.

Den deutlichsten Personalzuwachs gab es bei den kommunalen Kindertageseinrichtungen. Bis zum Stichtag 30. Juni 2017 stieg die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 7100 oder 3,5 Prozent auf 211.600. Binnen zehn Jahren erhöhte sich die Zahl der Erzieher damit sogar um mehr als die Hälfte (59 Prozent) beziehungsweise 78.800.

Bei der Polizei gab es innerhalb eines Jahres einen Personalzuwachs um 6100 Beschäftigte oder 1,9 Prozent. Das ist der größte Anstieg seit mehr als 20 Jahren. Allein die Zahl der Beamtenanwärter bei der Bundespolizei stieg um rund 1700, was einem Plus von 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Das Personal an Hochschulen einschließlich der Hochschulkliniken stieg binnen eines Jahres um rund 8000 oder 1,5 Prozent. Insgesamt waren Mitte 2017 im Hochschulbereich 534.800 Menschen beschäftigt.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hält die Personalausstattung im öffentlichen Dienst trotz der Steigerung nicht für "zukunftsfest". In Bau-, Gesundheits- oder Jugendämtern fehle weiterhin Personal, bemängelte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. "Dazu kommt, dass in den nächsten Jahren ein Viertel der 4,7 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Ruhestand gehen."