Deutsche Autofahrer können sich Umstieg auf Fahrrad und Bus vorstellen

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Münster weiterhin fahrradfreundlichste Großstadt

Die meisten deutschen Autofahrer sind offen für alternative Fortbewegungsmöglichkeiten. Rund drei Viertel der Fahrer können sich vorstellen, häufiger zu Fuß zu gehen, wie aus der am Mittwoch vorgestellten Umweltbewusstseinsstudie des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts (UBA) hervorgeht. Etwa zwei Drittel der Deutschen, die regelmäßig Auto fahren, wären demnach bereit, öfter das Rad zu nutzen.

Den Umstieg auf Bus oder Bahn können sich viele Autofahrer ebenfalls vorstellen. Hier hängt die Bereitschaft allerdings relativ stark von der Größe des Wohnorts ab. So können sich dies in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern der Regierungsumfrage zufolge beinahe zwei von drei Befragten (61 Prozent) vorstellen, in Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern dagegen nur 46 Prozent.

"Die Menschen sind bereit, auf das Auto zu verzichten, aber sie brauchen gute Alternativen", erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bei der Vorstellung der repräsentativen Befragung am Mittwoch in Berlin. Dies sie eine "starke und wichtige Botschaft" für die gesamte deutsche Umwelt- und Stadtentwicklungspolitik.

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger forderte mehr Geld für den öffentlichen Nahverkehr. Die Mittel könnten durch den Abbau "umweltschädlicher Subventionen" im Verkehrssektor beschafft werden, erklärte sie. Der Nahverkehr sei "das Rückgrat der Stadtmobilität".

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