Deutsche Post: Neue Zustellbasis in Köln-Gremberghoven eröffnet

Die neue Technik soll die Mitarbeiter entlasten.

Andrea Blome, Verkehrsdezernentin der Stadt, kam die Ehre zuteil, die neue mechanisierte Zustellbasis offiziell einzuweihen. Mit einem sanften Fingerdruck auf den Touchscreen-Monitor der Steuerungseinheit startete Blome die Paketsortieranlage.

Erstaunlich leise setzte sich der Motor in Bewegung. „Das gehört zu unseren Maßnahmen, um unsere Mitarbeiter zu schonen“ erklärte Achim Gahr, Pressesprecher der Deutschen Post DHL Group, und sagte weiter: „Außerdem hat die Anlage Teleskop-Arme an den Bearbeitungsstationen, so dass die Mitarbeiter beim Ab- und Aufladen der Pakete möglichst kurze Wege haben.“

Gahr betonte, der Beruf des Paketzustellers sei ein harter Job. „Die Kunden lassen sich mittlerweile alles anliefern. Sogar Fliesen hat ein Mitarbeiter von uns schon in den vierten Stock geschleppt“, stellte der Pressesprecher fest. Daher würden für die Mitarbeiter alle notwendigen Mittel zum Gesundheitsschutz eingesetzt.

Zahl der Leerfahrten wurde verringert

Der stetig wachsende Markt der Paketzustellung machte den Bau der zusätzlichen Zustellbasis notwendig. Derzeit gibt es mehr als 70 Zustellbasen in Deutschland. DHL hat ein Paketkonzept entwickelt, zu dem neben neuer Technik auch veränderte Produktionsprozesse gehören. „Die Verteilung der Fahrten wurde optimiert, indem die Anzahl der Leerfahrten vermindert wurde. Das ermöglicht DHL eine schadstoff- und verkehrsreduzierte Paketauslieferung“, sagte Blome.

In der 6300 Quadratmeter großen Halle ist der Paket-Scanner eine Besonderheit. Er ist das Herz der Zustellbasis und ermöglicht es, jedes Paket direkt in die Kastenrutsche der einzelnen Zusteller zu sortieren. Das spare Zeit und ermögliche eine noch schnellere Auslieferung an die Kunden, sagte Dirk Merz, Niederlassungsleiter der Deutschen Post DHL Group.

Pakete vom Verteilzentrum Eifeltor in die Bezirke

Die Pakete, die in der Zustellbasis weiter verteilt werden, kommen vom Verteilzentrum Eifeltor. Die Paketboten liefern in 69 Zustellbezirke, die im gesamten rechtsrheinischen Köln sowie in Troisdorf liegen. „Bis zu 6000 Sendungen können pro Stunde sortiert werden“, erläuterte Merz. Bundesweit würden täglich etwa vier Millionen Pakete bearbeitet, davon rund 14 000 in der neuen Zustellbasis.

Mit einer Extra-Behandlung stellt die Post sicher, dass kleine Sendungen auf dem Fließband nicht verloren gehen. Sie werden in Körbchen gelegt, die mit einem Gummiband umspannt sind. „Das ist kein Körbchen. Bei den Mitarbeitern der Post heißt das Mausefalle“, sagte Gahr schmunzelnd.

Einer der Paketboten, die in Gremberghoven arbeiten, ist Jami Stergiopoulos. Von der Paketrutsche aus belädt er über die Heckseite den Transporter. „Ich habe mir ein eigenes Sortiersystem erarbeitet“, erklärte er die Anordnung der Pakete im Laderaum.

Trotz neuer Technik bleiben Fragen offen

Verkehrsdezernentin Blome sieht für die Zukunft trotz der neuen Technik noch Gesprächsbedarf bei der Paketzustellung. Sie wisse um den Zeitdruck, unter dem die Paketzusteller arbeiten. Das Verkehrsverhalten mancher Lieferanten sei aber kritikwürdig.

„In der zweiten Reihe parken und Radwege blockieren ist keine Lösung“, sagte sie. Blome plädiert dafür, gemeinsam ein Lösungsmodell für Ladezonen zu entwickeln....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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