Deutsche machen sich zunehmend Sorgen um Klimawandel und Umweltverschmutzung

Demonstration für Klimaschutz

Die Deutschen machen sich zunehmend Sorgen um den Klimawandel und andere Umweltthemen. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Langzeitstudie des Marktforschungsunternehmens Ipsos hervorgeht, erhöhte sich der Anteil derjenigen, die die Erderwärmung als besonders dringendes Problem ansehen, seit 2017 von 13 auf aktuell 26 Prozent.

Parallel erhöhte sich in den vergangenen zwei Jahren der Anteil der Deutschen, die sich um die Folgen der Umweltverschmutzung sorgen, von elf auf nunmehr 23 Prozent. Hingegen würden Themen aus dem Politikfeld innere Sicherheit tendenziell von weniger Bürgern als vorrangig angesehen, teilte Ipsos in Hamburg mit. Das Unternehmen befragt regelmäßig Menschen in verschiedenen Ländern, welche Herausforderungen ihnen aktuell die meisten Sorgen machen.

Insgesamt machten die Themen Armut und soziale Ungleichheit den Deutschen demnach immer noch am meisten Angst. 47 Prozent nannten diese bei der Befragung als drängende Probleme. Auf dem zweiten Platz folgte die Einwanderung mit 34 Prozent, was ein deutlicher Rückgang gegenüber der Zeit der großen Flüchtlingsbewegungen vom Herbst 2015 ist. Damals äußerten sich 52 Prozent darüber besorgt.

30 Prozent nannten in der aktuellen Umfrage ferner Kriminalität und Gewalt als dringliches Problem. Das ist der niedrigste Stand seit Mai 2015. In den vergangenen Jahren lag der Wert teils bei mehr als 40 Prozent.

Für seine Langzeituntersuchungen befragt Ipsos jeden Monat 1000 Menschen in Deutschland im Alter zwischen 16 und 64 Jahren. Auch in 27 anderen Ländern organisiert das Institut identische Umfragen.

Im internationalen Vergleich ist die Sorge der Deutschen vor dem Klimawandel und Umweltverschmutzung hoch. Lediglich in Kanada betrachten mit 29 Prozent noch mehr Menschen die Erderwärmung als eines der dringlichsten Probleme. In der Sorge vor den Folgen der Umweltverschmutzung werden die Deutschen nur noch von den Chinesen übertroffen, die sich zu 41 Prozent vor diesem Problem fürchten.