Deutscher Filmpreis: Alles auf Toni: Maren Ades klarer Sieg bei den Lolas

Ein starker Abend für die Frauen: „Toni Erdmann“ von Maren Ade räumt beim Deutschen Filmpreis ab. Die Männer sahen alt aus.

Toni oder nicht Toni: Das war die eine große Frage bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises Freitag Abend im Berliner Palais am Funkturm. Dabei war Maren Ades Erfolgsfilm "Toni Erdmann" nicht der große Favorit, das war eigentlich "Die Blumen von gestern" von Chris Kraus, der acht Mal nominiert war. Und Nicolette Krebitz' "Wild" war mit sieben Nominierungen auch noch stärker, "Toni Erdmann" kam mit sechs Nominierungen erst auf dem dritten Platz.

Und doch: Seit seiner Premiere in Cannes vor ziemlich genau elf Monaten hat der Film einen spektakulären Lauf hinter sich. Trotz der Tatsache, dass er in Cannes dann leer ausgegangen ist und beim Oscar dann auch. Die Frage war nur, ob sich nicht inzwischen eine gewisse Toni-Müdigkeit eingeschlichen hat. Ob man nach elf Monaten Erfolgsmeldungen nicht langsam Erdmann-überdrüssig wurde.

Sechs Mal nominiert, sechs Mal gewonnen

Im Umkreis von Komplizen Film, der Produktionsfirma von Maren Ade, hat man so was auch schon munkeln hören. Und bei einer ihrer vielen Dankesreden gab Ade auch selber zu, dass sie fast Angst habe, dass sie sich gar nicht mehr so sehr über jeden Preis freuen könnte.

Konnte sie aber doch. Gleich der erste Preis des Abends, traditionell der für den besten Hauptdarsteller, ging an Peter Simonischek für "Toni Erdmann". Und wann immer er in einer Kategorie nominiert war, sollte er auch siegen. Maren Ade hat damit nicht nur den Erfolg vom Dezember beim Europäischen Filmpreis in Breslau wiederholt, wo sie fünf Mal nominiert ...

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