Deutscher Filmpreis: "Toni Erdmann" ist bei den Lolas nicht der große Favorit

Bei den Nominierungen für den Deutschen Filmpries liegen „Die Blumen von gestern“ und „Wild“ vor Marens Ades Publikumshit.

Große Überraschung bei den Nominierungen zum Deutschen Filmpreis, die am Donnerstag in der Deutschen Kinemathek verkündet wurden: Nicht Maren Ades Erfolgsfilm "Toni Erdmann" ist der große Favorit, sondern Chris Kraus' gewagte Tragikomödie "Die Blumen von gestern" über zwei neurotische Holocaustforscher. Die kommt auf acht Nominierungen, danach folgt mit sieben Nominierungen Nicolette Krebitz' ebenfalls gewagtes Aussteigerdrama "Wild". Erst dann kommt "Toni Erdmann" mit sechs Nennungen.

Die Lola-Verleihung könnte dennoch ein "Toni Erdmann"-Abend werden

Es ist immer schwer, wenn ein Film, der schon weltweit reüssiert hat, ganz zuletzt für einen heimischen Filmpreis aufgestellt wird. "Toni Erdmann" konnte im vergangenen Jahr noch nicht für die Lola nominiert werden, weil er erst im Juli 2016 seinen Kinostart hatte. Inzwischen hat der Film 42 internationale Preise eingeheimst und allein beim Europäischen Filmpreis abgesahnt. Aber bei den öffentlichkeitswirksamsten Filmpreisen, beim Golden Globe und beim Oscar, ging "Toni Erdmann" wie schon in Cannes leer aus. Das mag sich auf das Votum der Deutschen Filmakademie, die über die Lolas abstimmt, ausgewirkt haben. Dass der Film zu "alt" sei, ist jedenfalls kein Argument: "Wild" ist sogar schon im April 2016 gestartet.

Die Lola-Verleihung könnte dennoch ein "Toni Erdmann"-Abend werden. Denn er ist in allen fünf Hauptkategorien vertreten: für den Besten Film, Regie und Drehbuch (alle drei Preise gingen dann an Maren Ade) sowie die Hauptdar...

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