Deutscher Filmpries: Lola 2017: Toni oder nicht Toni, das ist hier die Frage

Am Freitag wird der Deutsche Filmpreis verliehen. Es könnte noch mal ein großer Abend für Maren Ades „Toni Erdmann“ werden.

Es war das Jahr von "Toni Erdmann". Elf Monate ist es her, dass die Berliner Regisseurin Maren Ade mit diesem Film in Cannes für Furore sorgte. Seither ging es bergauf und bergab, aber die Aufmerksamkeit hat nie nachgelassen. Erst hochgelobt, gerade auch von internationalen Medien, dann ohne einen einzigen Preis in Cannes. Dann ein Rekord beim Europäischen Filmpreis, den nicht einmal "Das Leben der Anderen" erreicht hat. Und wieder leer ausgegangen beim Oscar.

Wenn am kommenden Freitag nun der Deutsche Filmpreis in Berlin verliehen wird, könnte das noch einmal ein großer Abend für Ades außergewöhnliche Tragikomödie werden. Wenn nicht die Deutsche Filmakademie, die über die Preise entscheidet, über die lange Strecke ein wenig Toni-müde geworden ist.

Drei Favoriten treten gegeneinander an

Ein Indiz dafür könnte sein, dass "Toni Erdmann" nicht als Favorit ins Rennen geht. Chris Kraus' gewagt-böse Holocaustforscher-Komödie "Die Blumen von gestern" ist acht Mal nominiert, Nicolette Krebitz' Aussteigen-mit-einem-Wolf-Geschichte "Wild" folgt mit sieben Nominierungen, "Toni Erdmann" kommt mit sechs Nennungen nur auf Platz drei. Man muss allerdings zugeben, dass Ades spröde inszenierter Film kaum für das beste Szenenbild oder die beste Kamera aufgestellt werden könnte.

Beim Europäischen Filmpreis war "Toni Erdmann" allerdings auch "nur" fünf Mal aufgestellt – und hat in allen Kategorien abgeräumt. Das könnte sich am Freitag wiederholen. Dann sähen die Konkurrenten alt aus. Toni or not Ton...

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