Deutscher Schützentag: Festgottesdienst zum Abschluss

Im Kreis marschiert. Foto: Frank Rumpenhorst

Ein Festumzug mit Tausenden Teilnehmern, ein neuer Präsident und die Kür der Bundesschützenkönigin - die Stadt Frankfurt hat seit Donnerstag im Zeichen des 60. Deutschen Schützentags gestanden. Am Sonntag ging die Veranstaltung, zu der insgesamt rund 15 000 Schützen erwartet worden waren, mit einem Festgottesdienst im Kaiserdom zu Ende.

Höhepunkt war der traditionelle Festzug durch die Frankfurter Innenstadt. Rund 6000 Schützen aus ganz Deutschland waren am Samstag bei Sonnenschein in Tracht unterwegs. Etwa 170 Gruppen, darunter rund 20 Musikkapellen, zogen von der Alten Oper zum Römerberg. Neben den hessischen Vereinen waren Gruppen aus dem Rheinland und Bayern besonders stark vertreten.

Vor dem Rathaus überreichten Schützen aus Hamburg das Bundesbanner an den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Im Anschluss wurde Susanne Schladebach aus dem südbadischen Sportschützenverband zur Bundesschützenkönigin ausgerufen. Bundes-Jugendschützenkönig wurde Steven Waschter vom Rheinischen Schützenbund.

Am Samstagvormittag hatte der deutsche Schützenbund Hans-Heinrich von Schönfels aus Grebenhain im Vogelsberg zum neuen Präsidenten gewählt. Der Chef des Hessischen Schützenverbandes setzte sich gegen einen Mitbewerber aus Bayern durch. Der 57-Jährige trat die Nachfolge von Heinz-Helmut Fischer aus Niedersachsen an.

Bei einem Festakt in der Paulskirche am Freitag hatte Feldmann auf die lange gemeinsame Geschichte der Schützen und der Stadt Frankfurt verwiesen. Sie hätten im 19. Jahrhundert großen Anteil an der freiheitlich-liberalen Nationalbewegung gehabt.

2019 treffen sich die Schützen in Wernigerode (Sachsen-Anhalt). Mehr als 1,3 Millionen Mitglieder engagieren sich in den Vereinen des Schützenbunds. Der Hessische Schützenverband ist nach Bayern, Niedersachsen und dem Nordwestdeutschen Verband der viertgrößte in Deutschland.

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