Deutscher Sportartikelhersteller - Adidas entlässt zwei chinesische Manager wegen Mobbing und Vetternwirtschaft

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Eine Adidas-Filialie in China.dpa/Gregor Fischer/dpabild

Adidas hat sich gerade so aus der Krise auf dem wichtigen chinesischen Markt manövriert, da wartet das nächste Problem auf den deutschen Sportartikelhersteller. Es geht um Bestechlichkeit und Vetternwirtschaft.

Adidas##chartIcon hat zwei Mitarbeiter in China entlassen, nachdem anonyme Vorwürfe von Korruption und Vetternwirtschaft gegen sie erhoben wurden. Dies bestätigte eine Adidas-Sprecherin gegenüber dem „Manager Magazin“ am Mittwoch in Herzogenaurach.

Mobbing und Vetternwirtschaft bei Adidas

Die Mitarbeiter wurden in einem offenen Brief beschuldigt, gegen den Verhaltenskodex des Unternehmens verstoßen zu haben. Es stellte sich heraus, dass ein Mitarbeiter in der Zusammenarbeit mit lokalen Zulieferern korruptes Verhalten zeigte. Zudem erfüllte eine zweite Person „die Erwartungen des Unternehmens an ein Führungsverhalten, das auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen basiert, nicht.“

Die betreffende Person war laut dem „Manager Magazin“ offenbar eine hochrangige Marketingmanagerin, die wegen Mobbing und Vetternwirtschaft entlassen wurde. In dem auf einer chinesischen Social-Media-Plattform veröffentlichten Brief wurde auch behauptet, dass Mitarbeiter Rückvergütungen von Lieferanten und Werbeagenturen angenommen hätten.

Adidas hat Untersuchung eingeleitet

In Reaktion auf diese Anschuldigungen hat Adidas eine umfassende Untersuchung eingeleitet, bei der auch externe Berater hinzugezogen wurden. Diese Untersuchung dauert noch an, wie die Sprecherin weiter erklärte.

Für das aktuelle Jahr erwartet Adidas zweistellige Wachstumsraten auf dem chinesischen Markt, der einst der größte und lukrativste des Unternehmens war. Dieser Aufschwung wird darauf zurückgeführt, dass sich die chinesische Tochter unter der Leitung von Landes-Chef Adrian Siu stärker auf den lokalen Modegeschmack ausgerichtet hat. Die Entlassungen stellen einen ernsten Einschnitt in die Wiederaufbaubemühungen von Adidas in China dar, das für den Sportartikelhersteller ein entscheidender Markt bleibt.

China ist ein wichtiger Markt für deutschen Sportartikelhersteller

Auf dem chinesischen Festland ist Adidas nach Nike##chartIcon die zweitgrößte internationale Sportbekleidungsmarke. Seit Peking die Covid-Beschränkungen Ende 2022 aufgehoben hat und die Boykottaufrufe verstummt sind, Boykottaufrufen, die aufgrund der westlichen Kritik an Chinas Umgang mit der Uiguren-Minderheit entstanden waren, verzeichnet das deutsche Unternehmen in China ein erneutes Umsatzwachstum.

Adidas ist laut CNN dafür bekannt, bei seinem Marketing in China auf Prominenz zu setzen. Das Unternehmen hat bereits mit bekannten Schauspielern und Sängern als Markenbotschafter zusammengearbeitet, darunter Yang Mi, Dilraba und Yi Yangqianxi.