Deutschland bleibt Hauptziel für Asylbewerber in der EU

Deutschland bleibt in der EU das Hauptziel für Asylbewerber. 2016 stellten 722.300 Menschen einen Asylantrag. Dies entsprach 60 Prozent aller Asylanträge in der EU. Auch im Verhältnis zur Bevölkerung nahm Deutschland die meisten Flüchtlinge auf

Deutschland bleibt in der EU das Hauptziel für Asylbewerber. 2016 stellten 722.300 Menschen in der Bundesrepublik einen Asylantrag, wie die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mitteilte. Dies entsprach 60 Prozent aller Asylanträge in der EU, wo insgesamt 1,2 Millionen Menschen Schutz suchten. Auch im Verhältnis zur Bevölkerung nahm Deutschland die meisten Flüchtlinge auf: 2016 kamen 8789 Asylanträge auf je eine Million Einwohner.

Damit stieg die Zahl der Anträge in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr deutlich. 2015 suchten etwa 442.000 Menschen Schutz in der Bundesrepublik. Einen Anstieg verzeichnete auch Griechenland: Knapp 50.000 Flüchtlinge baten dort 2016 um Aufnahme, im Vorjahr waren es noch 11.370.

Die EU-weit größte Gruppe von Asylbewerbern stammte weiter aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Sie standen für 28 Prozent aller Asylanträge in der EU. Fast vier Fünftel der syrischen Flüchtlinge suchten Schutz in Deutschland. Afghanen (15 Prozent) und Iraker (elf Prozent) bildeten die zweit- und drittgrößte Bevölkerungsgruppe unter den Antragstellen.

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