In Deutschland stehen 15 tickende Zeitbomben — doch bei ihrer Entschärfung wird getrödelt

Business Insider Deutschland
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Sicherheitsmaßnahmen an deutschen Atomzwischenlagern gehen nur schleppend voran. So haben bereits Ende März 2011 Experten vom Bundesamt für Strahlenschutz dazu aufgerufen, „den Schutz gegen Störmaßnahmen oder sonstige Einwirkungen Dritter“ zu verschärfen. Doch an an den meisten der 15 betroffenen Standorte sind noch keine entsprechenden Maßnahmen getroffen worden. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Mauern sollen die sensiblen Orte schützen. Laut „FAZ“ gibt es für das dem Bund gehörende zentrale Zwischenlager Ahaus schon eindeutige Pläne: Mauern aus Stahlbeton, die zehn Meter über und zehn Meter unter der Erde verlaufen, einen Meter dick und 500 Meter lang sind, sollen den sensiblen Ort vor Angriffen schützen — besonders vor Angriffen mit Lastwagen. Aber: Mehr als diese Pläne gibt es offenbar noch nicht. Das macht die Zwischenlager anfällig für Attacken.

Jahrelange Prüfungen lassen Zwischenlager ungeschützt

Einen zweistelligen Millionenbetrag soll die Abwehr kosten. Erst vier Mauern wurden bisher fertiggestellt, berichtet das Blatt. Sie sichern zum einen die von RWE betriebenen Zwischenlager an den Kraftwerken Biblis, Grundremmingen und Lingen. Zum anderen hat auch das Zwischenlager am Eon-Kraftwerk Isar eine entsprechende Schutzvorrichtung.

Die anderen acht Standorte seien noch in der Planung oder der Prüfung. Lediglich in Ahaus werde bereits gebaut, so die „FAZ“ weiter. 2020 soll die Mauer dort laut Bundesregierung fertiggestellt sein. Insgesamt sollten bis Mitte 2020 zudem drei weitere Zwischenlager gesichert sein — in Krümmel, Unterweser und Grafenrheinfeld.

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