Deutschlehrer in Mali legt zum Wohle seiner Schule 500 Kilometer zu Fuß zurück

Im westafrikanischen Mali hat ein junger Deutschlehrer rund 500 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, um auf die Finanznot seiner Schule aufmerksam zu machen. "Das war schwierig", sagte Tiekoro Dabo nach dem Abschluss seines zwölftägigen Gewaltmarsches, der ihn von seinem Heimatdorf Lahandy nahe der Grenze zum Senegal bis in die Hauptstadt Bamako führte. Er sei inzwischen im Bildungsministerium empfangen worden, wo ihm Aufbauarbeiten für die Schule im Laufe des Jahres 2021 zugesagt worden seien, fügte Dabo hinzu.

Mit Fotos untermauert Dabo, dass die Schule in Lahandy in einem beklagenswerten Zustand ist: Das löchrige Dach wird von einer behelfsmäßigen Holzgabel hochgehalten, anstelle von Mauern gibt es Stroh. In Mali herrscht seit 2012 politische Instabilität. 920 Schulen wurden geschlossen. Auf dem Entwicklungsindex der UNO belegt Mali den 182. von 188 Plätzen.