Deutschstunde: Kleine Merkhilfe: Was der Müller dem Maler voraus hat

Unsere Deutschstunden-Kolumne von Peter Schmachthagen

Die Dur-Tonarten werden mit großen, die Moll-Tonarten jedoch mit kleinen Buchstaben bezeichnet: A-Dur, a-Moll, A-Dur-Tonleiter, a-Moll-Tonleiter. Eine Sonate in A ist eine Dur-Sonate, eine Sonate in a jedoch ein Stück in Moll. Diese Schreibweise nimmt Bezug auf die erste Terz über dem Grundton, die in Dur eine große und in Moll eine kleine ist.

Bis ins 20. Jahrhundert behandelte man „dur“ und „moll“ als nachgestellte Adjektive gemäß dem lateinischen Ursprung durus (hart) und mollis (weich) und schrieb klein. Heute werden die Namen Dur und Moll für die Tongeschlechter als Substantive angesehen und großgeschrieben, die Bezeichnung für die Tonarten jedoch weich oder hart unterschiedlich klein oder groß.

Die Personalabteilung einer Firma lud den Nachwuchs der Mitarbeiter zum Besuch bei Mama oder Papa im Büro ein und erklärte, dass die Anmeldungen in der Reihenfolge des Eingangs behandelt würden. An dieser Stelle macht sich ein altes deutsches Sprichwort immer gut. Wir lasen: „Wer zuerst kommt, malt zuerst.“

Obwohl es zu Zeiten des Baubooms so gut wie unmöglich ist, auch nur einen einzigen Malermeister privat zu beauftragen, müssen die Autor innen des Rundschreibens von der irrigen Vorstellung ausgegangen sein, sämtliche Maler der Region würden sich einen Wettlauf liefern, um als Erster die Fassade des Hauses streichen zu dürfen.

Doch hier geht es nicht um das Verb malen (mit Farbe streichen), sondern um das Verb mahlen (zerkleinern, fein zerreiben), und das schreibt man mit „h“. Klei...

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