DGB fordert wegen Corona-Krise Sonderregelung für Geringverdiener

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert bei Kurzarbeit angesichts der Corona-Krise Sonderregelungen für Geringverdiener. "Wenn nur 60 oder 67 Prozent des Lohnausfalls bei Kurzarbeit ersetzt werden, bedeutet das für viele Beschäftigte erhebliche Einkommensverluste. Da müssen Auffanglösungen her", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben).

Die Arbeitgeber bekämen 100 Prozent der Sozialabgaben bei Kurzarbeit erlassen. "Mit einem Teil davon könnte man das Kurzarbeitergeld auf 80 bis 90 Prozent aufstocken." Hierfür seien tarifvertragliche Regelungen erforderlich.

Wo möglich, sollten Beschäftigte zu Hause bleiben und nicht oder im Homeoffice arbeiten, sagte Hoffmann weiter. "Und das geschieht auch. Aber es ist wichtig, Regelungen mit dem Ziel zu finden, dass bei längerem Fernbleiben vom Arbeitsplatz oder geringerer Arbeitszeit die Lohnfortzahlung garantiert wird."