DHL erhöht die Preise für Pakete

·Freiberufliche Journalistin
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Die Deutsche Post DHL hat für Januar 2022 das dritte Jahr in Folge höhere Paketpreise angekündigt. Betroffen sind dieses Mal insbesondere schwere Pakete.

DHL liefert Pakete aus. (Bild: Getty Images)
DHL liefert Pakete aus. (Bild: Getty Images)

Für Privatkunden hatte DHL die Preise für Päckchen, Pakete und Zusatzleistungen zum 1. Januar 2020 das letzte Mal erhöht. Im Durchschnitt wurde es für die Kunden drei Prozent teurer. Begründet wurden die Preisanpassungen damals mit deutlichen Kostensteigerungen im Personal- und Transportbereich und umfangreiche Investitionen in Qualitäts- und Serviceverbesserungen.

Preiserhöhungen wurden rückgängig gemacht

Im Februar 2020 ruderte DHL dann aber zurück und kündigte an, dass die Erhöhungen zum 1. Mai 2020 wieder rückgängig gemacht werden. Hintergrund: Die Bundesnetzagentur hatte ein Verfahren der nachträglichen Entgeltüberprüfung gegen DHL eingeleitet.

Um einen „langwierigen Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang“ zu vermeiden, hatte DHL die Anpassungen zurückgenommen.

Zwei Erhöhungen für Geschäftskunden

Dafür mussten dann am 1. Januar 2021 Geschäftskunden tiefer in die Tasche greifen. DHL erhöhte die Preise zum Anfang dieses Jahres für Pakete ab 20 Kilogramm um einen CO2-Zuschlag. Die Preiserhöhung begründete DHL unter anderem damit, dass Paketsendungen über 20 Kilogramm „in der Sortierung und Auslieferung mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden sind“.

Die erneute Erhöhung zum 1. Januar 2022 begründet die Post mit gestiegenen Kosten und Investitionen in den Ausbau ihrer Infrastruktur. „Wir möchten unseren Geschäftskunden die beste Qualität von der Abholung bis zur Zustellung von Paketen bieten. Zur Finanzierung der umfangreichen Investitionen in allen Bereichen unserer Dienstleistung ist eine Erhöhung der Geschäftskundenpreise erforderlich. Mit diesem Schritt legen wir jetzt den Rahmen für das nächste Jahr, sodass unsere Kunden frühzeitige Planungssicherheit haben“, sagt Ole Nordhoff, Marketingchef bei Post & Paket Deutschland der Deutsche Post DHL Group. Wie hoch die Preiserhöhung letztendlich ausfallen wird, gab DHL noch nicht bekannt.

Privatkunden eventuell indirekt betroffen

Gelten sollen die neuen Preise laut DHL lediglich für Geschäftskunden mit Listenpreisen als auch für Geschäftskunden mit individuell vereinbarten Konditionen, wenn sie Pakete ab 20 Kilogramm versenden.

Privatkunden könnten jedoch indirekt von der Preissteigerung betroffen sein, wenn sie Waren online bestellen und die Händler die Versandkosten an ihre Kunden weitergeben.

Listenpreise gelten für Geschäftskunden, die zwischen 200 und 4999 Pakete im Jahr versenden. Ab einem Versand von 5000 Paketen pro Jahr handelt DHL die Konditionen individuell mit Kunden aus. Zu den größten Geschäftskunden von DHL gehört der Online-Versandriese Amazon, der aber auch seinen eigenen Dienst Amazon Logistics immer weiter ausbaut.

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