"Dickster Mann der Welt" verliert zwei Drittel seines Gewichts

Einst war Paul Mason so dick, dass er weder sein Zimmer verlassen noch laufen konnte. Fast eine halbe Tonne brachte der Brite auf die Waage - die britische Presse kürte ihn zum "dicksten Mann der Welt". Doch seit einer Magenverkleinerung verliert der 52-Jährige rasant an Gewicht. Mittlerweile wiegt er nur noch einen Bruchteil seiner ursprünglichen Masse von 980 Pfund.

Paul Mason im Januar 2013 (Bild: Rex Features)Vor fast zehn Jahren musste Paul Mason aus Ipswich, Suffolk ins Krankenhaus. Er sollte wegen eines Leistenbruchs operiert werden. Der damals etwa 450 Kilo schwere Mann war jedoch so dick, dass er nicht einmal sein Zimmer verlassen konnte. Wie „The New York Times“ berichtet, musste damals die Feuerwehr anrücken, um den Briten aus seiner Wohnung zu bekommen. Dafür wurde eine Wand eingerissen und der Patient anschließend auf einem Gabelstapler zum Krankenwagen befördert.

Nur eine von vielen Erfahrungen eines erschwerten Alltags - Erlebnisse, die Mason zu einem entscheidenden Schritt bewegten. 2010 unterzog er sich einer Magenbypass-Operation. Bei dem Eingriff, der vor allem bei schwer übergewichtigen Patienten vorgenommen wird, reduzieren die Chirurgen den Umfang des Magens. Dadurch wird der Appetit gezügelt, die Nahrungsaufnahme wird gedrosselt, das Abnehmen fällt leichter.

Lesen Sie auch: Abschlussfeier im Krankenhaus - Sohn erfüllt Mutter letzten Wunsch

Mason profitierte enorm von der Operation. Heute wiegt der Mann nur noch rund 150 Kilogramm, hat somit rund zwei Drittel seines ursprünglichen Gewichts verloren. „Meine heutigen Mahlzeiten unterscheiden sich sehr von denen früher“, so Mason im Gespräch mit der „New York Times“. Essen sei immer noch wichtig. Aber die Nahrungszufuhr bestimme nicht mehr sein ganzes Leben. Früher habe Mason 20.000 Kilokalorien am Tag verdrückt, schreibt die britische Tageszeitung „Daily Mail“.

Sein altes Ich: Mason im Jahr 2009 (Bild: Rex Features)Mit der Fresssucht habe er versucht, gewisse Defizite in seinem Leben auszugleichen. Schon als Kind sei das so gewesen. „Essen war der Ersatz für die Liebe, die ich nicht von meinen Eltern bekam“, sagte er gegenüber der „New York Times“.

Heute strebt Mason bereits eine weitere Operation an, denn er will weiter abnehmen. Diese will ihm der staatliche Gesundheitsdienst jedoch erst erlauben, wenn sein Gewicht über einen Zeitraum von zwei Jahren stabil bleibt. Über seine Erlebnisse schreibt Mason, der einst von der britischen Presse derzeit ein Buch. 





Sehen Sie auch:

Quizaction