Die aufregendste Verlobung aller Zeiten

Monatelang hatte Ryan Houston seinen Heiratsantrag akribisch geplant, doch dann kam alles anders: Anstatt vor seiner Liebsten am Strand von Mexiko auf die Knie zu fallen, wurde der 30-Jährige von schwer bewaffneten Polizisten in Handschellen abgeführt. Als auch noch der wertvolle Verlobungsring im Meer versank, war an ein Happy End kaum noch zu glauben.


Das Paar am Strand vor der ganzen Aufregung (Screenshot ABC News)In diesen besonderen Moment hatte Houston viel Zeit, Geld und  Mühe investiert. "Ich habe den Antrag ungefähr drei Monate lang geplant", erklärte der Amerikaner im Gespräch mit "ABCNews.com". "Wochenlang habe ich im Internet nach dem perfekten Platz gesucht." Sein geliebtes Motorrad hatte Houston für den Verlobungsring versetzt. Am 9. Januar war es dann soweit. Am Strand von Cozmel in Mexiko wollte der 30-Jährige um die Hand seiner Liebsten anhalten. Dafür hatte er ein Candle-Light-Dinner am Meer arrangiert. Seine Auserwählte, Laura Yearout, begrüßte er mit den Worten "Ich liebe dich, Laura" - in den Sand geschrieben. Und eigentlich, so das Versprechen des Hoteldirektors, hätte das Paar die romantische Kulisse vor dem "Secrets Aura Resort" ganz für sich alleine haben sollen.

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Stattdessen mussten sich die Verliebten den Strand mit einem Dutzend Menschen teilen. Eine Yacht versperrte die Sicht auf den Horizont, an Bord saß ein Mann, von dem sich das Paar beobachtet fühlte. "Der Plan war, dass wir ganz alleine wären, um den Sonnenuntergang zu beobachten, und dann sah ich als erstes das." Genervt und etwas übermütig machten die beiden die Yacht los und gaben ihr einen kleinen Stoß. Ein folgenschwerer Fehler, wie Houston im Nachhinein zugibt.

Zurück im Hotel – Houston hatte die entscheidende Frage noch nicht gestellt – stand plötzlich die Polizei vor der Tür des Pärchens. Der Vorwurf: Sie hätten die Yacht am Anlegeplatz des "Secrets Aura Resort" beschädigt. Der Besitzer sei "wie wild auf und ab gehüpft und habe darauf bestanden, dass sie mich verhaften", erinnerte sich Houston noch. In Handschellen wurde der Heiratswillige abgeführt, während die Beamten Maschinengewehre auf ihn richteten wie auf einen Schwerverbrecher. Den wertvollen Verlobungsring wollte Houston nicht mit aufs Revier nehmen. Vor dem Polizeiwagen übergab er seiner Liebsten den 1,84-Karäter mit einer Sicherheitsnadel an einem T-Shirt befestigt. Doch die aufgeregte Braut in spe konnte den Ring nicht sicher zurück ins Hotel bringen, das Kleinod entglitt ihr und fiel ins Meer.

Da der Vorwurf der Sachbeschädigung sich nicht nicht bestätigte, kam Houston rasch wieder auf freien Fuß. Und als ob die Geschichte nicht schon verrückt genug wäre, warf sich der 30-Jährige nach seiner Entlassung aus dem Polizeigewahrsam auch noch in einen Taucheranzug, um nach dem Verlobungsring zu suchen. "Nach zwei Stunden sah ich etwas glitzern und tauchte danach." Tatsächlich fischte der junge Mann das Schmuckstück für seine Freundin aus dem Meer. "Ich ging tropfnass in meinem Neoprenanzug zu ihr und kniete nieder", erinnerte sich Houston. "Sie wusste nicht, dass ich ihn gefunden hatte. Ich kniete also nieder und machte ihr auf dem Pier, mitten in der Nacht in meiner Taucherausrüstung, einen Antrag." Laura sagte Ja. Am 5. Juli will das Paar vor den Traualtar treten. Ende gut, alles gut.

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