Die ISS bekommt eine eigene Kunst-Galerie

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Kunst im All: Was sich nach einer abgefahrenen Installation anhört, soll nun bald Wirklichkeit werden. Zumindest, wenn es nach dem Startup "Uplift Aerospace" geht.

Die International Space Station hat schon einen ziemlich guten Ausblick, nun bekommt sie noch Kunst an Bord.
Die International Space Station hat schon einen ziemlich guten Ausblick, nun bekommt sie auch noch Kunst an Bord. (3D-Illustration: Getty)

Das US-amerikanische Unternehmen hat nämlich gerade erst einen Vertrag mit der Weltraumbehörde NASA unterzeichnet. Dieser erlaubt dem Startup, künftig Kunstwerke zur Internationalen Weltraumstation ISS zu senden, die dann dort aufbewahrt werden sollen. Die ISS bekommt also sozusagen eine eigene Kunstgalerie. 

Dabei sollen nicht nur virtuelle Werke ins Weltall transportiert werden, sondern auch physische. Seltene Münzen sollen dabei sein und wertvoller Schmuck. Manches davon ist für die Astronauten vor Ort gedacht, andere Gegenstände sollen nach ihrem Ausflug in den Weltraum wieder zurück auf die Erde reisen und dort in Museen ausgestellt werden. 

Logistik noch ungeklärt

In einer Pressemitteilung schrieb "Uplift Aerospace", man wolle mit diesem Schritt "den Handel im Weltraum etablieren". Wie das logistisch allerdings genau ablaufen soll, ist anscheinend selbst dem Chef des Startups noch nicht so ganz klar. Josh Hanes erklärte in einem Interview mit dem Online-Magazin "collectSPACE", man sei noch dabei, zu planen, wie die Kunst in der zweiten Jahreshälfte zur ISS gelangen könne. Klar ist schon, dass die Gegenstände auf der Raumstation in einem Tresor, der etwa die Größe eines Umkleideschranks hat, aufbewahrt werden sollen. Dieser wird als "Constellation Vault" jeweils mit auf die Reise zur ISS gehen.

Raumstation als Showroom

Die grundsätzliche Idee sei es, die Kunst auszustellen, während sie im All sei, so Hanes in dem Interview. Die ISS soll also als eine Art Showroom fungieren. Auch NFTs werden in diesen Prozess integriert sein. Allerdings nicht als eigenständige Kunstwerke, sondern als exklusive Zugangstickets zu der Weltall-Galerie. "Momentan haben NFTs nicht viel Mehrwert in der realen Welt," so Hanes. "Wir wollen sie auf diese Weise jetzt einbeziehen." Hanes sieht die NFTs neben Krypto-Währungen als ideales Mittel für den Weltraum-Handel. "Das ist ein gutes Infrastruktur-System für den Austausch zwischen Weltall und Erde," so Hanes.

Langfristig sollen darüber auch Verlosungen wie Weltraum-Ausflüge oder zu Gegenständen auf der ISS-Galerie stattfinden. Zunächst erlauben die virtuellen Tickets Zugang zu "Space-Talks" und die Inhaber*innen bekommen kleine Gimmicks wie Raumanzug-Aufnäher.

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