Die Jerusalem-Entscheidung Trumps - Die Welt widerspricht

Unter Präsident Trump ist Jerusalem zur Hauptstadt Israels geworden. Der Ansatz der Zweistaatenlösung  soll damit aber nicht in Frage gestellt werden - zumindest sieht Donald Trump das so. Die israelische Regierung lobte Trumps Schritt, die Palästinenser sprachen von einem "Akt der Aggression".

«Heute erkennen wir das Offensichtliche an - dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist.»  

(US-Präsident Donald Trump)

«Sie (Jerusalem) ist die Hauptstadt Israels seit fast 70 Jahren. (...) Jerusalem ist die Hauptstadt des jüdischen Volkes seit 3000 Jahren gewesen. Es gibt kein passenderes oder schöneres Geschenk, jetzt wo wir uns 70 Jahren Unabhängigkeit des Staates Israel nähern.»

(Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu)

«Jerusalem ist nicht und wird niemals ein Hindernis für Frieden sein, für die, die Frieden wollen.»

(Israels Präsident Reuven Rivlin)

Trotz internationaler Warnungen hat US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt - die muslimische Welt ist aufgebracht. 

«Die amerikanische Regierung hat sich mit dieser Erklärung dazu entschlossen, alle internationalen und bilateralen Resolutionen und Vereinbarungen zu verletzen.»

(Palästinenserpräsident Mahmud Abbas)

«Ich denke, dass Präsident Trump die USA heute Abend für jegliche Rolle im Friedensprozess disqualifiziert hat.»

(Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat)

«Das palästinensische Volk weiß angemessen auf die Missachtung seiner Gefühle und Heiligtümer zu reagieren.»

(Der Chef der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas, Ismail Hanija)

«Wir verurteilen die unverantwortliche Stellungnahme der US-Regierung.»

(Mitteilung des türkischen Außenministeriums)

«Diese irrationale und provokante Entscheidung wird zu einer weiteren Intifada sowie mehr Extremismus und Gewalt führen.»

(Mitteilung des iranischen Außenministeriums)

Die internationale Gemeinschaft betrachtet die Entscheidung Trumps als Rückschritt und Gefährdung von bereits erreichtem: 

«Es gibt keinen Plan B. Ich habe mich immer wieder gegen einseitige Maßnahmen ausgesprochen, die die Aussichten auf einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern gefährden würden.»

(UN-Generalsekretär António Guterres)

«Diese Entscheidung verletzt internationales Recht und alle UN-Resolutionen. Wir müssen um jeden Preis Gewalttätigkeiten vermeiden und den Dialog bevorzugen.»

(Der französische Präsident Emmanuel Macron)

«Trumps Jerusalem-Entscheidung wird die Glaubwürdigkeit der USA schwächen, Wut in der muslimischen Welt entzünden und unsere eigenen amerikanischen Diplomaten in Gefahr bringen. Zutiefst unklug.»

(Der frühere US-Diplomat Nicholas Burns, der unter George W. Bush im Außenministerium arbeitete)

«Wer eine solche Entscheidung trifft, nimmt eine erneute Eskalation des Konflikts bewusst in Kauf.»

(Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir)

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