Die peinlichsten Momente von US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump erklärte versehentlich den Vater eines Stahlarbeiters für tot. (Bild: Getty Images)

Egal, ob bei Treffen mit Staatsoberhäuptern, auf Tuchfühlung mit der Bevölkerung oder auf Presseterminen: Donald Trump tritt seit seiner Amtseinführung immer wieder ordentlich ins Fettnäpfchen. Die neueste Panne: Er erklärte fälschlicherweise den Vater eines Stahlarbeiters für tot.

Eigentlich hatte es Donald Trump wohl als volksnahe, rührende Geste geplant, als er einem US-amerikanischen Stahlarbeiter, der ihm seine Familiengeschichte erzählt hatte, versicherte: „Ihr Vater sieht Ihnen vom Himmel zu und ist stolz auf Sie.“ Mit dessen Antwort hätte er aber wohl nicht gerechnet: „Oh, der lebt noch!“, antwortete dieser. Trump versuchte, es locker zu nehmen: „Dann ist er eben noch stolzer!“, so die Antwort des US-Präsidenten.


Der Fauxpas ereignete sich am Donnerstag im Weißen Haus, als Trump Stahlarbeiter zu sich eingeladen hatte. Der US-Präsident feierte die Unterzeichnung der Proklamation zur Einführung von Handelszöllen – eine auch innerhalb der Republikaner umstrittene Entscheidung, die in den Augen vieler zu einem Handelskrieg zwischen den USA und Europa führen könnte.

Im Video: Neun peinliche Momente im Leben von US-Präsident Trump

Während sich Trump nach seinem Irrtum am Donnerstag immerhin schlagfertig zeigte, wirkte er im Juli 2017 bei einem mittlerweile legendären Fauxpas eher verwirrt. Nachdem Trump mit der Präsidentenmaschine Air Force One gelandet war und die Gangway hinunterschritt, wurde er standesgemäß von der Präsidentenlimousine empfangen. Eigentlich ist die mehrere Tonnen schwere gepanzerte Limousine nur schwer zu übersehen – Trump tat aber genau dies und ging schnurstracks in die falsche Richtung. Erst, als er darauf aufmerksam gemacht wurde, kehrte der US-Präsident um.

Für Spott sorgte Trump auch im November vergangenen Jahres beim ASEAN-Gipfel in Manila. Als er, unter anderem mit dem philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte und dem vietnamesischen Premierminister Nguyên Xuân Phúc, den ASEAN-Handschlag zelebrieren sollte, wollte das Trump – als einzigem der anwesenden Politiker – nicht so recht gelingen. Die Bilder der missglückten Performance gingen selbstredend um die Welt.

Als Trump gemeinsam mit Frau Melania, Tochter Ivanka und Schwiegersohn und Berater Jared Kushner im Mai letzten Jahres eine Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan wahrnahm, sprach ein Foto Bände: Trump grinste auf dem Foto bis über beide Ohren, der Papst hingegen sah alles andere als amüsiert über das Zusammentreffen mit ihm aus.

Der Heilige Vater schien den Fototermin mit dem US-Präsidenten nicht wirklich zu genießen. (Bild: AP Photo/Evan Vucci)

Den in diplomatischer Hinsicht wohl peinlichsten Auftritt legte Trump auf dem NATO-Gipfeltreffen in Brüssel im vergangenen Mai hin. Denn als es zum Fototermin ging, erwischten die Kameras Trump dabei, wie er sich in die erste Reihe drängelte – und Montenegros Premierminister Duško Marković einfach zur Seite schubste. Der nahm es allem Anschein nach mit Humor – während Trump sich, im Mittelpunkt angekommen, erst einmal stolz die Krawatte richtete.


„Während seines Besuchs im NATO-Hauptquartier, Trump stellt sich vor dem montenegrischen PremierministerDuško Marković, um in der Gruppe ganz vorne zu stehen.“

Auch bei anderen diplomatischen Anlässen zeigte sich Trump nicht ganz sattelfest. Ob (wie von ihm behauptet) ungewollt oder nicht: Dass er der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in Washington beim Fototermin die Hand nicht schütteln wollte, zählte definitiv ebenfalls zu den zahlreichen politischen Peinlichkeiten, die sich der US-Präsident leistete. Die Reporter baten mehrmals: „Herr Präsident, können wir einen Handshake sehen?“ – Trump schien dies zu ignorieren.

Unvergessen auch Trumps Ansprache im Weißen Haus nach seinem Asien-Trip. Zuerst suchte Trump unter seinem Pult nach einer Wasserflasche, fand aber keine. Als er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass sich dort sehr wohl eine Flasche befindet, nahm er diese, öffnete sie lange, blickte dabei den Journalisten in die Augen und nahm dann einen Mini-Schluck, ehe er seine Rede fortsetzte.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen