"Die Pest": Darum geht es in der neuen zweiten Staffel

Am 11. Dezember 2019 feiert die zweite Staffel von “Die Pest“ Premiere auf Sky Atlantic und Sky Go. Schon die erste Staffel der Historienserie war ein voller Erfolg, die zweite verspricht eine spannende Fortsetzung rund um den Buchdrucker Mateo im Sevilla zur Zeit der Beulenpest.

In der Historienserie “Die Pest" kämpft Buchdrucker Mateo gegen Verbrecher in einer von der Pest heimgesuchten Stadt. (Bild: Getty Images)

Sevilla, Spanien, im 16. Jahrhundert. Mitten in der Pestepidemie soll der junge Buchdrucker Mateo in der ersten Staffel “Die Pest” eine geheimnisvolle Mordserie aufklären. Hinweise deuten auf eine Verschwörung hin. Kann wirklich der Anführer der Protestanten hinter der Mordserie stecken?

Auch die zweite Staffel inszenierte der preisgekrönte Regisseur Alberto Rodriguez als fesselnden und faszinierenden Mix aus Thriller- und Historienserie. In Spanien legte die erste Staffel seinerzeit einen Rekordstart hin und übertraf sogar "Game of Thrones".

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In der Fortsetzung hat Sevilla zwar die Beulenpest überwunden, doch die Folgen machen den Menschen schwer zu schaffen. Es grassiert eine Hungersnot, Prostitution und Kriminalität steigen an. Verbrecherorganisationen, wie die Mafiagruppe Garduña haben Sevilla fest in der Hand. Mateo bekommt einen Brief aus der Heimat, in dem er erfährt, dass sein Freund Valerio nur knapp einem Attentatskommando der Garduña entkommen konnte. Mateo kehrt unverzüglich nach Sevilla zurück und bekämpft die Untergrundbewegung, gemeinsam mit seiner Stiefmutter Teresa und deren Assistentin Eugenia.

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Die zweite Staffel von "Die Pest" ist ab 11. Dezember immer mittwochs um 20.15 Uhr in Doppelfolgen auf Sky Atlantic HD zu sehen. Parallel dazu sind die jeweiligen Episoden auch auf Sky Ticket, Sky Go und über Sky Q abrufbar. Auch Staffel eins steht auf Abruf bereit.

Die Pest wütete in Europa über mehrere Jahrhunderte

Vom 14. bis zum 19. Jahrhundert kam es in Spanien und dem Rest Europas immer wieder zu verheerenden Pest-Epidemien, die ein Drittel der europäischen Bevölkerung auslöschten. Allein die erste Seuchenwelle von 1347 bis 1352 forderte mehr als 25 Millionen Todesopfer.

Viele Menschen hielten die Pest im Mittelalter für eine Strafe Gottes. Neben religiösen Riten, wie etwa der Selbstgeißelung, versuchte man die Krankheit mit verschiedenen Maßnahmen einzudämmen. So wurden Betroffene beispielsweise mit Essig besprüht und für 40 Tage in Quarantäne gesteckt. Es gab spezielle Pesthäuser, die mit einem weißen Kreuz markiert wurden. Später entstanden sogar Pestkrankenhäuser. Ende des 18. Jahrhunderts hatte Europa die Pest endlich überstanden. Erst im Jahre 1894 entdeckte der Arzt Alexandre Yersin aus der Schweiz den Erreger der bakteriellen Infektionskrankheit und entwickelte den ersten Impfstoff.

Die Pest ist noch nicht gänzlich bekämpft

Die Krankheit taucht bis heute in einzelnen Ländern auf. Seit 2000 hat die die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) Ausbrüche in Peru, China, in der Demokratischen Republik Kongo, Algerien, Malawi, Indien und Sambia registriert. Zuletzt brach die Pest im Jahr 2017 auf der Insel Madagaskar aus. Die WHO berichtete von 40 Todesfällen.

Die Beulenpest ist die häufigste Form der Pest und äußert sich an schwarzen Flecken auf der Haut, die an den Stellen auftreten, an denen Betroffene von einem mit dem Bakterium infizierten Floh gebissen wurden. Weitere Symptome sind dunkle Beulen am ganzen Körper sowie starkes Fieber und Gliederschmerzen.

Als besonders gefährlich gilt bis heute die Lungenpest, die nicht nur hoch ansteckend ist - auch die Behandlung bleibt häufig erfolglos. Bei allen anderen Pestarten führen Antibiotika wie Streptomycin und Tetracyclin meistens schnell zur Ausheilung, wenn die Diagnose frühzeitig gestellt wird.