Richtig oder übertrieben? Lidl sichert Fleisch und Butter gegen Diebe

·Freie Autorin

Die Lebensmittelpreise explodieren, viele Verbraucher müssen sich beim Einkaufen im Supermarkt einschränken. Das führt allerdings auch zu mehr Laden-Diebstählen. Und die scheinen wohl so zu eskalieren, dass manche Supermärkte die Grundnahrungsmittel zusätzlich sichern. Richtig oder übertrieben?

Fast alles ist im Supermarkt teurer geworden, auch Fleisch. (Symbolbild: Getty Images)
Fast alles ist im Supermarkt teurer geworden, auch Fleisch. (Symbolbild: Getty Images)

Butter, Milch, Fleisch oder Brot – egal, was man im Supermarkt kauft, alles ist teurer geworden. Das lässt kaum einen Verbraucher kalt, viele müssen beim Supermarkt-Einkauf ganz genau rechnen. Manche können sich kaum noch die Grundnahrungsmittel leisten – und machen in ihrer Not sogar lange Finger. Denn scheinbar haben mit der Teuerung auch die Ladendiebstähle zugenommen.

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Diebstahlschutz für Fleisch, Öl und Kaffee

Ein Indiz dafür sind Diebstahlsicherungen, die in einigen Märkten seit neuestem auch Nahrungsmittel wie Fleisch, Kaffee , Öl oder Schokoladen-Produkte vor Dieben schützen sollen. Beim Discounter Lidl etwa wurden Butter, Hackfleisch, Hähnchenschenkel und Gulasch entsprechend präpariert. Normalerweise kennt man diese Sicherungen von Spirituosen.

Richtige Konsequenz oder übertriebene Maßnahme?

Was in Deutschland noch ein neues Phänomen ist, ist in Großbritannien schon länger angekommen. Dort gibt es bereits Diebstahlsicherungen auf den Butter-Paketen – was im Netz für Spott sorgte. Die deutschen Kunden von Lidl, Edeka und Co. sehen Sicherheitsetiketten und Co auf Twitter gespalten – während sich die einen echauffieren, bleiben andere gelassen oder finden die Sicherungen eine notwendige Konsequenz. Manch einen stören weniger die Sicherungen als vielmehr die Gesamtsituation:

Man müsse die Butter ja nicht kaufen und als ehrlicher Kunde könne einem das doch sowieso egal sein, heißt es an anderer Stelle.

Diebstahlschutz könnte für immer mehr Lebensmittel kommen

Die Anti-Diebstahl-Maßnahmen werden so schnell wohl auch nicht wieder verschwinden. Vielmehr könnten in Zukunft noch mehr Warengruppen gesichert werden. Manch ein Experte sieht darin sogar eine Vorstufe für Supermärkte ohne Kassenpersonal, wie sie etwa von Aldi bereits in den Niederlanden und Großbritannien getestet werden.

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