Dienstag, 12.06.2018: Was Sie heute wissen müssen

Donald Trump und Kim Jong-un kommen in Singapur zum Gipfel-Treffen zusammen. Im Fall der erstochenen 15-Jährigen in Viersen hat sich ein Mann am Montagabend der Polizei gestellt. Nach Zoff mit Angela Merkel verschiebt Horst Seehofer die Vorstellung seines Masterplans zur Verschärfung der Asylpolitik. Die SPD will derweil ihren eigenen Asylplan vorlegen. Das sind die wichtigsten Nachrichten des heutigen Tages.

Kim Jong-un und Donald Trump reichen sich die Hände. (Bild-Copyright: Evan Vucci/AP Photo)

Gipfel-Treffen in Singapur: Donald Trump und Kim Jong-un unterzeichnen Vereinbarung

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un sind am Dienstagmorgen in Singapur zum ersten Gipfel in der Geschichte ihrer Länder zusammengekommen. Handschlag, Fotos, ein persönliches Gespräch: Viele Freundlichkeiten wurden im ersten Teil des Gipfels ausgetauscht. “Wir werden eine großartige Beziehung haben”, erklärte Trump vor Journalisten.

Danach ging es in die Gesprächsrunde mit Außenminister Mike Pompeo, dem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton und Trumps Stabschef im Weißen Haus, John Kelly. An der Seite Kims saß unter anderem der frühere Geheimdienstchef Kim Yong-chol. Hauptthema: das nordkoreanische Atomprogramm. Nach etwa fünf Stunden war der Gipfel beendet – und es wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, der zufolge die USA und Nordkorea auf eine “anhaltende und stabile” Friedenslösung für die koreanische Halbinsel hinarbeiten wollen.

Viersen: 15-Jährige in Park erstochen – Mann stellt sich der Polizei

Mitten am Tag in einem öffentlichen Park. Ein 15-jähriges Mädchen wird Opfer einer brutalen Messerattacke. (Bild-Copyright: dpa)

Im nordrhein-westfälischen Viersen ist eine 15-Jährige am Montag im Casinogarten niedergestochen worden. Das Mädchen aus Rumänien verstarb kurz darauf im Krankenhaus. Noch am Montagabend stellte sich ein 25-jähriger Tatverdächtiger der Polizei. Der aus der Türkei stammende Mann hatte sich zuvor einer Polizeikontrolle entzogen, wie die Beamten mitteilten. Der Betroffene sei polizeilich bekannt. Ob er an der Tat beteiligt war, werde nun geprüft.

Streit in der Union: SPD will eigenen Asylplan vorlegen

Was Asylpolitik angeht, kommen Merkel und Seehofer offensichtlich auf keinen gemeinsamen Nenner. (Bild-Copyright: Tobias Schwarz/AFP)

“Wer konkrete Vorschläge in der Asylfrage will, kann sich auf Seehofer und die CSU nicht verlassen. Deshalb erarbeitet die SPD nun ein eigenes Migrationskonzept”, kündigte SPD-Vize Ralf Stegner vor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland an. Hintergrund: Bundesinnenminister Horst Seehofer verschob überraschend die für Dienstag angesetzte Vorstellung seines sogenannten Masterplans Migration. Grund für die Absage ist offenbar eine Meinungsverschiedenheit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wie die “Bild”-Zeitung berichtet, bestehe Seehofer darauf, künftig Asylsuchende, die bereits in anderen EU-Ländern mit ihren Fingerabdrücken in der EURODAC-Datei registriert sind oder schon einmal aus Deutschland ausgewiesen wurden, an den deutschen Grenzen zurückzuweisen. Merkel lehne dies jedoch ab.