Dienstag, 17.04.2018: Was Sie heute wissen müssen

Die USA und Großbritannien warnen nach weltweiten Cyberattacken vor russischer Spionage. Die EU beschwert sich bei der WTO wegen drohender Strafzölle und die AfD klagt über eine womöglich lasche Bundeswehrausbildung. Das sind die Nachrichten des Tages

Die Angriffe sollen angeblich russische Spionage ermöglichen. (Bild-Copyright: AP Photo/Pavel Golovkin)

USA und Briten behaupten: Neue russische Cyberattacke

Die USA und Großbritannien warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor einem großflächigen Hackerangriff aus Russland. Netzwerkinfrastrukturen von Regierungen und großen Organisationen bis hin zu Routern von Privatpersonen wurden demnach bereits infiltriert. London und Washington beobachten das Vorgehen seit mehr als einem Jahr, so Reuters. Die Amerikaner und Briten vermuten, Russland positioniere sich für eine global angelegte Hackerattacke, um “Millionen Maschinen” auszuspionieren. Einen Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Giftgas-Angriff auf Syrien soll es nicht geben.

AfD klagt über “verweichtlichte” Soldaten

Die AfD wünscht sich auch die Wehrpflicht zurück. (Bild-Copyright: Mindaugas Kulbis/AP Photo)

Weil Rekruten in der Ausbildung zusammenbrachen, will die Bundeswehr ihre Standards anpassen. Das stößt bei der AfD auf wenig Zustimmung. “Ich beobachte bei der Bundeswehr einen Trend zur Verweichlichung”, sagte Jan Nolte, der die AfD im Verteidigungsausschuss des Bundestags vertritt, laut der dpa. Soldaten sollten nicht gequält werden, es sei aber auch falsch, dass Ausbilder Angst hätten, Rekruten hart anzufassen. Im vergangenen Jahr sorgten bei der Bundeswehr zwei Trainingsvorfälle für Schlagzeilen. Ein junger Mann starb an den Folgen eines Hitzschlags.

EU reicht Beschwerde gegen US-Strafzölle ein

Schaukelt sich der weltweite Handelsstreit weiter hoch? (Bild-Copyright: Yu Fangping/SIPA Asia via ZUMA Wire/dpa)

Der Streit um US-Zölle auf Stahl und Aluminium beschäftigt jetzt auch die Welthandelsorganisation (WTO). Nach China hat nun auch die EU Beschwerde eingelegt. Der “Exporteur mit erheblichem Interesse in diesem Fall”, will schnellstmöglich Beratungen mit den USA, heißt es in der Erklärung, die auf der WTO-Webseite veröffentlicht wurde. Die EU fordert, ausnahmslos von den angekündigten Strafzöllen ausgenommen zu werden.

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