Dienstag, 19.03.2019: Was Sie heute wissen müssen

Der mutmaßliche Attentäter von Utrecht wurde festgenommen. In London spricht sich der Unterhaussprecher gegen ein Vorhaben von Theresa May aus. Vor der Küste Libyens rettet ein Hilfsschiff rund 50 Flüchtlinge vor dem Ertrinken. Und Brasiliens Präsident Bolsonaro kommt zu Besuch ins Weiße Haus. Das sind die Nachrichten des Tages.

Wohungsdurchsuchung: Attentäter von Utrecht festgenommen

Vor dem Haus, in der sich die Festnahme abspielte, versammelten sich mehrere Menschen. (Bild: Getty Images)

Nach den Schüssen in einer Straßenbahn mit drei Toten hat die Polizei den Attentäter von Utrecht festgenommen. Laut dem Einsatzleiter Rob van Bree erfolgte der Zugriff im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung im Stadtzentrum von Utrecht. Bei dem Schützen, dem 37 Jahre alten Gökmen T., soll es sich um einen türkischstämmigen Mann handeln.

Laut der Nachrichtenagentur DHA forderte der Vater des mutmaßlichen Täters eine harte Strafe für seinen Sohn, falls dessen Schuld nachgewiesen werden könne. Inzwischen stellt sich heraus, dass T. polizeibekannt war. Erst vor zwei Wochen hatte er sich vor Gericht wegen einer Vergewaltigung verantworten müssen. Sein Vorstrafenregister soll auch Vandalismus, Einbruch und Diebstahl umfassen.

Sprecher des Unterhauses schließt weiteres Brexit-Votum aus

John Bercow lässt Theresa May nicht gewähren. (Bild: Reuters)

Die britische Premierministerin Theresa May bekommt überraschend Gegenwind aus den eigenen Reihen: Ihr Parteikollege John Bercow, Sprecher des Unterhauses, erläuterte in einer Stellungnahme am Montag, dass die Premierministerin ihren Brexit-Entwurf nicht erneut dem Parlament zur Abstimmung vorlegen dürfe.

Nach zwei Abstimmungsniederlagen hatte May vorgehabt, ihren Deal den Abgeordneten ein drittes Mal zum Votum zu unterbreiten. Doch laut Bercow würde ein solches Vorgehen mit einer Jahrhunderte alten Tradition brechen, wonach man ein und dieselbe Vorlage nicht beliebig oft zur Abstimmung einbringen dürfe.

Schiff rettet im Mittelmeer dutzende Flüchtlinge

Immer wieder kommen Rettungskräfte mit Hilfsschiffen in Not geratenen Flüchtlingen zu Hilfe. (Symbolbild: Getty Images)

Rund 50 Menschen hat das italienische Hilfsschiff “Mare Jonio” vor der Küste Libyens aus dem Mittelmeer gerettet. Das teilte das Hilfsbündnis Mediterranea am Montag auf Twitter mit. Etwa 40 Seemeilen vor der libyschen Küste sei das Schlauchboot mit den Insassen in Not geraten und gesunken. Zu diesem Zeitpunkt soll das Boot bereits zwei Tage lang unterwegs gewesen sein.

Das Hilfsschiff mit den Geretteten, von denen viele “erschöpft und dehydriert” waren, nimmt nun Kurs auf die italienische Insel Lampedusa. Doch Italiens Innenminister Matteo Salvini erteilte der Forderung von Mediterranea, dort anzulegen, bereits eine Absage. “Die Häfen wurden und bleiben geschlossen”, schrieb Salvini auf Twitter.

Brasiliens Präsident Bolsonaro zu Besuch bei Donald Trump

Jair Bolsonaro könnte in Donald Trump einen Gleichgesinnten treffen. (Bild: Getty Images)

Er wird wegen seiner Hardliner-Positionen oft als Tropen-Trump bezeichnet: Nun trifft Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro auf den echten Trump im Weißen Haus. Der US-Präsident will mit seinem Kollegen über ein bilaterales Handelsabkommen sprechen. Bolsonaro wiederum will laut “tagesschau.de” sein Land enger an die USA binden, etwa was die militärische Zusammenarbeit betrifft.

Laut einer Stellungnahme des Weißen Hauses soll es bei den Gesprächen auch um Energie- und Agrarpolitik gehen. Genau wie Donald Trump wird auch Jair Bolsonaro im eigenen Land für viele seiner Aussagen scharf kritisiert. So hatte er etwa Äußerungen getätigt, mit denen er seine Sympathie für eine brasilianische Militärdiktatur kundtat.