Diese Frau will morgen Andrea Nahles stürzen — ihr Plan hat schon einmal fast funktioniert

Andreas Baumer
Simone Lange, Flensburgs Oberbürgermeisterin.


Sie ist der Störenfried der SPD, der weibliche Kevin Kühnert, der Stachel im Fleisch der sozialdemokratischen Führungsriege. Bis vor wenigen Wochen kannte Simone Lange, die aufrührerische Flensburger Oberbürgermeisterin, kaum jemand. Doch nun will sie SPD-Chefin werden. Lange tritt gegen Andrea Nahles an. Gegen die Ex-Jusochefin, Ex-Generalsekretärin, Ex-Ministerin. Besser vernetzt als Nahles ist kaum jemand in der Partei. Mehr Establishment als sie geht kaum. Lange hat eigentlich keine Chance. Doch die will sie nutzen.

Anruf bei Simone Lange. Viel Zeit hat sie nicht. 10 Minuten höchstens. Dann müsse sie weiter. Vor Kurzem hat sich Lange über 10 Minuten Redezeit noch beschwert. Zu wenig, fand sie. Jetzt darf sie beim Parteitag am Sonntag 30 Minuten reden. Genauso lang wie Andrea Nahles. Lange braucht die Zeit. Viele Delegierte werden sie zum ersten Mal reden hören und dann hoffentlich eine Antwort auf die eine Frage kennen: Warum tut sich Lange das überhaupt an?

Lange kritisiert Nahles und Scholz

Kaum ein anderer Job ist so undankbar wie der des SPD-Parteivorsitzenden. Sigmar Gabriel rieb sich auf. Martin Schulz stürzte ab. Beide starteten gut und landeten hart. Inzwischen vertreiben sie sich den Tag als einfache Bundestagsabgeordnete. Lange findet es „schade“, dass das Amt des SPD-Parteichefs einen schlechten Ruf hat. Sie will das ändern. Sie, nicht Andrea Nahles verkörpere den Aufbruch, sagt sie Business Insider. „Die Zeiten, dass Spitzenposten hinter verschlossenen Türen verteilt werden, müssen vorbei sein.“

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