Diese Stars waren 2018 echte Vorbilder

Antonia Wallner
Freie Autorin

Wenn man berühmt ist, hat man eine lautere Stimme. Im Jahr 2018 entschieden sich wieder viele Promis dazu, diese Stimme bei sozialen und politischen Themen und Events zu erheben. Besonders US-Präsident Trump mobilisierte mit seinen fragwürdigen Entscheidungen die Celebritys zum Handeln. Eine Hitliste der engagiertesten Stars, die wir uns auch gerne zum Vorbild für das neue Jahr nehmen.

Amy Schumer bei den Kavanaugh-Protesten. (Bild: AFP)

1. Amy Schumer und Emily Ratajskowski

Im Oktober sorgte die Berufung des konservativen Richters Brett Kavanaugh an das Oberste Bundesgericht der USA für einen Aufschrei in der Bevölkerung. Kavanaugh wurde sexuelle Nötigung in mehreren Fällen vorgeworfen. Weil Präsident Trump an seinem Wunschkandidaten festhielt, zogen im Oktober tausende Menschen vor die Senatsgebäude in Washington. Über 300 Demonstranten wurden schließlich verhaftet. Unter ihnen waren auch die US-Komikerin Amy Schumer und das Model Emily Ratajskowski. In einem Video sieht man deutlich, wie ein Polizist auf Schumer zukommt und sie fragt: “Wollen Sie verhaftet werden?“ Sie antwortet aus voller Überzeugung: “Ja.“ Emily Ratajkowski schrieb auf Twitter: “Männer, die Frauen verletzen, sollten nicht weiterhin in Machtpositionen kommen“

 

3. Alyssa Milano

Am 20. Januar 2018 liefen erneut tausende Frauen beim “Women’s March“ durch Washington, um den Rechten der Frauen Gesichter und Stimmen zu geben. Schauspielerin und Sängerin Alyssa Milano postete während des Marsches eine Botschaft an Präsident Trump und seine Migrantenpolitik: “Du hättest das nicht tun müssen. Aber du hast es trotzdem getan. Also marschiere ich heute für all die Migranten, die du nicht beschützen wolltest. Und die Kinder, die so verletzlich zurückbleiben müssen.“

 

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4. Lebron James

Statt immer nur Körbe zu werfen, versuchte sich der NBA-Megastar mal als Bildungshelfer. Er eröffnete in seiner Heimatstadt in Ohio die “I Promise“-Schule, an der 240 benachteiligte Kinder Unterricht und bis zum Übertritt in die Uni finanzielle Unterstützung erhalten. Der Basketballer setzte damit auch ein Zeichen gegen Präsident Trump.

LeBron James bei der Eröffnung seiner “I Promise”-Schule. (Bild: getty Images)

5. Marc Gasol

Noch ein NBA-Pro mit sozialem Engagement. Und im Fall von Marc Gasol sogar lebensrettend: Der Spanier und Center der Memphis Grizzlies nutzte seine Sommerpause, um sich als Flüchtlingshelfer zu engagieren. Mitte Juli rettete er gemeinsam mit seinen Kollegen der spanischen Hilfsorganisation “Proactiva Open Arms” 85 Seemeilen vor der Küste Libyens eine Frau vor dem Ertrinken. Gasol und seine Mithelfer zogen die Frau an Bord ihres Bootes. “Ich stand unter Schock, hatte Angst”, sagte er. Auf Twitter teilte der NBA-Mann ein Bild, wie er die Frau mit seinen Kollegen aus dem Wasser holte.

 

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6. Frank Zander

Die soziale Ader von Entertainer Frank Zander zeigte er mit Gänsekeulen, Rotkohl und Knödel. Jedes Jahr lädt er die Obdachlosen und sozial Bedürftigen Berlins an Weihnachten zu Gänsebraten und Showprogramm ein. Im Anschluss an das diesjährige 24. Charity Dinner verteilten die gut 250 Freiwilligen Geschenktüten, in denen Unterwäsche und Schlafsäcke verpackt waren.

Entertainer Frank Zander bei seinem 24. Charity Dinner für Obdachlose zu Weihnachten. (Bild: Getty Images)

7. Cate Blanchett und die 82 Frauen auf dem Cannes Festival

Auf dem diesjährigen Cannes Film Festival setzten 82 Frauen ein Zeichen gegen die Geschlechter-Ungleichheit im Filmbusiness. Schauspielerinnen und Produzentinnen liefen Arm in Arm über den roten Teppich. Schauspielerin Cate Blanchett hinterließ in ihrer Rede ein klares Statement:

“Wir sind 82 Frauen, die die Nummer aller bisherigen weiblichen Filmemacher repräsentieren, die seit Beginn des Cannes Festivals in 1946 diese Stufen hier erklommen haben. Im gleichen Zeitraum stiegen insgesamt 1.688 männliche Produzenten dieselben Stufen hinauf. Die prestigeträchtige “Goldene Palme“ wurde bisher an 71 männliche Filmproduzenten verliehen, aber nur an zwei weibliche.“

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