Diese unfassbare Summe verdiente ein Disney-Manager für knapp drei Monate Arbeit

Lediglich drei Monate lang war Geoff Morrell beim Medienkonzern Disney angestellt. In dieser Zeit verdiente der Manager allerdings mehr als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben.

Geoff Morrell war vier Monate lang bei Disney und verdiente ein üppiges Sümmchen (Bild: Tom Williams/CQ Roll Call)
Geoff Morrell war vier Monate lang bei Disney und verdiente ein üppiges Sümmchen (Bild: Tom Williams/CQ Roll Call)

Chief Corporate Affairs Officer – so lautete die Berufsbezeichnung von Geoff Morrell, als er am 24. Januar 2022 seine Arbeit für den Medienkonzern Disney antrat. Doch nur knapp drei Monate später verabschiedete er sich aus dem Unternehmen. Besonders traurig darüber dürfte der Disney-Manager aber nicht gewesen sein. Schließlich verließ er den Konzern mit acht Millionen US-Dollar mehr auf seinem Konto.

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf eine Mitteilung von Disney an die US-Börsenaufsicht SEC berichtet, bekam Morrell für lediglich 70 Wochentage, die er im Amt war, eine Summe von 8.365.403 US-Dollar (umgerechnet etwa 7,71 Millionen Euro) überwiesen. Pro Tag sind das etwa 119.505 Dollar (umgerechnet rund 110.000 Euro). Rechnet man die Abfindung noch dazu, kommt er auf unfassbare 176,746 US-Dollar pro Tag. Von solch einem Gehalt können die meisten Menschen nur träumen!

Satte Abfindung für Morrell

Disney habe es laut der Zeitung nicht nur beim Gehalt von Geoff Morrell besonders gut gemeint. Das Unternehmen habe ihm und seiner Familie auch den Umzug von London nach Los Angeles bezahlt und dafür sage und schreibe 527.438 Dollar hingeblättert. Andere Führungskräfte hätten eine Umzugsprämie von "lediglich" 100.000 Dollar erhalten. Als Morrell am 29. April 2022 aus dem Unternehmen schied, soll er auch noch eine satte Abfindung von 506.310 Dollar bekommen haben.

Deshalb verließ Morrell Disney

Geoff Morrell musste Disney im Zuge der Proteste gegen das sogenannte "Don't Say Gay"-Gesetz verlassen. Das neue Gesetz verbietet es Grundschullehrern in Florida, im Unterricht über sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität zu sprechen. Weil Morrell und der damalige Disney-Chef Bob Chapek dazu schwiegen, gingen LGBTQ-Mitarbeiter auf die Barrikaden. Chapek entschied sich nach den internen Protesten dazu, den Gesetzesentwurf öffentlich in Frage zu stellen.

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Damit machte er sich jedoch zur Zielscheibe von Ron DeSantis, dem Gouverneur von Florida. DeSantis setzte sich im Anschluss dafür ein, das Selbstverwaltungsrecht von Disney World im sogenannten Reedy Creek Improvement District abzuschaffen. Das hatte steuerliche Nachteile für das Unternehmen. Auch Chapek verließ den Konzern im vergangenen Jahr und überließ Bob Iger das Zepter.

DeSantis sagte zum "Don't Say Gay"-Gesetz übrigens: "Damit wird versucht, Zweifel zu sähen bei Kindern über ihre Geschlechtsidentität. So wird versucht zu sagen, sie können sein, wer sie sein wollen. Das ist unangemessen für Vorschulkinder, Erst- und Zweitklässler. Eltern wollen das nicht länger in ihren Schulen."

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